Um Anmeldung wird gebeten:
Servicebüro der Kreisvolkshochschule Groß-Gerau
06152 1870-0, info@kvhsgg.de oder über www.kvhsgg.de
Lange war es offen, welche der vom Hessischen Kultusministerium geplanten Kürzungsmaßnahmen bei der Bildung, insbesondere bei den Integrierten Gesamtschulen und bei den Schulen in sozialen Brennpunkten, tatsächlich den Weg in den Haushalt für 2026 finden oder auf Grund der massiven Proteste der GEW, von Schulleitungsverbänden und Elternvertretungen, von Landräten und Bürgermeistern noch abgewendet werden konnten. Kollege Martin Einsiedel macht in seinem Kommentar deutlich, warum er die Kürzungen und das Prozedere der Landesregierung schlicht „ekelerregend“ findet.
Nach und nach kommen die Kürzungsvorschläge des Kultusministeriums ans Tageslicht, scheibchenweise und immer nur auf Druck der besonders betroffenen Schulen. Mit jeder neuen Kürzung wächst die Wut über das Denken, das dahintersteckt.
Kürzungen bei der Lehrkräfteausbildung
Als erstes lagen die Kürzungen in der Lehrkräfteausbildung auf dem Tisch. Das Referendariat soll verkürzt und die Ausbilder:innen sollen für mehr LiVs gleichzeitig zuständig sein. Gleichzeitig wird nicht etwa an den Ausbildungsbestandteilen gekürzt, sondern vor allem an der ersten Phase, in denen die LiVs hospitieren. Dadurch wird die Zeit genommen, sich an die Abläufe der Schule zu gewöhnen und sich Mentor:innen zu suchen, die einen durch die schwere Zeit des Referendariats begleiten und stützen. Und das, obwohl sich nach aktuellen Befragungen über 90% der LiVs emotional und körperlich erschöpft fühlen und sogar 82% angeben, dass sich diese Phase der Ausbildung negativ auf ihre mentale Gesundheit auswirkt! Auch die Ausbilder:innen klagen schon jetzt über ihre Überlastung. Dabei sollte doch gerade in Zeiten des eklatanten Lehrkräftemangels die Ausbildung ein hohes Gut sein.
Rotstift bei Integrierten Gesamtschulen
Als zweites wurde verkündet, dass im Bereich der Integrierten Gesamtschulen der Rotstift angesetzt wird. Das ist CDU-geführter Kulturkampf der Siebziger, denkt man. Genauer hingeschaut ist es gerade diese Schulform, die sich stark macht für Chancengleichheit, Inklusion und Integration. Fortschrittliche pädagogische Ansätze werden mit dieser Kürzung als nicht erwünscht gekennzeichnet. Mit einer immer heterogeneren Schülerschaft konfrontiert, werden die Kollegien alleine gelassen. An diesem Beispiel zeigt sich auch, dass die SPD im Kultusbereich außen vor ist, denn sie wurde von diesem Vorschlag offensichtlich kalt erwischt. Auch wenn sich dann der SPD-Parteirat, die Jusos und auch 12 SPD-Landräte, darunter auch Thomas Will aus dem Kreis Groß-Gerau, kritisch äußerten und der SPD-Wirtschaftsminister großzügig anbot, die Lücke im Etat des HMKB mit Mitteln aus seinem Ressort zu stopfen, zeigt sich deutlich, dass es keine Vorwarnung aus dem HMKB für den Koalitionspartner gab. Nach Jahren der Führung durch CDU-Minister sitzt dort niemand mehr, der ein anderes Parteibuch hat.
Anschlag auf den Sozialindex
Gleichzeitig wird bekannt, dass die Zuweisung durch den Sozialindex halbiert wird. Zur Verdeutlichung sei hier der Hintergrund erklärt. Der Sozialindex besteht aus Indikatoren wie beispielsweise:
Schulen mit hohem Sozialindex bekamen in der Vergangenheit eine höhere Zuweisung an Personal, um den Anforderungen gerecht zu werden. Ziel war auch hier die Chancengleichheit durch zusätzliche Förderangebote und die sogenannte Doppelsteckung von Lehrkräften. In der Vergangenheit verteilte das HMKB so zusammengerechnet rund 650 Stellen an Schulen in einem „besonders herausfordernden Umfeld“, davon knapp 50 Stellen für die Schulen im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis. Noch letztes Jahr war Kultusminister Armin Schwarz stolz auf dieses Programm und erklärte, dass damit Hessen Vorreiter wäre. Hintergrund dieser Aussage war aber auch, dass das Land Hessen sich als einziges Bundesland weigerte, Gelder für das Startchancenprogramm des Bundes zu geben, da man ja mit dem Sozialindex schon seit Jahren mehr als genug tue. Genau dieses Programm des Sozialindex wird nun im nächsten Schuljahr um mehr als 300 Stellen gekürzt, was für die einzelnen Schulen katastrophal ist, da sie über Jahre pädagogische Programme aufgebaut haben, die nun nicht mehr personell zu stemmen sind. Gespart wird hier ausschließlich bei Schulen in Gebieten mit größerer Armut und hohem Migrationsanteil.
Was wird aus der Altersermäßigung?
Sollten die Kolleginnen und Kollegen nun glauben, dass sie diese Kürzungen mit konsequenter Mehrarbeit ausgleichen können, da ihnen das Wohl ihrer Schülerschaft am Herzen liegt, seien sie gewarnt, denn die nächste Kürzung betrifft sie selbst. Die sogenannte Altersermäßigung wird verschoben. Bisher mussten Lehrkräfte, die mit mehr als 75 Prozent des vollen Deputats tatsächlich im Unterricht vor einer Klasse stehen, ab dem Schuljahr nach ihrem 55. Geburtstag eine Stunde weniger unterrichten. Dies soll nun wohl erst mit Vollendung des 60. Lebensjahres geschehen. Führt man sich vor Augen, dass die Teilzeitquote mit fast 50 Prozent bei Lehrer:innen schon so hoch ist wie in kaum einem anderen Berufszweig, wird klar, wo das Einsparungspotential liegt. Für die allermeisten Kolleg:innen ist dies aber keine „Lifestyle-Teilzeit“ (Zitat des Bundeskanzlers), sondern die Notbremse vor dem Burn-Out. Sie verzichten bewusst und notgedrungen auf einen Teil des Lohns, um den Aufgaben in der Schule noch gerecht werden zu können, ohne auszubrennen. Die Arbeitszeitstudien zeigen, dass zwar um einige Stunden reduziert, aber genauso viel wie vorher gearbeitet wird. Das entlastet den Arbeitgeber.
Dabei verschwindet fast, dass man zunächst befristete Kürzungen aus der Vergangenheit beibehält. Im Rahmen der höheren Aufnahme Geflüchteter hatte das damalige HKM 2015 die mögliche Größe für Deutsch-Intensivkurse von 16 auf 20 Kinder erhöht und gleichzeitig die wöchentliche Stundentafel von 28 auf 22 Stunden gekürzt. Dies sollte nur für die Zeit des hohen Flüchtlingsaufkommens gelten. Trotzdem will man nun explizit nicht auf den alten Stand zurückkehren.
Richtig wäre der andere Weg!
Richtig wäre der andere Weg: Investition in gute Bildung statt Kürzungen bei denen, die nicht Klientel sind und sich nicht wehren können. Richtig wäre, den Herausforderungen der heutigen Zeit mit einer deutlichen Verringerung der Klassenstärken und einer deutlichen Verringerung der Stundenverpflichtung für Kolleg:innen zu begegnen. Nur so können wir auf die Bedürfnisse der einzelnen Schüler:innen eingehen und für mehr Chancengleichheit sorgen. Doch die Parteien der Landesregierung wollen uns stattdessen in einen Abwehrkampf gegen die Kürzungen zwingen. Das sollte uns nicht davon abhalten, offensiv für das zu kämpfen, was sinnvoll ist.
Martin Einsiedel
Der Kulturkampf ist zurück
Zum letzten Stand der Kürzungen im Etat des Kultusministeriums
Nun ist die „Einigung“ von CDU und SPD im Streit um die geplanten Kürzungen bei der Bildung bekannt. Wie die FR und die Hessenschau übereinstimmend berichteten, habe man „einen ausgewogenen Kompromiss“ gefunden. Herausgekommen ist aber nichts anderes als das, was CDU-Kultusminister Schwarz als ideologischer Hardliner geplant hatte. Die geforderte Einsparung von 70 Millionen Euro geht ausschließlich zu Lasten der Schwachen:
Als „Kompromiss“ wurde vereinbart, die Maßnahmen zu befristen und für den Haushalt 2027 neu zu verhandeln. Das ist nur noch zynisch, denn die Projekte werden dann eingestellt und die zusätzlich beschäftigten und qualifizierten Lehrkräfte entlassen sein!
Download des Artikels aus der GEW-regional
Resolution der IGS Mainspitze und den Artikel "Springt der Kreis jetzt in die Bresche?"
]]>
Die DGB-Gewerkschaften werden kämpfen: für jeden einzelnen Arbeitsplatz, für gute Arbeit, für soziale Schutzrechte und gute Bildung - nicht nur am 1. Mai. Allerdings ist der 1. Mai eine gute Gelegenheit, unsere Forderungen und Vorschläge auf die Straßen und die Plätze in die Öffentlichkeit zu bringen. Als Hauptredner konnte Thilo Hartmann, der Landesvorsitzende der GEW, gewonnen werden (auf dem Foto beim Auftakt der Tarifverhandlungen für den TV-H Ende Februar). Er wird die aktuelle wirtschaftliche und politische Lage aus der Perspektive der Gewerkschaften beleuchten. Dann folgen Beiträge zu aktuellen Rüsselsheimer Themen. Zu Wort kommen unter anderen die ver.di-Vertrauensleute bei der Stadtverwaltung, die ver.di-Jugend und der Rüsselsheimer Stadtschulsprecher Adam Bouchlaghem.
Weitere Mai-Kundgebungen: www.gew-gg-mtk.de
]]>
Rüsselsheim
10.30 Uhr Löwenplatz
Hauptredner: Thilo Hartmann, Landesvorsitzender der GEW
Groß-Gerau
10:30 Uhr, Sandböhl
Hauptrednerin: Katja Deusser, Gewerkschaftssekretärin, ver.di
Mörfelden-Walldorf
10:00 Uhr: Demonstration vom Dalles zum Bürgerhaus
Ab 10:30 Uhr: Kundgebung im Bürgerhaus Mörfelden
Hauptredner: Peter Feldmann, ehem. Oberbürgermeister Frankfurt
Musik: Absinto Orkestra
Kelsterbach
11:00 Uhr, BSC-Heim, Mainufer Kelsterbach
Kundgebung mit Liv Dizinger, DGB Bezirk Hessen-Thüringen
Im Anschluss Familienfreizeit mit dem HSK Kelsterbach und Walter Kemmler
]]>
Robert Hottinger, Claudia Kuse, Margot Marz und Dorothee Schäfer wurden als Vorsitzende, Harald Freiling als Kreisrechtsberater und Bernhard Trillig als Kreisrechner bestätigt.
Weitere Mitglieder des neuen Kreisvorstands, die an dem Tag anwesend waren, sieht man auf dem Foto von links nach rechts
- hinten: Karola Pruschke-Löw, Doro Schäfer, Robert Hottinger, Claudia Kuse, Verena Dietz, Jenny Daschevski, Stefanie Margaritis und Bernd Heyl
– vorne: Friedhelm Ernst, Margot Marz, Martin Einsiedel und Bernhard Trillig.
Fortbildung mit dem Thema:
Referent ist Harald Freiling, ehrenamtlicher Rechtsberater der GEW für die Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus. Eine individuelle Rechtsberatung ist im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung nicht möglich. Die Veranstaltung findet in der Stadthalle Rüsselsheim statt (Rheinstraße 7, 65428 Rüsselsheim).
Die Veranstaltung ist von der Lehrkräfteakademie (LA) unter der angegebenen Angebotsnummer als Fortbildungsveranstaltung für hessische Lehrkräfte akkreditiert. Personalräten ist gemäß § 39 HPVG Dienstbefreiung zu erteilen.
Der Eintritt ist frei.
Eine Anmeldung mit Angabe der Schule ist erforderlich:
freiling.hlz@t-online.de
Die Stadthalle ist in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs. Vor der Stadthalle gibt es gebührenpflichtige Parkplätze.
]]>nach vielen Nachfragen und Bitten um einen Termin mit dem Minister Prof. Dr. Roman Poseck und Ministerialdirigenten Stephan Gortner, haben wir KEINE Reaktion erhalten. Nun schaffen WIR Fakten und übergeben die Petition dem Ministerium.
Eine Zusage zur Unterstützung haben wir von:
• dem GEW-Landesvorsitzenden Thilo Hartmann und der stellvertretenden GEW-Landesvorsitzenden Heike Ackermann;
• der GEW-Fraktion des Hauptpersonalrats Schule;
• der Landesfachgruppe Berufsbildende Schulen und
• dem Redakteur der GEW-Zeitschrift „iNSIDER“, Dieter Staudt.
Die örtliche Presse und die im Landtag vertretenen Parteien sind informiert.
Weitere Unterstützer:innen wären erstrebenswert.
Nehmt also Eure Verbände, Parteien in die Pflicht.
Kommt selbst und bringt Eure Freund:innen, Verwandten, Kolleg:innen mit.
Leitet diesen Termin weiter. Die Masse macht’s!
Und bringt Toilettenpapierrollen zum Abwickeln, Verwickeln und Bauen mit. Diese sollen dann mit der Petition und der Dokumentation der Fachlehrer:innen-Tagung, sowie dem GEW-Landesvorstandsbeschluss an Minister Prof. Dr. Roman Poseck und dem Ministerialdirigenten Stephan Gortner übergeben werden.
Petition unterschreiben: Download Flyer
]]>
Wir, die Personalräte der Integrierten Gesamtschulen des Kreises Groß-Gerau haben mit Bestürzung von den geplanten Sparmaßnahmen bei der Zuweisung für Binnendifferenzierung gehört. Wir versuchen gerade an unseren Schulen allen Schüler*innen gerecht zu werden, sie individuell zu fördern und ihnen zum bestmöglichen Schulabschluss zu verhelfen. Wir sind der festen Meinung, dass dies besser gelingt, wenn Schüler*innen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen möglichst viel gemeinsam in einer Klassengemeinschaft zusammen sind. Diese Form ermöglicht ein soziales Miteinander und stärkt so die Gemeinschaft, was gerade in diesen Zeiten dringend notwendig erscheint. Auch deshalb haben gerade die Gesamtschulen in den letzten Jahren die Inklusion von beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen getragen und unterstützt. Sie ist integraler Bestandteil unseres Denkens und Handelns trotz nicht einmal annähernd ausreichender Ressourcen. (…) Auch die Integration Geflüchteter liegt uns am Herzen. Hier schultern wir den Hauptteil der Arbeit der Sekundarstufenschulen mit guten Erfolgen. Wir sind der festen Überzeugung, dass nur so Chancengerechtigkeit gelingen kann.
Für unser pädagogisches Konzept ist die individuelle Förderung jedes Schülers und jeder Schülerin durch Förderangebote, zusätzliche Lernzeiten und Team-Teaching Voraussetzung. Die Senkung der Klassengröße in Klassen ohne äußere Differenzierung von 27 auf 25 Schüler:innen ist für diese Arbeit schön, aber noch nie ausreichend gewesen. Sie wird in der Praxis auch an den meisten Schulen ab Klasse 6 schon jetzt überschritten, da wir auch die vielen Schüler:innen auffangen, die von den Gymnasien querversetzt werden.
Der bisherige „Zuschlag für äußere Fachleistungsdifferenzierung“ hat uns in den vergangenen Jahren wenigstens zu einem Teil geholfen, unsere Förderkonzepte personell zu hinterlegen, auch wenn eine noch bessere personelle Ausstattung notwendig wäre. Ohne sie können wir Teile unseres pädagogischen Konzeptes schon im nächsten Schuljahr nicht mehr durchhalten. Die Streichung der Zuweisung sehen wir als das Gegenteil von Wertschätzung unserer Arbeit durch den Arbeitgeber. Sie wird volkswirtschaftlich nicht zu Einsparungen führen, denn sie gefährdet erfolgreiche Bildungsabschlüsse. Sie treffen die am stärksten, die auf Unterstützung angewiesen sind.
Der Personalrat und die Personalversammlung der Martin-Niemöller-Schule Riedstadt.
Die Personalräte der IGS Kelsterbach, der Martin-Buber-Schule Groß-Gerau, der Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden-Walldorf, der IGS Mainspitze Ginsheim-Gustavsburg, der Anne-Frank-Schule Raunheim und der Alexander-von-Humboldt-Schule Rüsselsheim
GEW-Kreisverband Groß-Gerau

Not amused: Auch die Kolleginnen und Kollegen der IGS Mainspitze sind verärgert über die hessische Schulpolitik. Sie machen es sich bewusst nicht einfach, die Schülerinnen und Schüler nach Schulnoten in die Schubladen des dreigliedrigen Schulsystems zu stecken, wie sie sich in den traditionellen ABC-Kursen vieler Integrierter Gesamtschulen wiederfinden. Dafür werden sie jetzt mit dem Entzug der gerade für die Binnendifferenzierung wichtigen Zuschläge bestraft. Und nebenbei wurden ihnen noch Container für ein zukünftiges Gymnasium Bischofsheim vor die Nase gesetzt…
Springt der Kreis jetzt in die Bresche?
Bis zu den Kommunalwahlen am 15. März 2026 gab es im Groß-Gerauer Kreistag eine rot-grün-rote Koalition. Wenige Tage vor der Wahl setzte sie in der Auseinandersetzung um die Zuschläge für Binnendifferenzierung an Integrierten Gesamtschulen ein Zeichen. Landrat Thomas Will (SPD) gab am 12.3.2026 bekannt, dass der Kreis für ein Jahr die Ausfallkosten übernimmt, „die durch die Entscheidung des hessischen Kultusministeriums entstehen, ab dem Schuljahr 2026/2027 den IGS in Hessen den Zuschlag für die Binnendifferenzierung erheblich zu kürzen“. Weiter heißt es in der Pressemitteilung des Kreises:
„Auch wenn das Land seine ursprünglichen Pläne reduziert hat und die Kürzung nun nur für ein Schuljahr im Raum steht, bedeutet das für IGS in Kreisträgerschaft viel: So sind es an der Raunheimer Anne-Frank-Schule 45 gekürzte Stunden pro Woche, an der IGS Mainspitze und an der Johannes-Gutenberg-Schule in Gernsheim je 14, an der Martin-Buber-Schule in Groß-Gerau 21 und an der Riedstädter Martin-Niemöller-Schule gar 70 Stunden pro Woche. Das Konzept des Kreises sieht daher vor, die Gelder für das entsprechende Personal für das Schuljahr 2026/27 bereitzustellen, damit beispielsweise die vor Ort tätigen Menschen weiter beschäftigt werden können. Dabei werden Kooperationen mit der Kreisvolkshochschule sowie der Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft AVM geprüft. Die nötigen Finanzmittel in Höhe von knapp 460.000 Euro (191.000 Euro in 2026 bzw. 268.000 Euro in 2027) sollen aus den Etats finanziert werden; die notwendigen Beschlüsse dazu sind in Vorbereitung.
Wir lassen die Schulen, anders als das Land, nicht im Regen stehen. Wir können nicht einfach zulassen, dass innerhalb eines Schuljahres Strukturen zerschlagen werden, die für die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler sehr wichtig sind. Die Binnendifferenzierung ist kein pädagogischer Luxus, sondern eine notwendige und bewährte Antwort auf aktuelle Herausforderungen: Junge Menschen werden dadurch fachlich gefordert und gefördert, in ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt und in ihrer sozialen Kompetenz unterstützt. Binnendifferenzierung ermöglicht gezielte Förderung, stabilisiert Bildungsbiografien und beugt Schulabbrüchen vor. Dafür sind verlässliche personelle Ressourcen unabdingbar.“
Meine Steuererklärung für 2025
Infos zum Arbeitszimmer, zum Landesticket und zum GEW-Beitrag
Muss ich mein Landesticket als geldwerten Vorteil versteuern? Und was muss ich bei den Fahrten zum Arbeitsplatz angeben? Antworten auf diese und andere Fragen zum Landesticket für die Beschäftigten des Landes Hessen findet man auf der Internetseite des Hessischen Innenministeriums: „Der steuerliche Werbungskostenabzug beim einzelnen Bediensteten für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte in Form der Entfernungspauschale wird durch die Nutzung des Landestickets nicht berührt. Das Land Hessen wird in seiner Eigenschaft als Arbeitgeber den sogenannten geldwerten Vorteil gegenüber der Finanzverwaltung versteuern. Eine Ausweisung in der Lohnsteuerbescheinigung erfolgt nicht.“ Landesbedienstete mit einem Landesticket müssen es also auch in der Steuerklärung nicht angeben und können die Pendlerpauschale wie alle anderen Beschäftigten in Anspruch nehmen.
Schon seit 2023 können Lehrkräfte, die an der Schule keinen eigenen Arbeitsplatz mit Schreibtisch und Bücherregal haben, für jeden Tag, an dem sie zu Hause arbeiten beziehungsweise neben dem Unterricht auch noch zu Hause arbeiten, eine Tagespauschale von 6 Euro für bis zu 210 Arbeitstage absetzen. Maximal können also 1.260 Euro jährlich abgesetzt werden. Das Klassenzimmer oder der Tischanteil im Lehrerzimmer zählen dabei nicht als eigener Arbeitsplatz. Dabei ist es unerheblich, ob sie zu Hause ein Arbeitszimmer haben oder zum Beispiel an einem Küchentisch oder an einer kleinen Arbeitsecke arbeiten. Die Kosten müssen auch nicht mehr erhoben und gegenüber dem Finanzamt nachgewiesen werden. Da Lehrkräfte auch in der unterrichtsfreien Zeit ihren Unterricht vor- und nachbereiten beziehungsweise viele Korrekturen vornehmen, können sie 210 Arbeitstage und damit den Maximalbetrag von 1.260 Euro erreichen. An den Tagen, an denen sie auch unterrichten oder an Besprechungen, Konferenzen und so weiter teilnehmen, können sie zusätzlich auch noch die Entfernungspauschale in Anspruch nehmen.
Die Beiträge für die Mitgliedschaft in der GEW können steuerlich abgesetzt werden. Das gilt auch für Pensionärinnen und Pensionäre und Rentnerinnen und Rentner. Auch wenn der Steuererklärung keine Belege mehr beigefügt werden müssen, möchte man die Höhe der Beiträge wissen und einen Beleg für eine mögliche Nachfrage des Finanzamts haben. Die GEW hat dazu folgende Möglichkeiten eingerichtet:
1.) Kontoauszug: Dem ersten Einzug des Mitgliedsbeitrags im Jahr 2026, frühestens aber im Februar 2026, ist der im Jahr 2025 entrichtete Mitgliedsbeitrag zu entnehmen.
2.) www.gew.de: Die Jahresbescheinigung für den persönlichen Mitgliedsbeitrag kann man auch online im Mitgliederbereich der GEW-Homepage abrufen. Dazu geht man auf die Seite www.gew.de/anmeldung. Dort kann man ein individuelles Benutzerkonto einrichten. Die geforderte Mitgliedsnummer kann man dem Adressaufkleber auf jeder E & W entnehmen. Einmal registriert kommt man mit dem selbst gewählten Passwort zum Serviceportal der Mitgliederverwaltung und kann dort die Beitragsbescheinigung herunterladen. Die Bescheinigung für 2025 ist ab Februar 2026 verfügbar.
Ab dem 1.1.2026 treten unter anderem folgende Änderungen in Kraft, die jedoch erst für die Steuererklärung für das Jahr 2026 relevant sind:
Autor: Harald Freiling
Stand: 1.3.2026
]]>]]>