GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Tue, 20 Jan 2026 15:30:50 +0100 Tue, 20 Jan 2026 15:30:50 +0100 TYPO3 EXT:news news-514 Sat, 20 Dec 2025 07:29:00 +0100 Wir fahren mit euch zur Didacta nach Köln https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/wir-fahren-mit-euch-zur-didacta-nach-koeln am Donnerstag, den 12.3.26
Die GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus organisieren wieder eine Fahrt zur größten europäischen Bildungsmesse „didacta“ in Köln.  Als Service für unsere Mitglieder bieten wir die Busfahrt und den Eintritt für euch kostenlos an. Für Nichtmitglieder berechnen wir sehr kostengünstige 20,- Euro incl. Busfahrt und Eintritt. 

Das Angebot der Didacta findet man unter https://www.didacta-koeln.de, spannende Vorträge am Tag unseres Besuchs unter https://bildungsmedien.de/unsere-aktivitaeten/buehne-bildungsmedien

Die didacta ist als Fortbildungsveranstaltung für hessische Lehrkräfte akkreditiert (LA 0251415501).


um 8 Uhr von Rüsselsheim am Main
vor der Großsporthalle (Eingang Richtung Adam-Opel-Straße)
 
ca. 8.30 Uhr von Hattersheim auf dem Parkplatz Stadthalle/ Sporthalle (Karl-Eckel-Weg)
 

Anmeldung ist für diese Veranstaltung erforderlich mit einer kurzen Mail an: info@gew-gg-mtk.de
 
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Aktuell
news-513 Thu, 18 Dec 2025 07:29:00 +0100 Infobrief für Personalräte und GEW-Vertrauensleute https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/infobrief-fuer-personalraete-und-gew-vertrauensleute-1 an den Schulen im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis vom 14.12.2025 Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
wir hoffen, dass ihr durch die Belastungen der letzten Wochen die verdienten Ferien nicht zu erschöpft beginnt und vor allem gesund bleibt. Wir wünschen euch eine erholsame und besinnliche Zeit im Kreise eurer Familien, Freunde und Bekannten und möchten euch im letzten Infobrief in diesem Jahr noch einige Informationen zukommen lassen:
 
1.     didacta-Fahrt der GEW am Donnerstag, dem 12.3.2026
2.     GEW-Treffen für Startchancen-Schulen am 29.01.26
3.     Individuelle Fehlzeiten einsehen 
4.     Resolution dienstliche Endgeräte
5.     Offener Brief gegen Kürzungen im Bildungsbereich
6.     Bündnis „Bildung statt Abschiebung" 
7.     Mobbing und Bossing an Schulen
8.     Stundenzuweisung an Schulen für die Koordination der Inklusion
9.     Umfrage zu Fortbildungen
10.  GEW-Position zum Neuen Gymnasium Nord
 
 
didacta-Fahrt der GEW am Donnerstag, dem 12.3.2026
Die GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus organisieren wieder eine Fahrt zur größten europäischen Bildungsmesse „didacta“ in Köln.  Als Service für unsere Mitglieder bieten wir die Busfahrt und den Eintritt für euch kostenlos an. Für Nichtmitglieder berechnen wir sehr kostengünstige 20,- Euro incl. Busfahrt und Eintritt. Das Angebot der Didacta findet man unter https://www.didacta-koeln.de, spannende Vorträge am Tag unseres Besuchs unter https://bildungsmedien.de/unsere-aktivitaeten/buehne-bildungsmedien
Ein Poster für die Fahrt geht Anfang Januar an jede Schule. Wir möchten euch bitten, es an einem geeigneten Ort aufzuhängen, damit die Kolleginnen und Kollegen von dieser Möglichkeit erfahren. 
Die didacta ist als Fortbildungsveranstaltung für hessische Lehrkräfte akkreditiert (LA 0251415501).
Abfahrt: Um 8 Uhr von Rüsselsheim am Main auf dem Parkplatz der Großsporthalle,
ca. 8.30 Uhr von Hattersheim auf dem Parkplatz des Schwimmbads.
Rückfahrt: 16 Uhr von Köln
Anmeldung ist für diese Veranstaltung erforderlich mit einer kurzen Mail an: info@gew-gg-mtk.de
 
GEW-Treffen für Startchancen-Schulen
Die Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus laden alle Personalräte und Startchancen-Beauftragte der Schulen zu einem Treffen ein
am 29.1.26 von 15-17 Uhr in der Aula der Karl-Treutel-Schule
Friedensstr.2, 65451 Kelsterbach (Nähe Bahnhof)
Das Startchancen-Programm ist eines der größten Bildungsprogramme in der Geschichte der Bundesrepublik. Zahlreiche Schulen in unserem Schulamtsbezirk sind ausgewählt worden und bekommen Fördergelder. Damit ein solches Programm Erfolg haben kann, ist es unserer Meinung nach wichtig, dass in den beteiligten Schulen eine transparente Diskussion um Ziele und Entscheidungen geführt wird. Zahlreiche Fragen stellen sich in der konkreten Umsetzung.
Die GEW hält einen Austausch auf Ebene der Personalräte und Kollegien der beteiligten Schulen für unerlässlich. Wir konnten mit Stefan Edelmann den stellvertretenden Vorsitzenden des Hauptpersonalrates als Vortragenden gewinnen.
Nach §39 HPVG ist Personalratsmitgliedern für die Teilnahme an Schulungs- und Bildungsveranstaltungen, die der Personalratsarbeit dienen, auf Antrag die erforderliche Dienstbefreiung unter Fortzahlung der Dienstbezüge oder des Arbeitsentgeltes zu gewähren.
Da im Rahmen des Programms auch von jeder Schule eine Person außerhalb der Schulleitung als Startchancen-Beauftragte benannt werden soll, sind diese natürlich ebenfalls herzlich willkommen.
Über eine kurze Rückmeldung zur Teilnahme unter info@gew-gg-mtk.de würden wir uns freuen, spontane Teilnahme ist aber möglich.
 
Individuelle Fehlzeiten einsehen 
Seit 2022 werden die Fehlzeiten von Lehrkräften im Programm FLiS (Fehlzeiten Lehrkräfte in Schulen) gesammelt. Zuständig dafür ist die jeweilige Schulleitung. In FLiS werden Fehlzeiten in drei Kategorien gesammelt:
1.     Krank mit/ohne Attest
2.     Kind krank
3.     Unerlaubtes Fernbleiben
Die in der Jahresmeldung früher enthaltenen Daten über Dienstbefreiungen, Teilnahme an Fortbildungen, Klassenfahrten, Praktikumsbesuche etc. werden in FLiS nicht erfasst und entfallen daher in der Jahresmeldung.
Zuletzt traten häufiger Personalräte an uns heran, die gefragt haben, ob die eingetragenen Fehlzeiten nicht mehr von den Lehrkräften gegengezeichnet werden müssen. Wir sind uns mit dem Schulamt einig, dass dies weiterhin geschehen muss, damit Fehleintragungen korrigiert werden bevor die Jahresmeldung Ende Januar an das Schulamt erfolgt. 
In der Anlage 2 zum FLiS-Erlass vom 19. 10. 2022 (Musterbrief an die Lehrkräfte zur Einführung von FLiS) heißt es wörtlich: „Vor dem Erstellen der Jahresmeldung im Monat Januar erhalten Sie von Ihrer Schulleitung eine Übersicht der über Sie erfassten Abwesenheiten innerhalb des jeweiligen Kalenderjahres zur Prüfung ausgehändigt.“
Den Erlass und die Anlage 2 findet man auf unserer Homepage > Recht > Themen.
 
Resolution dienstliche Endgeräte
Trotz mehrfacher Zusagen, zuletzt für 2025 (!), warten wir noch immer auf datenschutzkonforme digitale Endgeräte des Landes Hessen, die im Unterricht sowie für Verwaltungstätigkeiten genutzt werden können. Die Leihgeräte der Schulträger aus der Corona-Zeit sind inzwischen in die Jahre gekommen und häufig für neue Kolleg:innen nicht mehr verfügbar. Oft nutzen die Lehrkräfte weiterhin daher private Geräte, um ihre Arbeit erledigen zu können, was in anderen Berufen unvorstellbar wäre. Daher mahnt der Gesamtpersonalrat in einem offenen Brief an den Kultusminister Herrn Schwarz die Ausgabe dienstlicher Endgeräte an. Dies schließt Support, Wartung und möglichen Ersatz mit ein. Den Wortlaut der Resolution findet man hier: https://tinyurl.com/tfeh7f9t
 
Offener Brief gegen Kürzungen im Bildungsbereich
Die Personalräte und GEW-Vertrauensleute haben bei ihrem letzten Treffen am 12. November 2025 ihre Unterstützung für einen offenen Brief an die Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Groß-Gerau bekundet. Einen Artikel von Robert Hottinger über die Reaktionen aus dem Landtag findet man hier: https://tinyurl.com/2mupezzw
 
Bündnis „Bildung statt Abschiebung" 
Der Kreisvorstand der GEW Groß-Gerau unterstützt das am 8. Dezember gegründete landesweite Bündnis "Bildung statt Abschiebung" mahnt ein sicheres Bleiberecht für den Schüler Yared an. Er ist Schüler an der Werner-Heisenberg-Schule in Rüsselsheim. Obwohl er bereits einen Ausbildungsplatz an einem Altenpflegezentrum hat, ist er weiter von Abschiebung bedroht. https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/bildung-statt-abschiebung
 
Mobbing und Bossing an Schulen
Bereits im letzten Info-Brief hatten wir berichtet, dass sich die Beschwerden über „übergriffiges Verhalten“ einiger Schulleitungen häufen. Einen Artikel von Robert Hottinger zu diesem Thema und Hinweise auf die zwischen Schulamt und GPRS vereinbarte „Handlungsempfehlung zu tolerantem und respektvollem Verhalten“ findet man auf unserer Homepage unter www.gew-gg-mtk.de > Recht > Themen.
 
Stundenzuweisung an Schulen für die Koordination der Inklusion
10% der gesamten Personalressource für Inklusion stehen für Koordinationsaufgaben zur Verfügung (ISB-K-Ressource), das sind in unserem Schulamt 644 (!) Stunden. Diese werden nach Vorabzug für die Schulleiter:innen, die die Treffen der inklusiven Schulbündnisse vorbereiten und moderieren, den Schulen zur freien Verfügung zugewiesen. Gymnasien erhalten je eine Stunde und berufliche Schulen je zwei Stunden. Die Grundschulen und weiterführenden Schulen erhalten je nach Schülerzahl zwischen 1 bis 16 Stunden zugewiesen. In vielen Schulen wird diese Ressource vorbildlich zur Entlastung von Lehrkräften genutzt, die die Inklusion umsetzen. Teilweise scheint es aber, dass die Stunden komplett bei den Schulleitungen bleiben. Schulamt und Gesamtpersonalrat sind sich einig, dass über die Verteilung dieser Stunden dem Personalrat und der Gesamtkonferenz Rechenschaft gelegt werden muss. Solltet ihr als Personalrat nicht wissen, wie viele Stunden eurer Schule zugewiesen werden, so könnt ihr das bei uns erfahren. Schreibt uns einfach eine Mail an: info@gew-gg-mtk.de
 
Umfrage zu Fortbildungen
Das HMKB drängt weiter darauf, dass Fortbildungen möglichst außerhalb der Unterrichtszeit angeboten und wahrgenommen werden. Oft finden sie deshalb am Nachmittag oder am Wochenende statt und die Teilnehmer:innenzahlen sinken. Um uns einen Überblick zu verschaffen, hat der Gesamtpersonalrat Fulda eine Online-Umfrage gestartet, bei der alle Lehrkräfte Hessens teilnehmen können. Es dauert nur wenige Minuten…https://forms.gle/54bxYNu98K4xHxF99
 
GEW-Position zum Neuen Gymnasium Nord
Das in Bischofsheim geplante Mittelstufen-Gymnasiums befindet sich aktuell als Dependance des Neuen Gymnasiums Rüsselsheim auf dem Gelände der IGS Mainspitze in Containern. 
Die öffentliche Diskussion um die Zukunft der Schule gestaltet sich derzeit intensiv und mitunter kontrovers, da das HMKB bis zum Ende des Schuljahres 2026/27 die Eigenständigkeit anstrebt, während sich der Kreis Groß-Gerau bzw. Landrat Will für eine langjährige Dependance-Lösung bis zur Fertigstellung des Neubaus in Bischofsheim, angeblich im Interesse der betroffenen Eltern und Schüler:innen bis 2030 aussprechen. 
Der Vorstand des Kreisverbands der GEW Groß-Gerau führt deshalb gerade Gespräche mit den betroffenen örtlichen Personalräten des Neuen Gymnasiums sowie der IGS Mainspitze und hat auch die möglichen Interessen des künftigen Kollegiums des Mittelstufen-Gymnasiums im Blick. Davon abgesehen tauschen wir uns mit dem Kreiselternbeirat, über die GEW-Fraktion des GPRS mit dem Staatlichen Schulamt und mit Landrat Will aus. Nach sorgsamer Abwägung der Argumente der Beteiligten werden wir eine Presserklärung verfassen, aber schon jetzt fehlen uns in der Diskussion einige wichtige Aspekte:
1.     Nachteile für die pädagogische Arbeit in zu großen Systemen mit zwei Standorten und perspektivisch ca. 2000 Schüler:innen. Der Landrat beruft sich auf die Größe der Beruflichen Schulen Groß-Gerau (BSGG), wobei man die beiden Systeme aus unserer Sicht allerdings in pädagogischer und organisatorischer Hinsicht nicht miteinander vergleichen kann.
2.     Positive Beispiele von Schulneugründungen mit früher Trennung von der Stammschule mit großer Zufriedenheit der Schüler:innen und Eltern (Identifikation der Schüler:innen, Lehrkräfte und Eltern mit der neuen Schule und Möglichkeit eigener Entwicklung, z.B. Schwerpunkte, Fremdsprachenfolge und Bereicherung der regionalen Bildungslandschaft (z.B. das Neue Gymnasium selbst und in letzter Zeit neu gegründete vergleichbare Schulen in benachbarten Schulamtsbezirken)
3.     Zunehmende Belastung des Kollegiums, der Schulleitung und der Verwaltung des Neuen Gymnasiums (z.B. Arbeit an zwei Standorten, Erreichbarkeit)
4.     Eindeutiges Stimmungsbild des Kollegiums des Neuen Gymnasiums zugunsten einer zeitnahen Trennung von der Dependance bzw. Schulneugründung
5.     Belastung des Kollegiums der IGS Mainspitze und mögliche Nutzungskonflikte (z.B. zusätzliche Pausenaufsichten, Rückbau von Spielmöglichkeiten für Kinder, Lärm durch versetzten Unterrichtsbeginn, zunehmender Verkehr, gemeinsame Nutzung der Sporthalle und Fachräume)
Sicher muss man die Sorgen und Ängste der betroffenen Eltern der Schüler:innen des 6., 5. und auch 4. Jahrgangs vor der Ungewissheit durch eine Trennung vom Neuen Gymnasium ernst nehmen, doch hat eine verhinderte eigenständige Entwicklung der neuen Schule mittel- und langfristig wahrscheinlich größere Nachteile für alle Beteiligten.
 
 
Für die Kreisverbände der GEW Groß-Gerau und Main-Taunus
 
Mit kollegialem Gruß
 
Katja Pohl, Martin Einsiedel, Harald Freiling und Robert Hottinger 

 

Download Infobrief

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Aktuell
news-509 Mon, 08 Dec 2025 13:00:00 +0100 Bildung statt Abschiebung https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/bildung-statt-abschiebung GEW Groß-Gerau unterstützt Bündnis "Bildung statt Abschiebung"

Bildung statt Abschiebung

Landesweites Bündnis für das Menschenrecht auf Bildung

„Trotz Ausbildungsvertrag: 20-Jährigem droht Abschiebung“ war die Überschrift eines Artikels in der Frankfurter Rundschau Ende Mai 2025, mit dem Freunde, Lehrkräfte und Mitschülerinnen und Mitschüler von Yared an der Werner-Heisenberg-Schule in Rüsselsheim die Öffentlichkeit wachrütteln wollten. Gleichzeitig starteten sie zusammen mit dem Kreistagsabgeordneten Giorgio Nasseh (SPD) eine Petition, dass Yared in Deutschland bleiben darf und ihm eine Aufenthaltsperspektive eröffnet wird.  In kürzester Zeit wurde die Petition von fast 3.000 Menschen unterschrieben. Yared stand zu diesem Zeitpunkt drei Wochen vor dem qualifizierenden Hauptschulabschluss und hatte einen Vertrag für eine Ausbildung zum Altenpfleger in der Seniorenresidenz in Rüsselsheim unterschrieben.

Yared aus Rüsselsheim ist weiter von der Abschiebung bedroht

Yared war im November 2021 als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling von Addis Abeba über den Luftweg mit Pass und deutschem Visum nach Deutschland gekommen und besuchte seitdem die Werner-Heisenberg-Schule. Yared ist Christ und gehört der Volksgruppe der Tigrayer im Norden Äthiopiens an. Dort brach im November 2020 ein Bürgerkrieg aus, der binnen zwei Jahren 600.000 Menschen das Leben kostete.

In den Osterferien erreichte ihn der Abschiebebescheid. Sein Asylantrag war mit dem Hinweis, Äthiopien sei ein „sicheres Herkunftsland“, abgelehnt worden. Die Petition und der öffentliche Druck führten dazu, dass Yareds Abschiebung zunächst „auf Eis“ gelegt wurde, zumal er gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Berufung eingelegt hatte. 

Hessenweit ist das Schicksal von Yared kein Einzelfall. Deshalb gründete sich Anfang Dezember das landesweite Bündnis „Bildung statt Abschiebung“, das vom Hessischen Flüchtlingsrat, von der Diakonie Hessen, dem Landesausländerbeirat (agah), dem Paritätischen Hessen, der Landesschüler*innenvertretung Hessen und der GEW Hessen getragen wird. Im Vorfeld haben sich mittlerweile über 300 Organisationen und Einzelpersonen dem Bündnis angeschlossen. Dazu gehört auch der GEW-Kreisverband Groß-Gerau.

Sie alle treibt die Sorge um die aktuelle Migrationsdebatte um, die auch in Hessen „besorgniserregende Züge“ annimmt. Die sprachliche Verrohung drücke sich auch im politischen Handeln aus: „Immer häufiger werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene abgeschoben – obwohl sie gut integriert sind, zur Schule gehen oder einen Ausbildungsvertrag (in Aussicht) haben“. 

Weiter heißt es in der Erklärung: „Wenn angehende Fachkräfte von Abschiebung bedroht sind, ist der Bildungserfolg aller Kinder beeinträchtigt – wie das drastische Beispiel der kürzlichen Abschiebung einer Erzieherin aus Offenbach zeigt. Dass die hessische Landesregierung vereinfachte Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse plant, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist begrüßenswert. Dass gleichzeitig qualifizierte und dringend benötigte Auszubildende, Arbeits- und Fachkräfte ohne nachvollziehbare Begründung von Abschiebung bedroht sind, ist so kurzsichtig wie unvernünftig.“ 

Und das sind die konkreten Forderungen des Bündnisses „Bildung statt Abschiebung“: 

 

„Das Menschenrecht auf Bildung von Kindern und Jugendlichen ist unteilbar – unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. Wir setzen uns dafür ein, dass dieses Recht in Hessen uneingeschränkt gewahrt bleibt. Wir stehen für eine humane und bildungsorientierte Migrations- und Flüchtlingspolitik. Kinder, Jugendliche und ihre Familien sind eine besonders vulnerable Gruppe. Für ihren Schutz stehen wir ein.“


Download: Resolution des Bündnisses “Bildung statt Abschiebung”

Zur Unterstützung dieser Resolution kann man sich hier online eintragen: 
https://www.gew-hessen.de/bildung-statt-abschiebung

Download Unterschriftenlist

]]> Archiv 2023 bis 2025 Aktuell news-512 Mon, 08 Dec 2025 07:29:00 +0100 Resolution des GPRS für dienstliche Endgeräte https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/resolution-des-gprs-fuer-dienstliche-endgeraete Gesamtpersonalrat wendet sich einstimmig an den Kultusminister Trotz mehrfacher Zusagen, zuletzt für 2025 (!) warten wir noch immer auf datenschutzkonforme digitale Endgeräte des Landes Hessen, die im Unterricht sowie für Verwaltungstätigkeiten genutzt werden können. Die Leihgeräte der Schulträger sind inzwischen in die Jahre gekommen und häufig für neue Kolleg:innen nicht mehr verfügbar. Oft nutzen die Lehrkräfte daher private Geräte, um ihre Arbeit erledigen zu können, was in anderen Berufen unvorstellbar wäre. Daher mahnt der Gesamtpersonalrat in einem offenen Brief an den Kultusminister Herrn Schwarz die Ausgabe dienstlicher Endgeräte an. Dies schließt Support, Wartung und möglichen Ersatz mit ein. 

Download der Resolution

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Aktuell
news-511 Sun, 07 Dec 2025 17:22:05 +0100 Mobbing und Bossing in Schulen https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/mobbing-und-bossing-in-schulen Im Fokus: Die Handlungsempfehlung des Schulamts und die Dienstordnung für Lehrkräfte und Schulleitungen

Handlungsempfehlung zum toleranten und respektvollen Umgang

 

Eine Schule gut zu leiten, ist sehr anspruchsvoll und erfordert neben dem notwendigen Organisationstalent auch ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten und Empathie gegenüber allen Gruppen der Schulgemeinschaft. Trotz der hohen Belastungen und unzureichender Rahmenbedingungen gelingt es vielen Schulleiter:innen, diesem hohen Anspruch auch im Sinne der Lehrer:innen gerecht zu werden.

Leider erreichen uns als GEW und als Mitglieder des Gesamtpersonalrats Schule (GPRS) aber auch vermehrt Berichte von unangemessenem bzw. übergriffigem Verhalten von Schulleiter:innen, die ihre Kompetenzen gegenüber Lehrkräften überschreiten. Neben unhöflichen, manchmal auch herabwürdigenden Ansprachen oder nicht nachvollziehbarem „Ausrasten“ geht es u.a. auch um unzulässige Bereitschaftsdienste, um eine nicht sachlich begründete Verlängerung der Anwesenheitspflicht, um die Nacharbeit von nicht gehaltenem Unterricht in einem unüberschaubaren Zeitraum, um die Missachtung der Rechte von Teilzeitkräften oder um Verstöße gegen die Grundsätze der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Personalrat. In vertraulichen Gesprächen begegnet uns oft die Angst der Kolleg:innen vor Wutausbrüchen, Sanktionen oder Nachteilen beim Unterrichtseinsatz. Über Mobbing in Schulklassen, aber auch in Lehrerkollegien wird inzwischen oft gesprochen, während das Bossing eher ein Tabu-Thema ist. Solche Zustände sind mit einem guten und produktiven Arbeitsklima an einer Schule unvereinbar, was letztlich auch die erfolgreiche pädagogische Arbeit mit den Schüler:innen negativ beeinflusst.

Übergriffige Schulleitungen 

In diesem Zusammenhang empfehlen wir die Lektüre der an den Schulen leider wenig bekannten „Handlungsempfehlung zum toleranten und respektvollen Umgang“, die 2018 nach gründlichen Diskussionen des GPRS mit dem Staatlichen Schulamt vereinbart wurde. Sie setzt bei der Prävention an, sucht aber auch Auswege und benennt Zuständigkeiten und Ansprechpersonen bei schulintern nicht mehr lösbaren Konfliktfällen. 

Ausdrücklich bezieht sich die Handlungsempfehlung auch auf die „Grundsätze über Zusammenarbeit und Führung in der hessischen Landesverwaltung“. Dort wird die Aufgabe von Vorgesetzten zusammenfassend wie folgt beschrieben:

„Führungskräfte sorgen maßgeblich dafür, dass sich eine wertschätzende Führungskultur in den Organisationseinheiten etablieren kann Sie fordern einen gegenseitigen vertrauens- und respektvollen sowie wertschätzenden Umgang ein, leben diesen vor und fördern so eine positive Arbeitsatmosphäre.“ 

Da der volle Wortlaut der Richtlinie für alle Bereiche der Landesverwaltung ein lesenswertes Dokument ist, weisen wir auch auf die Möglichkeit zum Download hin: https://tinyurl.com/yc79az3d

Die Handlungsempfehlung beschreibt als wichtige Aufgabe von Schulleitungen, auch bei schulinternen Konflikten „auf das gemeinsame Ziel der kooperativen Konfliktlösung hinzuwirken, Konfliktparteien an einen Tisch zu bringen“ und „einen Konflikt als direkt Beteiligter konstruktiv auszutragen“.

Den vollen Wortlaut der Handlungsempfehlung für die Schulen im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis findet man auf der Homepage der GEW (www.gew-gg-mtk.de > Personalrat > Download oder auch unter dem Kurzlink https://tinyurl.com/ydxs2v38)

GPRS und GEW als Ansprechpartner

Der Gesamtpersonalrat hat wie jeder Schulpersonalrat die Aufgabe „Anregungen und Beschwerden von Beschäftigten entgegenzunehmen“ und dafür zu sorgen, „dass alle Angehörigen der Dienststelle nach Recht und Billigkeit behandelt werden“ (§ 60 und § 2 HPVG). Deshalb sehen wir es auch als unsere Aufgabe an, die „Handlungsempfehlung zum toleranten und respektvollen Umgang“ mit Leben zu füllen und an ihrer Umsetzung mitzuwirken. Wir halten sie für einen Maßstab für ein gelungenes Miteinander an Schulen und unterstützen gerne betroffene Kolleg:innen mit der gebotenen Vertraulichkeit. Wir können sicher keine Wunder bewirken, leisten aber nach Möglichkeit gerne einen Beitrag, dass man keine Angst vor der eigenen Schulleitung haben muss. Davon abgesehen sind Hinweise für die Arbeit der GEW-Fraktion im Gesamtpersonalrat wichtig, um einen Überblick über eine mögliche Ballung von Vorfällen an Schulen zu gewinnen, gerade wenn dort etwa überdurchschnittlich viele Versetzungsanträge gestellt werden. In diesem Sinne möchten wir eine kollegiale Vernetzung im Schulamtsbezirk fördern, wobei der Austausch mit den örtlichen Personalräten bedeutend ist. Es schadet sicher auch nicht, wenn Schulleitungen allgemein Kenntnis von dieser vernetzten Personalratsarbeit haben.

Und um auch daran keinen Zweifel zu lassen: GPRS und GEW sind auch Ansprechpartner und Interessenvertretung von Schulleiterinnen und Schulleitern. Sie wählen den Gesamtpersonalrat und haben genauso Anspruch auf Unterstützung. Fast immer kandidierten auch Schulleitungsmitglieder auf der Liste der GEW. Auch sie brauchen ein Sprachrohr und Unterstützung – auch gegenüber ihren Vorgesetzten und gegenüber dem Kultusministerium. Die GEW organsiert Veranstaltungen für Schulleiterinnen und Schulleiter, kooperiert mit den Interessenverbänden der Schulleitungen in Hessen (vgl. S.6) und hat gerade in den Kreisen Groß-Gerau und Main-Taunus über mehr als 20 Jahre einen eigenen Arbeitskreis für Schulleitungen organisiert. Leider ist er aufgrund der Arbeitsbelastungen bei allen Beteiligten „eingeschlafen“. 

Die Rechtsberatung der GEW

Bei den beschriebenen Konflikten zwischen Lehrkräften und Schulleitungen geht es oft im Wesentlichen um Kommunikationsprobleme. Seltener berühren sie Rechtsfragen, die einen Hebel böten, den man einfach umlegen kann, um einen Konflikt mit der Schulleitung zu lösen. Bei einer Zuspitzung der Konflikte, insbesondere wenn auch disziplinarische Maßnahmen angekündigt werden, sollten GEW-Mitglieder auf jeden Fall auch die Rechtsberatung und bei Bedarf auch den Rechtsschutz der GEW in Anspruch nehmen.

Mehr dazu und die Ansprechpersonen in den GEW-Kreisverbänden Groß-Gerau und Main-Taunus findet man hier: www.gew-gg-mtk.de > Recht > Rechtsberatung

Auch wenn es für viele alltägliche und spezifische Konflikte in Schulen eben keine dezidierte Rechtsgrundlage gibt, können entsprechende Kenntnisse nichts schaden. Von besonderer Bedeutung für das Verhältnis Schulleitung – Kollegium ist die Dienstordnung für Schulleitungen, Lehrkräfte und sozialpädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Schulen. In der HLZ 9-10/ 2025 hat Harald Freiling aus seiner Erfahrung als Rechtsberater in den Kreisen Groß-Gerau und Main-Taunus einige lesenswerte Beispiele zusammengestellt, die zeigen, dass die Dienstordnung eben nicht nur die Pflichten der Lehrkräfte formuliert, sondern auch deren Rechte: Wie steht es mit unangekündigten Unterrichtsbesuchen? Kann die Schulleitung zusätzliche Anwesenheitszeiten festlegen? Wo sind die Grenzen für Mehrarbeit oder für die Übertragung besonderer Aufgaben? 
Den Artikel findet man jetzt auch auf unserer Internetseite www.gew-gg-mtk.de > Recht > Themen. Download

Robert Hottinger

Robert Hottinger ist Mitglied im Vorsitzendenteam des GEW-Kreisverbands Groß-Gerau und Gewerkschaftsbeauftragter der GEW im GPRS.

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Archiv 2023 bis 2025 Rechtsthemen
news-510 Sat, 06 Dec 2025 12:03:00 +0100 Fehlzeiten der Lehrkräfte (FLiS) https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/fehlzeiten-der-lehrkraefte-flis Vor der Weiterleitung der Fehlzeiten an das Schulamt erhalten Lehrkräfte Einsicht in ihre Daten Individuelle Fehlzeiten einsehen 

Seit 2022 werden die Fehlzeiten von Lehrkräften im Programm FLiS (Fehlzeiten Lehrkräfte in Schulen) gesammelt. Zuständig dafür ist die jeweilige Schulleitung. In FLiS werden Fehlzeiten in drei Kategorien gesammelt:

  • Krank mit/ohne Attest
  • Kind krank
  • Unerlaubtes Fernbleiben

Die in der Jahresmeldung früher enthaltenen Daten über Dienstbefreiungen, Teilnahme an Fortbildungen, Klassenfahrten, Praktikumsbesuche etc. werden in FLiS nicht erfasst und entfallen daher in der Jahresmeldung. Zuletzt traten häufiger Personalräte an uns heran, die gefragt haben, ob die eingetragenen Fehlzeiten nicht mehr von den Lehrkräften gegengezeichnet werden müssen. Wir sind uns mit dem Schulamt einig, dass dies weiterhin geschehen muss, damit Fehleintragungen korrigiert werden bevor die Jahresmeldung Ende Januar an das Schulamt erfolgt.

In der Anlage 2 zum FLiS-Erlass vom 19.10.2022  (Musterbrief an die Lehrkräfte zur Einführung von FLiS) heißt es wörtlich: „Vor dem Erstellen der Jahresmeldung im Monat Januar erhalten Sie von Ihrer Schulleitung eine Übersicht der über Sie erfassten Abwesenheiten innerhalb des jeweiligen Kalenderjahres zur Prüfung ausgehändigt.“

 

Anlagen zum Download:

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Archiv 2023 bis 2025 Rechtsthemen Aktuell
news-502 Sat, 06 Dec 2025 07:29:00 +0100 Treffen der Startchancenschulen- Personalräte https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/treffen-der-startchancenschulen-personalraete am 29.1.26 von 15-17 Uhr in der Aula der Karl-Treutel-Schule Kelsterbach Die Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus laden alle Personalräte und Startchancen- Beauftragte der Schulen zu einem Treffen ein

 

Das Startchancen-Programm ist eines der größten Bildungsprogramme in der Geschichte der Bundesrepublik. Zahlreiche Schulen in unserem Schulamtsbezirk sind ausgewählt worden und bekommen Fördergelder. Damit ein solches Programm Erfolg haben kann, ist es unserer Meinung nach wichtig, dass in den beteiligten Schulen eine transparente Diskussion um Ziele und Entscheidungen geführt wird. Zahlreiche Fragen stellen sich in der konkreten Umsetzung.

Die GEW hält einen Austausch auf Ebene der Personalräte und Kollegien der beteiligten Schulen für unerlässlich. Wir konnten mit Stefan Edelmann den stellvertretenden Vorsitzenden des Hauptpersonalrates als Vortragenden gewinnen.

 

Treffen der Personalräte der Startchancen-Schulen im Schulamtsbezirk GG/MTK

 

am 29.1.26

 

von 15-17 Uhr

 

in der Aula der Karl-Treutel-Schule

 

Friedensstr.2

 

65451 Kelsterbach

 

 

Nach §39 HPVG ist Personalratsmitgliedern für die Teilnahme an Schulungs- und Bildungsveranstaltungen, die der Personalratsarbeit dienen, auf Antrag die erforderliche Dienstbefreiung unter Fortzahlung der Dienstbezüge oder des Arbeitsentgeltes zu gewähren.

Da im Rahmen des Programms auch von jeder Schule eine Person außerhalb der Schulleitung als Startchancen-Beauftragte benannt werden soll, sind diese natürlich ebenfalls herzlich willkommen.

 

Über eine kurze Rückmeldung zur Teilnahme unter info@gew-gg-mtk.de würden wir uns freuen, spontane Teilnahme ist aber möglich.

 

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Aktuell
news-508 Tue, 25 Nov 2025 20:23:00 +0100 Zusammen gegen den Sparzwang https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/zusammen-gegen-den-sparzwang Personalräte des Kreises Groß-Gerau schreiben einen Brief an die Landtagsabgeordneten des Kreises Das Vorsitzendenteam des KV der GEW Groß-Gerau hat die Anfrage, die von den Personalräten der Schulen unterstützt wird,  an die für unseren Kreis zuständigen Landtagsabgeordneten Sabine Bächle-Scholz (CDU), Ines Claus (CDU), Kerstin Geis (SPD), Nina Eisenhardt (Grüne) und Oliver Strirböck (FDP) gerichtet.
 
Umgehend haben Frau Eisenhardt (Grüne) und Herr Stirböck (FDP) auf unsere Anfrage geantwortet und ihre Unterstützung der von uns formulierten Positionen im Landtag zugesagt. Eine Antwort aus den Reihen der CDU und SPD steht bis zum 26.11.25 aus.

Darin weisen wir auf folgende Punkte hin:

  1. Verlässliche Planung statt kurzfristiger Sparzwänge
    Bildung braucht stabile, langfristige Investitionen – unabhängig von kurzfristigen Haushaltslagen.
  2. Mehr Wertschätzung für Beschäftigte
    Pädagogische Fachkräfte leisten täglich wertvolle Arbeit. Arbeitsverdichtung, übergroße Klassen oder Gruppen sowie Fachkräftemangel gefährden Unterrichts- und Betreuungsqualität. Eine faire Bezahlung, gute Ausbildung und verlässliche Strukturen sind unerlässlich.
  3. Infrastruktur und Ausstattung als Standortfaktor
    Moderne, gut ausgestattete Kitas und Schulen sind kein Luxus – sondern Voraussetzung dafür, Kinder und Jugendliche auf die herausfordernde Zukunft vorzubereiten. Investitionen in die Gebäude der Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen sind dringend erforderlich.

Hier das gesamte Schreiben als Download

 

Inzwischen liegen erste Reaktionen aus dem Landtag vor:

Download: PDF appell-reaktionen.pdf

 

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Archiv 2023 bis 2025 Aktuell
news-507 Sat, 08 Nov 2025 20:23:22 +0100 Kaskadenaufstieg https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/kaskadenaufstieg Aufstiegsmöglichkeiten von Lehrkräfte in den niedrigen Entgeltgruppen Der TV EGO-L-H sieht eine Höhergruppierung nach drei, vier und fünf Jahren in der Tätigkeit als Lehrkraft im Schuldienst für die unteren Entgeltgruppen unter bestimmten Bedingungen vor. Dies betrifft Beschäftigte ohne Hochschulabschluss und Beschäftigte mit Hochschulabschluss aber ohne Fachbezug. Unter Berücksichtigung von Beschäftigungsdauer, Fortbildungen und evtl. Schulleitungsgutachten kann die Eingruppierung in mehreren Schritten in Form einer "Aufstiegskaskade" um bis zu drei Entgeltgruppen verbessert werden.

Nähere Informationen können in der zum Download bereitgestellten Information für Schulleitungen, Personalräte und Beschäftigte nachgelesen werden.

Für Rückfragen steht die Rechtsberatung der GEW Groß-Gerau und Main-Taunus in Wahrnehmung der Interessen ihrer Mitglieder zur Verfügung: freiling.hlz@t-online.de oder info@gew-gg-mtk.de

Download: Information zum Kaskadenaufstieg für Schulleitungen, Personalräte und Beschäftigte

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news-506 Tue, 04 Nov 2025 11:51:00 +0100 Zuviel ist zuviel https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/zuviel-ist-zuviel Kampagne der GEW gegen zu viele Vertretungsstunden Vor knapp einem Jahr hat der Hauptpersonalrat (HPRS) dem Hessischen Kultusministerium (HMKB) den Entwurf zu einer Dienstvereinbarung vorgelegt, der die Rahmenbedingungen einer Erfassung der Arbeitszeit festlegt. Die GEW fordert schon seit langem, dass die gesetzlich vorgeschriebene Erfassung der Arbeitszeit auch für Lehrkräfte erfolgt. Alle aktuellen Studien belegen, dass Lehrkräfte über die Maßen belastet sind. Unbezahlte und nicht ausgeglichene Mehrarbeit ist in den Schulen in Hessen längst Alltag geworden: Vertretungsstunden, zusätzliche Aufgaben, außerunterrichtliche Verpflichtungen – vieles davon wird geleistet, ohne dass zwingende dienstliche Gründe benannt oder Ausgleichsansprüche beachtet werden.

Überstunden im Visier

„Zuviel ist zuviel“: Mit dieser Kampagne nimmt die GEW Hessen die „normalen“ Vertretungsstunden ins Visier und verweist auf deren Begrenzung in § 61 des Hessischen Beamtengesetzes (HBG). Danach sind verbeamtete Lehrkräfte und im Rahmen von § 44 TVH auch die vollzeitbeschäftigten Lehrkräfte im Ange tun“, doch gilt dies ausdrücklich nur, „wenn zwingende dienstliche Verhältnisse es erfordern“. Für Lehrkräfte wird die Verpflichtung auf drei Unterrichtsstunden umgerechnet, für Teilzeitbeschäftigte anteilig. Wird dieses Maß überschritten, sind alle geleisteten Mehrarbeitsstunden in Freizeit auszugleichen oder zu vergüten.

Zwingende dienstliche Verhältnisse

„Zwingende dienstliche Verhältnisse“ müssen gut begründet sein und die Gründe müssen auch dargelegt werden.  Längerfristig vorhersehbare Fehlzeiten von Kolleginnen und Kollegen können genauso wenig gemeint sein wie Vertretungsbedarfe, die anderweitig abgedeckt werden können, z.B. aus VSS-Mitteln. Auf Nachfrage des Gesamtpersonalrates hat das Schulamt wiederholt darauf hingewiesen, dass VSS-Mittel aufgestockt werden können, falls sie in einer Schule bereits ausgeschöpft sein sollten. Es ist insbesondere ausgeschlossen, dass solche „zwingenden dienstlichen Verhältnisse“ immer gegeben sind und Mehrarbeit strukturell im Stundenplan etabliert und vorausgesetzt wird. Zwingende dienstliche Gründe könnten beispielsweise bei einer Grippewelle gegeben sein oder anderen nicht vorhersehbaren Ereignissen, nicht aber bei normalen Krankheitsquoten oder Fehlzeiten. 

Gegen die systematische und letztliche gesundheitsschädliche Ausweitung von Mehrarbeit wendet sich unsere Kampagne „Zuviel ist zuviel“, die die Betroffenen auffordert, die Mehrarbeit zu dokumentieren, individuell begründen zu lassen und notfalls anzuzeigen. 

Diese Kampagne soll nicht möglichst viele Klagen produzieren. Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die aktuelle Praxis weder selbstverständlich noch rechtlich haltbar ist. Durch die Anzeige struktureller Zuvielarbeit machen wir deutlich,

  • dass § 61 HBG ein Schutzrecht ist – kein Freibrief zur Mehrbelastung,
  • dass Mehrarbeit dokumentiert und begründet werden muss und
  • dass strukturelle Mängel nicht auf unserem Rücken ausgetragen werden dürfen.

Was kannst du tun?

  • Mehrarbeit dokumentieren: Notiere regelmäßig deine Vertretungsstunden und Zusatzbelastungen. Das gibt dir einen Überblick und stärkt deine Position.

Nutze den Antrag auf Anzeige struktureller Zuvielarbeit. Du kannst ihn auf unserer Seite herunterladen oder über die E-Mail-Adresse der GEW-Kreisverbände anfordern: info@gew-gg-mtk.de

 

Download Anzeige struktureller Mehrarbeit

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