GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Wed, 21 Aug 2019 00:52:33 +0200 Wed, 21 Aug 2019 00:52:33 +0200 TYPO3 EXT:news news-247 Wed, 18 Sep 2019 15:52:00 +0200 Treffen der UBUS-Kräfte https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/247-treffen-der-ubus-kraefte/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=877d3cbf747902f5228ee13bd8d9e9e5 Mittwoch, 18. September 2019 | Kelsterbach UBUS im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis Liebe Kollegin, lieber Kollege!

Hiermit möchten wir Sie wie angekündigt zu einem weiteren Treffen der UBUS-Kräfte an den Schulen im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis einladen.

Treffen der UBUS-Kräfte der Schulen im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis
am Mittwoch, dem 18. September 2019, von 17.00 bis 19.00 Uhr, Karl-Treutel-Schule in Kelsterbach, Friedensstraße 2, Nähe S-Bahnstation Kelsterbach


Anfahrt mit dem Auto über die Waldstraße in die Friedensstraße.
Anfahrt mit der S-Bahn: Von der S-Bahn-Station Kelsterbach (S 8 und S9) vom Bahnsteig in der Unterführung rechts auf die Mörfelder Straße, nach 300 Metern rechts in die Friedensstraße­­.


Als aktuelle Themen haben wir vorgesehen:

  • Informationen der GEW zum neuen Tarifvertrag und zu Eingruppierungsfragen
  • Erfahrungsaustausch (Fortbildungen, Arbeitszeitregelungen, Arbeitsbedingungen, Zusammenarbeit in den Kollegien u.a.)
  • Neuwahl der Schulpersonalräte im Mai 2020

Eine förmliche Anmeldung ist nicht erforderlich, aber Sie erleichtern uns die Vorbereitung, wenn Sie mir Ihre Teilnahme mit einer Mail bestätigen: freiling.hlz@t-online.de

Bitte geben Sie die Einladung an Ihnen bekannte UBUS-Kräfte an anderen Schulen weiter, insbesondere an die Kolleginnen und Kollegen, die nach dem letzten Treffen im Februar  eingestellt wurden oder davon noch nichts erfahren haben.

Alle Kolleginnen und Kollegen, die sich noch nicht bei uns gemeldet haben, können sich in unseren Verteiler eintragen lassen:

  • Schreiben Sie einfach eine E-Mail an: freiling.hlz@t-online.de.

Selbstverständlich können Sie jederzeit wieder aus dem Verteiler herausgenommen werden. Auch hier reicht eine einfache E-Mail an diese Adresse. Die GEW verpflichtet sich, die Adresse nicht weiterzugeben. Sammelmails werden nur als Blind-Copy versandt.

Mit kollegialen Grüßen

im Auftrag
gez. Harald Freiling
GEW-Kreisverband Groß-Gerau, GEW-Kreisvorsitzender
freiling.hlz@t-online.de


Einladung als pdf:

Welche Punkte sind wichtig für UBUS-Kräfte? Siehe hierzu: Artikel vom 26.11.2018 

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Aktuell
news-245 Sun, 11 Aug 2019 14:17:00 +0200 24. Bildungstag https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/245-24-bildungstag/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1a5fbbd95dfb57fa3f410131eaed81eb Samstag, 26. Oktober 2019 | Rüsselsheim GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus Einführender Vortrag

von Karl W. Hoffmann 1. Vorsitzender des Verbandes Deutscher Schulgeographen

Fridays-for-Future-Workshop von SchülerInnen und
14 Arbeitsgruppen mit vielfältigen Anregungen für den schulischen Alltag

Eine Anmeldung ist erforderlich: Bitte senden Sie diese ausschließlich per Mail an den GEWKreisverband Groß-Gerau: bildungstag@gew-gg-mtk.de
Bitte geben Sie die gewünschte Arbeitsgruppe und eine Zweitwahl an. Sie erhalten eine Bestätigung. Außerdem werden wir Sie benachrichtigen,  wenn die gewünschte Arbeitsgruppe nicht zustande kommt oder bereits ausgebucht ist.
 

Tag der Nachhaltigkeit

Der jährliche Bildungstag der GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus ist ein fester Treffpunkt für Pädagoginnenund Pädagogen in Schulen, Kitas und anderen Bildungseinrichtungen, Eltern, Schülerinnen und Schüler und die bildungspolitisch interessierte Öffentlichkeit. Er dient der Fortbildung, dem Austausch und der Vernetzung.
Rekordsommer, Wetterextreme, Dieselskandal und der zweifelhafte Titel der Deutschen als Verpackungsmüllmeister Europas stimmen viele  Menschen nachdenklich. Die Folgen dieser Entwicklungen sind weltweit zu spüren, auch in unserer Region. Noch immer gibt es populistische Stimmen, die den menschengemachten Charakter des Klimawandels bestreiten. Als „Tag der Nachhaltigkeit“ widmet sich der 24. Bildungstag der GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Das insgesamt wenig nachhaltige Verhalten der Konsumgesellschaft wirft Fragen nach globaler Gerechtigkeit auf, nach fairem Umgang mit  wirtschaftlich weniger entwickelten Ländern, nach der Generationengerechtigkeit, die den jungen Menschen eine lebenswerte Umwelt hinterlässt. Die Fridays-for-Future-Bewegung legt eindrucksvoll den Finger in diese Wunde. Deshalb ist es nur konsequent, dass neben 14 anderen  Arbeitsgruppen Schülerinnen und Schüler am Tag der Nachhaltigkeit auch einen Workshop zu ihren Anliegen und Aktionen anbieten.
Als Veranstaltungsort ist die IKS Rüsselsheim mit ihrem Bienenvolk und dem Schulteich als zertifizierte Umweltschule besonders geeignet. Die  Verköstigung wird vom Team der Berufsfachschule der Werner-Heisenberg-Schule Rüsselsheim mit ihren Auszubildenden nachhaltig organisiert

 Unser Referent

Als Referenten konnten wir Karl W. Hoffmann gewinnen. Er ist erster Vorsitzender des Verbandes Deutscher Schulgeographen, Autor zahlreicher Fachpublikationen, Lehrbeauftragter am Geographischen Institut der Universität Mainz (derzeit ruhend) und Leiter des Studienseminars für das Lehramt an Gymnasien in Speyer.
Seine Publikationen zur Geographiedidaktik befassen sich unter anderem mit den Themen Bildung für nachhaltige Entwicklung, Megacitys,  Entwicklungsländer, Reflexionen zu europäischen Afrikabildern, Armutsbekämpfung durch Vergabe von Mikrokrediten oder Wasserkonflikte  zwischen Tourismus und Landwirtschaft (1). In einer Stellungnahme seines Verbandes vom 3. April 2019 erklärte Karl Hoffmann zur aktuellen  Klimadebatte, „dass sich einzelne Medienberichterstatter und vor allem die Politik offenkundig nicht die Mühe machen, zum Thema Klimawandel  gründlich zu recherchieren, welche wissenschaftlichen und bildungsorientierten Institutionen sich dem Thema Klimawandel seit Jahrzehnten  zuwenden und mit welcher Intensität sie dies tun. (…) Die deutschsprachige Geographie hat in diesem Zusammenhang unzählige Beiträge in  Forschung und Bildung geliefert, die eine sachorientierte, somit differenzierte Betrachtung des Klimawandels ermöglichen (…). Der Ruf, mehr  Klimawandel/Klimaschutz in den Unterricht zu bringen, lenkt von der Untätigkeit der Politik ab. Wie soll man Schülerinnen und Schüler zum Handeln  motivieren, wenn sie gleichzeitig sehen, dass der politische Wille fehlt, die Klimaziele zu erreichen?“
www.erdkunde.com

(1)  www.blogs.unimainz.de/fb09

Geplante Arbeitsgruppen des 24. Bildungstages

AG 1 Das erweiterte Viereck der Nachhaltigkeit – ein Denk- und Arbeitswerkzeug für Schülerinnen und Schüler
Die AG zeigt, dass Nachhaltigkeit als Basiskonzept, als „Grammatik“ des Schulfaches Geographie verstanden werden kann. Basiskonzepte sind  grundlegende und für Lernende nachvollziehbare Erklärungsansätze und Leitideen des fachlichen Denkens, die sich in unterschiedlichen  geographischen Sachverhalten immer wiederfinden lassen. Das Denken in Fachkonzepten wird demzufolge bewusster in das unterrichtliche  Handeln eingebunden. Sind Basiskonzepte etwas Neues? Die Antwort ist eigentlich: Nein, doch bisher wurde den Schülerinnen und Schülern dieses Fachverständnis kaum transparent gemacht. Entlang von Unterrichtsbeispielen soll im Sinn einer vertikalen Anbahnung der Aufbau von tragfähigen Wissensnetzen (im Gegensatz zu „Haben wir nie gemacht“) aufgezeigt und diskutiert werden.
Leitung: Karl W. Hoffmann, 1. Vorsitzender des Verbandes der
Deutschen Schulgeographen


AG 2 Schülerproteste gegen die Klimapolitik
Immer mehr Schülerinnen und Schüler gehen weltweit für mehr Klimaschutz auf die Straße. Ihrer Meinung nach tut die Politik zu wenig. Doch wie hat sich die Bewegung „Fridays for Future“ gegründet und wie ist sie organisiert? Die AG soll Einblicke in die Arbeit der Beteiligten geben,   Hintergründe darstellen und zeigen, wie man selbst eine Fridays-for-Future-Veranstaltung durchführt.
Leitung: Niklas Fitzek, Schulsprecher der  Immanuel-Kant-Schule Rüsselsheim, und Merve Baran,Organisatorin der Fridays-for-Future- Bewegung Rüsselsheim


AG 3 Mehr drin als man denkt – Chemische Trennverfahren mit Lebensmitteln
Die Einheit ist geeignet für den Chemie-Anfangsunterricht oder den Naturwissenschaftsunterricht. Schülerinnen und Schüler werden durch die  chemischen Trennverfahren begleitet und entdecken mit spannenden Experimenten die Inhaltsstoffe in Lebensmitteln. Die Teilnehmerinnen und  Teilnehmer des Workshops haben die Gelegenheit, die Experimente zu erproben und praktische Tipps zum Handling zu erfahren. Martin Einsiedel  ist Autor in der Reihe „Natur und Technik“ des Cornelsen-Verlages.
Leitung: Martin Einsiedel, Alexander-von-Humboldt-Schule Rüsselsheim


AG 4 Naturküche im Herbst – Springkraut und Eicheln
Bei einer Exkursion lernen wir herbstliche Wildkräuter, die Grundlagen der Verarbeitung von Eicheln und pflanzliche Neubürger wie Indisches  Springkraut und Mahonie kennen und verarbeiten sie zu leckeren Gerichten.
Leitung: Peter Becker, Wildkräuter-Werkstatt, Wiesbaden


AG 5 Nachhaltige Projekte an Schulen
Wie lassen sich Umweltthemen im Unterricht oder in Projekten umsetzen? Schulen, die sich in verschiedenen nachhaltigen Projekten engagieren,  können das hessische Zertifikat „Umweltschule“ erlangen und sich im Sinne der BNE weiterentwickeln. Neben der Gestaltung des Schulgeländes  sind auch Klimaschutz und Ernährung mögliche Themen.
Leitung: Volker Kalbhenn, Heinrich-von-Kleist-Schule Eschborn


AG 6 Vom Wissen zum Tun
Fridays for Future, Rezo, Europawahl...: Junge Menschen in unserem Land fordern, dass endlich gehandelt werden muss, damit das Klima nicht  kippt, aber KEINER macht etwas. Wer muss denn jetzt handeln? Die Politik? Die Unternehmen? Die Gesellschaft? Jeder? Warum klappt das nicht? In diesem Workshop wollen wir die Lücke zwischen Wissen und Handeln erkunden und uns überlegen, was passieren muss, damit die Lücke  geschlossen werden kann. Wie kann man den Mut haben, sich selbst und Menschen in direkter Umgebung dazu zu bringen, etwas zu verändern.  Wie können Projekte angestoßen und wie kann zum Handeln animiert werden? Projekte von Schülerinnen und Schülern werden kurz vorgestellt  und es soll diskutiert werden, welche Rolle Schule dabei spielt.
Leitung: Gabriele Apel, Berufliches Gymnasium der Beruflichen Schulen Groß-Gerau, Schwerpunkt Umwelttechnik/Umweltökonomie


AG 7 Zero Waste: Lernwerkstatt „Plastikfrei“
Plastik ist in aller Munde – nicht nur im übertragenen Sinn … In Form einer Lernwerkstatt werden verschiedene Aspekte unseres Plastikkonsums  aufgegriffen, Alternativen vorgestellt und in die Praxis umgesetzt. Gemeinsam entwickeln wir Ideen, wie das allgegenwärtige Plastik und ein  nachhaltiger Umgang damit in Unterricht und Schulalltag thematisiert werden kann.
Leitung: Kaya Klein, Umweltlernen in Frankfurt e.V.


AG 8 Die ReMida: Vom Verbrauchen zum Gebrauchen
Die ReMida Frankfurt ist eine kreative Recyclingwerkstatt nach dem Konzept der Reggio-Pädagogik. Hier werden Materialien, die in Industrie,  Handwerk und Haushalten „abfallen“, gesammelt und ansprechend präsentiert. Vermeintlich wertlose Dinge laden so als nicht strukturiertes und  bedeutungsoffenes Material kleine und große Menschen zum Staunen und Entdecken, zum Ausprobieren und Gestalten ein. Zudem wird das  Prinzip „Vom Verbrauchen zum Gebrauchen“ praktisch erfahrbar gemacht. Das Konzept der ReMida kann man schlecht erklären - man muss es  selbst ausprobieren! Im Workshop wollen wir Dinge und Materialien aus der ReMida kennen lernen, gemeinsam damit kreativ werden und eigene  praktische Erfahrungen machen.
Leitung: Kirsten Allendorf und Katja Bühring Uhle, Umweltpädagoginnen und Referentinnen für BNE, Verein KreaRe, ReMida Frankfurt

AG 9 Fair-Trade-Mode und -Produkte im Modellunternehmen
Unter dem Namen „StoffweXel“ haben Schülerinnen und Schüler mehrerer Berufsfachschulklassen jahrelang weitgehend eigenverantwortlich einen  realen Laden geführt. Stand zunächst noch fair produzierte Mode im Vordergrund des Sortiments, so wurde dieses im Laufe der Zeit um weitere  nachhaltige Produkte (Schokolade, Kaffee, Tee, Cola…) erweitert. Für diese Arbeit wurde der Schule in Gelnhausen dreimal der UNESCO-Preis für  nachhaltige Bildung verliehen. In dem Workshop will der Initiator Robert Elbe auf die Entstehungsbedingungen des Schülerunternehmens und die  dahintersteckenden pädagogischen Ideen eingehen. Vertiefende Fragen, aber auch eigene Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen zur Sprache kommen.
Leitung: Robert Elbe, StD a. D., Offenbach


AG 10 Personalratsarbeit: Wäre das auch was für mich?
Im Mai 2020 werden in allen Schulen neue Personalräte gewählt: Zeit, sich schon jetzt Gedanken zu machen, wer die Arbeit der Kolleginnen und  Kollegen fortsetzen wird, die nicht mehr kandidieren wollen oder können. Die AG vermittelt Informationen über die Aufgaben des Schulpersonalrats  und erklärt, warum Personalratsarbeit auch Spaß machen kann. Auch Kolleginnen und Kollegen, die bereits einem Personalrat angehören, sind  herzlich eingeladen, ihre Erfahrungen weiterzugeben und Fragen aus der aktuellen Arbeit einzubringen.
Leitung: Harald Freiling, Kreisvorsitzender und Rechtsberater des GEW-Kreisverbands Groß-Gerau


AG 11 Die Kommunikation mit mobilen digitalen Geräten in der Grundschule
Grundschulkinder verbringen heute bereits einen großen Teil ihrer Freizeit selbstständig mit Smartphone, Tablet und Spielkonsolen. Die Mehrzahl  bisheriger pädagogischer Angebote ist auf Jugendliche zugeschnitten und passt nur bedingt auf die Bedürfnisse von Kindern. Der  Medienwissenschaftler Jörg Astheimer arbeitet mit Grundschulen in unserer Region und gibt Empfehlungen zur Vermittlung eines sicheren und  sorgsamen Umgangs mit digitalen Medien im Unterricht und für die Elternarbeit (Infos unter: www.sixdegrees-media.de).
Leitung: Dr. Jörg Astheimer, Medienwissenschaftler, Dipl.-Soziologe


AG 12 Rhythmus mit Eimer, Flasche und Co
Gemeinsames Tun steht im Vordergrund, für die Schüler und Schülerinnen im Unterricht, aber auch für den Workshop beim Bildungstag.  Verschiedene „Rhythmusinstrumente“ kommen zum Einsatz. Es werden Möglichkeiten der Hinführung aufgezeigt, Übungsformen erklärt und  kleinere Stücke erarbeitet. Alle Aktivitäten sind in der Grundschule inhaltlich erprobt.
Leitung: Tine Böhnke, Musiklehrerin, Waldenser Schule Mörfelden-Walldorf

AG 13 Meditieren
Bis auf die (kurzen) Gesprächsrunden werden wir diesen Workshop im Schweigen verbringen. Die Meditation, wie wir sie üben werden, ist  methodisch mit der Vipassana-Meditation verwandt. Sie hilft uns in einer achtsamen, gelassenen und liebevollen Haltung bei uns selbst, mit all dem,  was gerade da ist, anzukommen und zu verweilen. Die Stille, in der wir überwiegend während dieses Workshops verweilen, trägt dazu bei,  die erreichte Sammlung zu halten und zu vertiefen. Der Workshop beinhaltet Sitzmeditation (mit Anleitung), Gehmeditation, gemeinsames,  achtsames Mittagessen im Schweigen (falls möglich), Information über Meditation und Austausch auch über die Möglichkeiten, diese mit dem  (Schul-)Alltag zu verbinden. Bitte bequeme Kleidung mitbringen!
Leitung: Nils Dräger, Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim


AG 14 Zu hoch, zu tief, zu leise?
Viele Faktoren führen dazu, dass wir im Alltag nicht die Durchsetzungskraft haben, die wir möchten. Das fehlende Bewusstsein für die eigene  Stimme, die dadurch auftretenden Blockaden in Stresssituationen (zitternde Stimme, mangelnde Verständlichkeit) und der damit verbundene Verlust  der Glaubwürdigkeit führen oft dazu, dass der erwartete Erfolg im Beruf oder im privaten Bereich ausbleibt. „Lassen Sie sich stimmen“ und  erfahren Sie, welche neuen Möglichkeiten ein Sprechtraining eröffnet! Julia Breckheimer entwickelte nach ihrem Studium im Bereich Schauspiel und  Gesang an der Universität der Künste Berlin ein Konzept, das die Stimme, den Ausdruck und die Präsenz zu einer Einheit werden und sich individuell und ganzkörperbezogen erfahren lässt.
Leitung: Julia Breckheimer, Trainerin für Firmen und Schulen im Rhein-Main-Gebiet, aktiv als Sprecherin, Schauspielerin und Stimmtherapeutin


AG 15 Drucken
In diesem Workshop experimentieren wir mit verschiedenen Drucktechniken und lassen unserer Kreativität freien Lauf. Von Tapedruck über  Monotypien und Materialdrucken bis zu Radierungen auf Rhenolan oder Tetrapack, alles kann ausprobiert und auch kombiniert werden. Wir  arbeiten mit wasserlöslichen Farben. Neugierige Anfänger sowie schon Druckerfahrene, alle sind willkommen!
Leitung: Veronika Weingärtner, Künstlerin, Mainz

Tagungsablauf

ab 9 Uhr      Beginn mit einem gemeinsamen Frühstück
10 Uhr         Begrüßung und Vortrag Karl W. Hoffmann: Das Konzept der Nachhaltigkeit als Grundlage und Reflexionsrahmen schulischen Lernens
11.30 bis 15 Uhr     Workshops mit integrierter Mittagspause
15 Uhr bis 16 Uhr   Erfahrungsaustausch und Gespräche bei Kaffee und Kuchen


Eine Anmeldung ist erforderlich:
Bitte senden Sie diese ausschließlich per Mail an den GEWKreisverband Groß-Gerau:
bildungstag@gew-gg-mtk.de
Bitte geben Sie die gewünschte Arbeitsgruppe und eine Zweitwahl an. Sie erhalten eine Bestätigung. Außerdem werden wir Sie benachrichtigen,  wenn die gewünschte Arbeitsgruppe nicht zustande kommt oder bereits ausgebucht ist.


Kinderbetreuung
Ab 9.30 Uhr wird eine Kinderbetreuung angeboten. Wenn Sie diese wünschen, geben Sie dies bitte mit dem Alter des Kindes bei Ihrer Anmeldung  an.


Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro bzw. 5 Euro für GEWMitglieder. Kaffee sowie Frühstück und Mittagessen sind eingeschlossen. Schülerinnen,  Schüler und Studierende sind frei.


Akkreditierung
Der Bildungstag ist durch das Hessische Kultusministerium unter der Angebotsnummer LA 01996640 als Fortbildungsveranstaltung für hessische  Lehrkräfte akkreditiert (1 Fortbildungstag).


Anfahrt
Immanuel-Kant-Schule Rüsselsheim
Eingang: Evreuxring 25.


Öffentliche Verkehrsmittel:
von Frankfurt S8 und S9, von Wiesbaden S9 oder von Mainz S8 zunächst bis Rüsselsheim Bahnhof, dann mit den Buslinien 41,42 und 52 bis zur  Haltestelle Kant-Gymnasium

Anfahrt mit dem Pkw:
Über die A60 (Abfahrt Rüsselsheim-Königstädten), über Adam- Opel-Straße Richtung Innenstadt, Großsporthalle oder von MZ/WI über die B43, dann Kurt-Schumacher-Ring bis Evreuxring;
Parkmöglichkeiten: vor der Großsporthalle und in der Maxvon- Laue-Straße (nördliche Parallelstraße)


Das vollständige Programm finden Sie in den Programmflyern, die unmittelbar nach den Sommerferien in allen Schulen ausliegen.

Programmflyer

 

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Aktuell
news-244 Sun, 30 Jun 2019 15:52:23 +0200 UBUS-Evaluationsbogen https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/244-ubus-evaluationsbogen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4ca0d5e2d4493b44c54a330989c23148 GEW-Informationen für UBUS-Kräfte im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis Das Hessische Kultusministerium (HKM) hat schon vor mehreren Wochen - wie in unseren GEW-Informationen für UBUS-Kräfte und in der HLZ berichtet - gegenüber dem Hauptpersonalrat erklärt, dass es keine zentrale Auswertung der ausgefüllten UBUS-Evaluationsbogen geben wird. Dabei ging es sowohl um datenschutzrechtliche Aspekte, vor allem aber um die Vorgaben des Hessischen Personalvertretungsgesetzes (HPVG), dass eine solche landesweite Erhebung ein Mitbestimmungsverfahren mit dem Hauptpersonalrat erforderlich gemacht hätte. Ein solches Mitbestimmungsverfahren hat jedoch nicht stattgefunden.

Das HKM hat aber versäumt, die Schulen bzw. die Staatlichen Schulämter zu informieren. Deshalb hat das Staatliche Schulamt per Mail am 18.6. noch einmal an den Abgabetermin für die Evaluationsbögen erinnert.

Mit einem am 25.6. per Mail an die Staatlichen Schulämter versandten Erlass hat das HKM jetzt mitgeteilt, "dass aufgrund geltender Datenschutz-Bestimmungen in der DSGVO das Planungsraster zukünftig in der einzelnen Schule verbleibt und wie bisher zur schulinternen Evaluation herangezogen werden kann". Die bisher bei den Schulämtern eingegangenen Raster sind zu vernichten. Die Schulleitungen wurden inzwischen vom Schulamt über diese Weisung informiert. Es gibt somit auch keine dienstliche Verpflichtung durch das HKM, den Evaluationsbogen auszufüllen. Inwieweit es auch in Ihrem Sinn oder in Absprache mit der Schulleitung sinnvoll ist, die Arbeit schulintern nach dem ersten Jahr zu resümieren und auszuwerten, ist eine andere Sache.

Welche Punkte sind wichtig für UBUS-Kräfte? Siehe hierzu: Artikel vom 26.11.2018 

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Aktuell
news-234 Thu, 06 Jun 2019 13:50:24 +0200 Aktiv vor Ort https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/234-aktiv-vor-ort/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=76d5653e272e86957117c71189378474 Vertrauensleute an den Schulen Die Vertrauensleute an den Schulen sind das Salz in der Suppe der hessischen GEW. Sie sind die Menschen, die in die Kollegien tragen, was auf Landes-, Bezirks- und Kreisebene beschlossen wird, sie sind die eigentliche Gelenkstelle zwischen „Basis“ und „Funktionärinnen und Funktionären“. Doch es ist nicht leicht, an jeder hessischen Schule eine Ansprechperson zu finden, die die Probleme im Alltag, die Anregungen und die Kritik aus den Schulen weitergibt und die Materialien der GEW vor Ort verteilt. Aktive Menschen gehen in Pension, die Arbeitsbelastung ist überall hoch und der Zeitgeist hat sich geändert …

Die GEW wird deshalb in zwei Aktionswochen ab Mitte November direkt auf die Kollegien zugehen, um Menschen zu finden, die Lust haben, „aktiv vor Ort“ zu werden. Mitglieder der Kreisvorstände suchen das Gespräch mit interessierten Kolleginnen und Kollegen. Für das Gespräch bei einer Tasse Kaffee bringen sie nicht nur die Tassen, sondern auch weitere nützliche Materialien zu Fragen des Schulalltags mit, die sie gern auch an bereits aktive Vertrauensleute weitergeben. Danach sind weitere Treffen und Fortbildungen für die „Aktiven vor Ort“ geplant.

Auch die GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus wollen sich an dieser Kampagne beteiligen, um den Kontakt zu den Schulen weiter zu verbessern. Dabei können wir auf einer guten Grundlage aufbauen:

  • Schon jetzt haben wir einen sehr großen Mailverteiler, mit dem wir die GEW-Vertrauensleute und Personalräte regelmäßig mit Informationen versorgen.
  • Unsere regelmäßigen Treffen der GEW-Vertrauensleute und Personalräte und Schulungsveranstaltungen im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis sind sehr gut besucht.
  • Kolleginnen und Kollegen aus den GEW-Kreisvorständen und dem Gesamtpersonalrat sind in den Schulen ihrer Umgebung und in den unterschiedlichen Schulformen gut bekannt und verlässliche Ansprechpersonen.

Trotzdem können wir noch besser werden. Melden Sie sich bei uns,

  • wenn Sie das Gefühl haben, dass an Ihrer Schule von der GEW nur wenig zu hören und zu lesen ist und auch die Materialien der GEW nicht ankommen,
  • wenn Sie in den Verteiler aufgenommen werden wollen,
  • wenn Sie sich vorstellen können, vor Ort aktiv oder noch aktiver zu werden,
  • wenn Sie mehr über die Rechte wissen wollen, die Gewerkschaftsmitglieder im Betrieb bzw. in der Schule haben,
  • wenn Sie Anregungen haben, wie der Kontakt zwischen der GEW und den Kolleginnen und Kollegen vor Ort verbessert werden kann,
  • wenn Sie Kontakt mit Kreisvorstandsmitgliedern an Nachbarschulen oder Ihrer Schulform aufnehmen möchten oder
  • wenn Sie kritische Anregungen für unsere Arbeit haben, warum sich die GEW kümmern sollte …

Gern kommen wir auch zu Ihnen in die Schule: auf einen Kaffee nach dem Unterricht, zu Treffen von GEW-Mitgliedern, die an Ihrer Schule „aktiv vor Ort“ werden wollen, oder auch in eine Personalversammlung. Für Kolleginnen und Kollegen, die „aktiv vor Ort“ werden wollen, bringen wir nicht nur die Kaffeetasse mit, sondern auch Informationsmaterial der GEW zum Schulalltag und zum Schulrecht. Schicken Sie einfach zur ersten Kontaktaufnahme eine E-Mail an

freiling.hlz@t-online.de für den GEW-Kreisverband Groß-Gerau

andreas.staehler@t-online.de für den GEW-Kreisverband Main-Taunus

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Aktuell
news-226 Wed, 05 Jun 2019 15:13:26 +0200 Anträge auf Teilzeitarbeit und Beurlaubung https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/226-antraege-auf-teilzeitarbeit-und-beurlaubung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f76ee2ba3d20d7c8e6b4b43a8dc39524 Mitbestimmungspflichtig bei Ablehnung Aufgrund des Lehrkräftemangels ist davon auszugehen, dass Anträge auf Teilzeitarbeit und Beurlaubungen, für die keine familiären Gründe vorliegen (Kinder unter 18, Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger), vermehrt restriktiv behandelt werden. Das kann sowohl im Vorfeld zum Ausdruck gebracht werden („Sie brauchen einen solchen Antrag gar nicht stellen, er wird sowieso nicht genehmigt…“) als auch zu einer Ablehnung durch Schulleitung und Schulamt führen.

Wird einem solchen Antrag stattgegeben, muss keine Zustimmung des Personalrats eingeholt werden. Mitbestimmungspflichtig ist dagegen die Ablehnung eines solchen Antrags. Geregelt ist das im Hessischen Personalvertretungsgesetz (HPVG) und zwar in § 77 Abs.1 Punkt 1i) für Beamtinnen und Beamte und in § 77 Abs.1 Punkt 2f) für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Beabsichtigt die Dienststelle – im Schulbereich ist das in der Regel das Staatliche Schulamt – die Ablehnung eines solchen Antrags, muss sie also die Zustimmung des Schulpersonalrats zur Ablehnung einholen. Wenn der Personalrat die Zustimmung zur Ablehnung des Antrags auf Teilzeit oder Beurlaubung verweigern will, muss er das nach § 77 Abs.4 HPVG begründen. Er sollte dabei Argumente zusammentragen, die belegen, dass der betroffene Beschäftigte durch die beabsichtigte Ablehnung „benachteiligt“ wird, „ohne dass dies aus dienstlichen oder persönlichen Gründen gerechtfertigt ist“.

Dieses Mitbestimmungsrecht ist auch erfahrenen Schulpersonalräten und den beteiligten Schulleitungen nicht unbedingt präsent, da es in der Vergangenheit nur selten zu solchen Ablehnungen kam. Ausführliche Informationen zum Ablauf des Mitbestimmungsverfahrens und zu einem möglichen Stufenverfahren auf der Ebene des Hauptpersonalrats findet man unter anderem in der HLZ 6/2019. Ein entsprechendes Info-Blatt der GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus kann bei der Rechtsberatung angefordert werden (freiling.hlz@t-online.de). GEW-Mitglieder haben darüber hinaus Anspruch auf eine umfassende Rechtsberatung.  

Teilzeit und Beurlaubung: Rechtsgrundlagen im Hessischen Beamtengesetz

Es gibt zwei Formen der Teilzeitbeschäftigung:

1. Voraussetzungslose Teilzeitbeschäftigung nach § 62 HBG bzw. § 43 Beamtenstatusgesetz

(1) Einer Beamtin oder einem Beamten mit Dienstbezügen kann auf Antrag Teilzeitbeschäftigung mit mindestens der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit und bis zur jeweils beantragten Dauer bewilligt werden, soweit dienstliche Belange nicht entgegenstehen.

2. Teilzeitbeschäftigung aus familiären Gründen nach § 63 HBG

(1) Einer Beamtin oder einem Beamten mit Dienstbezügen ist auf Antrag, wenn zwingende dienstliche Belange nicht entgegenstehen, Teilzeitbeschäftigung mit mindestens 15 Stunden pro Woche zu bewilligen, wenn sie oder er

  1. ein Kind unter 18 Jahren oder
  2. eine pflegebedürftige sonstige Angehörige oder einen pflegebedürftigen sonstigen Angehörigen

tatsächlich betreut oder pflegt. Die Pflegebedürftigkeit ist nachzuweisen. Dies kann durch Vorlage einer Bescheinigung der Pflegekasse, des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung, einer entsprechenden Bescheinigung einer privaten Pflegeversicherung oder eines ärztlichen Gutachtens erfolgen.

Auch für die Beurlaubung gibt es zwei unterschiedliche Antragsgründe:

1. Beurlaubung aus beschäftigungspolitischen Gründen nach § 65 HBG

(1) Einer Beamtin oder einem Beamten mit Dienstbezügen kann in Bereichen, in denen wegen der Arbeitsmarktsituation ein außergewöhnlicher Überhang an Bewerberinnen und Bewerbern besteht und deshalb ein dringendes öffentliches Interesse daran gegeben ist, verstärkt Bewerberinnen und Bewerber im öffentlichen Dienst zu beschäftigen, auf Antrag Urlaub ohne Dienstbezüge

  1. bis zur Dauer von insgesamt sechs Jahren oder
  2. für einen Zeitraum, der sich bis zum Beginn des Ruhestands erstrecken muss,

bewilligt werden, wenn dienstliche Belange nicht entgegenstehen.

2. Beurlaubung aus familiären Gründen nach § 64 HBG

(1) Einer Beamtin oder einem Beamten mit Dienstbezügen ist auf Antrag, wenn zwingende dienstliche Belange nicht entgegenstehen, Urlaub ohne Dienstbezüge bis zur Dauer von insgesamt 14 Jahren zu gewähren, wenn sie oder er

  1. ein Kind unter 18 Jahren oder
  2. eine pflegebedürftige sonstige Angehörige oder einen pflegebedürftigen sonstigen Angehörigen tatsächlich betreut oder pflegt. § 63 Abs. 1 Satz 2 und 3 gilt entsprechend.

Bild: wilhei / pixelio.de

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Rechtsthemen
news-224 Wed, 29 May 2019 14:35:00 +0200 Erste „Fridays-for-Future“-Demo in Groß-Gerau https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/224-erste-fridays-for-future-demo-in-gross-gerau/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0724df7ca6e2224f6aa008377366c4d8 24. Mai 2019 Am 24. Mai 2019 fand im Rahmen eines internationalen Aktionstags der Jugendprotestbewegung Fridays for Future kurz vor der Europa-Wahl die erste Demonstration von Schülerinnen und Schülern in Groß-Gerau statt. Wie Dennis Georg, Abiturient an der Prälat-Diehl-Schule und einer der Organisatoren der Aktion, bei der Kundgebung auf dem Marktplatz erklärte, gebe es bundesweit mittlerweile 555 Ortsgruppen von Fridays for Future, von denen sich etwa 300 am Aktionstag mit Demonstrationen beteiligen. Dennis Georg beteiligte sich mit anderen Schülerinnen und Schülern seiner Schule zunächst an den Demonstrationen in Darmstadt, um dann eine erste Demo in Groß-Gerau auf die Beine zu stellen. Im Hinblick auf Nachteile, die durch die Eintragung von Fehlzeiten im Zeugnis zu befürchten seien, setzt Dennis Georg auf das Gruppengefühl.

Rund 130 Schülerinnen und Schüler zogen durch die Straßen von Groß-Gerau mit Sprechchören wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ oder „Hopp, hopp, hopp, Kohlestopp“. Sie protestierten lautstark gegen eine Politik, die den notwendigen Kohleausstieg erst in 20 Jahren realisieren möchte und forderten einen entschieden früheren Einsatz von erneuerbaren Energien.

Die Ortsgruppe Groß-Gerau von Fridays for Future ist über WhatsApp vernetzt; sie ist fest entschlossen, ihre Aktion fortzusetzen. In welchem zeitlichen Abstand dies erfolgen werde, hänge von der Breite der Unterstützung ab.

Inzwischen zogen auch die Rüsselsheimer Schülerinnen und Schüler nach. Merve Baran vom Stadtschülerrat kündigte für den 14. Juni eine Kundgebung um 12 Uhr am Bahnhof an. Von dort wollen die Schülerinnen und Schüler zum Marktplatz ziehen, wo Mitglieder des Stadtschülerrats über die Forderungen und Ziele der Fridays-for-Future-Bewegung berichten wollen. Merve Baran war zuvor mit anderen Schülerinnen und Schülern auf der Demo in Frankfurt, die um 12 Uhr begann. Mit einer eigenen Demo in Rüsselsheim könne man die Zahl der Fehlstunden reduzieren, erklärte sie in einem Gespräch mit dem Rüsselsheimer Echo. Für die erste Kundgebung rechnet der Stadtschülerrat mit 150 Personen: „Wenn wir irgendwann mal 300 oder 400 Leute wären, wäre das toll.“

Robert Hottinger sprach mit dem Schulsprecher der Immanuel-Kant-Schule über die Pläne und Motive des Stadtschülerrats.

Bernhard Trillig

Weitere Infos und Kontaktmöglichkeit auf www.fridaysforfuture.de oder per E-Mail an

 gross-gerau@fridaysforfuture.de

 

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Aktuell
news-222 Mon, 27 May 2019 16:22:07 +0200 Teilzeitbeschäftigte haben Rechte 1 https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/222-teilzeitbeschaeftigte-haben-rechte-1/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ac931cc56bf9b27d0e41973e7c792ede Oktober-Ausgabe von GEW regional 2018 Unter der Überschrift „Teilzeitbeschäftigte haben Rechte“ veröffentlichten wir in der Oktober-Ausgabe von GEW regional ein umfangreiches Info über die rechtlichen Grundlagen und oft gestellte Fragen zur Teilzeitarbeit von Lehrerinnen und Lehrern.

Dieses Info kann bei der Rechtsberatung der GEW angefordert werden  freiling.hlz@t-online.de.

Wenige Tage später, am 23. Oktober 2018, erhielten die Schulen im Bereich des Staatlichen Schulamts für den Kreis Groß-Gerau und den Main-Taunus-Kreis eine Rundmail der Amtsleitung, der ein „Informationsblatt zu Inhalt und Umfang der Dienstverpflichtungen von teilzeitbeschäftigten Lehrkräften“ beigefügt war. Das „Informationsblatt“ basiert auf einer entsprechenden Rundverfügung des Staatlichen Schulamts für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg und wurde nach unseren Informationen im Rahmen des Kooperationsverbunds der Schulämter in Südhessen erstellt. Das Informationsblatt hat mit der Veröffentlichung durch die Leiterin des Staatlichen Schulamts unter dem Briefkopf der Behörde den Stellenwert einer rechtlichen Verfügung.

Die GEW kommt nach einer rechtlichen Prüfung des Inhalts zu dem Ergebnis, dass die Darstellung der Rechte von Teilzeitbeschäftigten den unterschiedlichen Rechtsvorschriften und den Vorgaben insbesondere auch des Europäischen Gerichtshofs zu Fragen der „mittelbaren Diskriminierung von Frauen“ entspricht, wie wir sie zuletzt in der Oktoberausgabe von GEW regional dargestellt haben. Insoweit empfehlen wir das Informationsblatt auch den betroffenen teilzeitbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen und den Schulpersonalräten zur Lektüre und Beachtung.

Das Infoblatt ist insoweit auch eine wichtige Ergänzung zum Frauenförder- und Gleichstellungsplan des Staatlichen Schulamts Rüsselsheim, dessen Neufassung Anfang 2018 veröffentlicht wurde. Auch dieses Dokument enthält wichtige Hinweise zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zu den Rechten von Teilzeitbeschäftigten, insbesondere zu den teilbaren und unteilbaren Dienstpflichten, zur Notwendigkeit von Ausgleichsregelungen und zur Gestaltung der Stundenpläne. Den Frauenförderplan findet man auf der Homepage des Staatlichen Schulamts (https://schulaemter.hessen.de/standorte/ruesselsheim-am-main > Zuständigkeiten > Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte). Der Gesamtpersonalrat wird sich dafür einsetzen, dass auch das Infoblatt auf der Homepage veröffentlicht wird.

Nicht nur den betroffenen Kolleginnen und Kollegen, sondern auch den Personalräten seien die Dokumente zur Lektüre empfohlen. Für die Personalräte geht es dabei auch um den Spagat, dass die notwendige Entlastung der Teilzeitbeschäftigten nicht zu einer weiteren Belastung der Vollzeitbeschäftigten führt. Das Bundesverwaltungsgericht hat zu Recht festgestellt, dass die Übernahme von unteilbaren Dienstpflichten durch teilzeitbeschäftigte Lehrkräfte nur dann wirklich ausgeglichen werden kann, wenn die Unterrichtsverpflichtung überproportional zum Stellenumfang reduziert wird. Hier wird die GEW weitere Initiativen ergreifen, damit dieses Urteil auch in Hessen umgesetzt wird.

Harald Freiling, Rechtsberater im GEW-Kreisverband Groß-Gerau (freiling.hlz@t-online.de)

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news-225 Mon, 27 May 2019 15:06:00 +0200 Ein Handeln ist schon längst überfällig https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/225-ein-handeln-ist-schon-laengst-ueberfaellig/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4a79552e1b49a9e96ac13d08f4085967 Interview mit Niklas Fitzek, Schulsprecher der Immanuel-Kant-Schule Rüsselsheim Niklas Fitzek ist Schulsprecher an der Immanuel-Kant-Schule (IKS) in Rüsselsheim am Main und besucht dort die Oberstufe. Er ist mit regionalen Fridays-for-Future-Bewegung vernetzt.

Für den 14. Juni ist eine eigene Kundgebung für Rüsselsheim geplant.

An der Immanuel-Kant-Schule wird am 26. Oktober 2019 auch der 24. Bildungstag der GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus stattfinden, der als Tag der Nachhaltigkeit Themen des Umwelt- und Klimaschutzes in den Mittelpunkt rückt.

Das Interview für die GEW regional führte Robert Hottinger, Kunst- und Erdkundelehrer an der Immanuel-Kant-Schule Rüsselsheim und Mitglied des GEW-Kreisvorstands Groß-Gerau.

Was bedeuten für dich die Fridays for Future?

Niklas Fitzek: Genau diese Aktionen sind es, die die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam machen. Schon vor Jahrzehnten hat man gewusst, dass das Klima Schaden nehmen würde, wenn wir so weiterleben. Aber anstatt ihre Lebensweise umzustellen – was die Politik hätte unterstützen müssen – hat die Menschheit einfach so weiter gemacht. Die Reaktionen jetzt darauf waren absehbar.

GEW regional: Was versprichst du dir von der gelplanten Kundgebung in Rüsselsheim am 14. Juni?

Niklas Fitzek: Ich hoffe, dass besonders viele Menschen aus der nahen Umgebung ein Zeichen für den Klimaschutz setzen werden, da es hier eine Fridays-for-Future-Veranstaltung bisher noch nicht gab. Andere Ortschaften aufzusuchen ist für viele aufwändig, weshalb wir uns von einer Veranstaltung direkt in Rüsselsheim eine rege Beteiligung von Schülerinnen und Schülern, aber auch allen anderen Personengruppen erhoffen.

GEW regional: Wie gut seid ihr in der Region und mit anderen Schulen vernetzt und organisiert und wie bringst du dich ein?

Niklas Fitzek: Vernetzt sind wir mit allen Schulen über die Schülervertretung (SV), die u.a. im Stadtschülerrat schulübergreifend zusammenarbeitet. Wir haben regelmäßige Sitzungen, in denen Themen auf städtischer Ebene behandelt werden. So können wir gemeinsam Projekte durchführen und über die eigene Schule hinaus Probleme angehen. Unterstützt werden wir hierbei auch durch die Stadt selbst.

GEW regional: Du bist jetzt seit fast zwei Jahren Schulsprecher an der IKS. Ihr habt in der SV viele Projekte beherzt angepackt, so z.B. den sparsameren Umgang mit Kopien, Werbung für das Stadtradeln und zuletzt die Initiative für die Überarbeitung der Schulordnung. Bei allem Respekt vor der Arbeit deiner Vorgängerinnen und Vorgänger im Amt fällt mir doch dein ausgeprägtes Engagement und dein im besten Sinne selbstbewusstes Auftreten etwa in Gesamtkonferenzen auf. Was treibt dich bei deiner Arbeit an?

Niklas Fitzek: Als ich 2017 meine Kandidatur zum Schulsprecher eingereicht habe, war ich zuvor ein wenig enttäuscht von der mangelnden Kommunikation im damaligen SV-Vorstand, in dem ich die Mittelstufe vertreten habe. Ich wollte es besser machen. Die SV kann einen großen Einfluss auf das Schulleben haben, und das wollte ich nutzen. Im Laufe meines ersten Jahres als Schulsprecher konnten wir als SV-Vorstand dann schnell viele Taten vollbringen, was im Vergleich zum Vorjahr sehr produktiv war. Genau diese positiven Einflüsse, die die SV ausgeübt hat, aber auch meine Mitschülerinnen und Mitschüler und viele Lehrerinnen und Lehrer haben mich dann zu einer zweiten Amtszeit ermutigt. Das Thema Nachhaltigkeit ist im Laufe der Zeit immer weiter in den Fokus der Medien gelangt, weshalb natürlich auch der einzelne Bürger möglichst klimaschonend leben möchte. Wir dürfen einfach nicht weiterhin so ressourcenverschwendend leben. Das konnte ich natürlich auch sehr gut in meine Arbeit als Schulsprecher einbringen. Als Stadtschülerrat haben wir Anfang des Jahres bei der Stadt die Einführung von Recyclingpapier angefragt, wodurch es dieses nun in alles Rüsselsheimer Schulen gibt oder in Zukunft geben wird.

GEW regional: Was hat euch die SV-Arbeit bisher erleichtert oder auch erschwert?

Niklas Fitzek: Anfangs hatte ich kaum Erfahrung mit der SV-Arbeit, aber relativ schnell konnte ich mich auch durch die Hilfe der SV-Verbindungslehrerin einarbeiten. Weitere Unterstützung kommt auch aus der Schüler- und Lehrerschaft. Erschwerend ist es leider manchmal, wenn die Informationen, die in Sitzungen besprochen werden, nicht vollständig in den einzelnen Klassen und Oberstufenkursen ankommen. Der größte Faktor ist aber, wie sehr sich einzelne Schülerinnen und Schüler für die Gemeinschaft engagieren. Wenn man Aufgaben untereinander verteilen kann, ist das sehr erleichternd.

GEW regional: Wie reagieren die Lehrerinnen und Lehrer auf die Jugendbewegung für den Klimaschutz und damit verbundene Fehlzeiten?

Niklas Fitzek: Mir ist niemand aus der Lehrerschaft bekannt, der diese Bewegung strikt ablehnt. Viele sind sogar sehr erfreut darüber, dass junge Menschen aktiv sind und für ihre Forderungen auf die Straße gehen. Oft werden die Schülerinnen und Schüler auch stark unterstützt. Solange sich die Leistungen und Fehlzeiten im Rahmen halten, ist das alles kein Problem.

GEW regional: Wie schätzt du den Rückhalt der Schülerinnen und Schüler an der IKS oder an anderen Schulen für die Klimaschutzbewegung ein, soweit du dies beurteilen kannst?

Niklas Fitzek: Es gibt so viele IKS-Schüler, die mindestens einmal bei einer Fridays-for-Future Veranstaltung vertreten waren. Auch hier lehnt absolut niemand diese Bewegung ab. Die Mehrheit begrüßt die Proteste. An anderen Schulen ist das genauso. Diese Art der Meinungsäußerung ist einer der Faktoren für junge Menschen, in die Politik hineinzuwirken, da viele noch gar nicht wahlberechtigt sind. Somit sind Demonstrationen eine super Gelegenheit für junge Leute, ihre Meinung kundzugeben.

GEW-regional: Was wünschst du dir von den politischen Entscheidungsträgern insgesamt und in unserer Region, um den Zustand der Umwelt und des Klimas in Zukunft zu verbessern?

Niklas Fitzek: Ich wünsche mir auf jeden Fall eine starke Berücksichtigung des Klimaschutzes bei regionalen Entscheidungen, z.B. des Stadtparlaments. Einige deutsche Städte haben ja sogar bereits den „Klimanotstand“ ausgerufen. Viel muss aber auch auf Landes- und vor allem Bundesebene passieren. Ein Handeln ist aber schon längst überfällig.

GEW regional: Am 26. Oktober findet an der Immanuel-Kant-Schule der Bildungstag der GEW als „Tag der Nachhaltigkeit“ statt. Du besprichst gerade mit deinen Mitschülerinnen oder Mitschülern, einen Workshop zum Thema anzubieten. Was erhoffst du dir von der Veranstaltung insgesamt und welche Inhalte wären dir für euren Workshop wichtig?

Niklas Fitzek: Grundsätzlich ist das eine sehr gute Veranstaltung, um weiterhin auf das ganze Thema aufmerksam zu machen. In den beiden Kreisen gab es lediglich in Groß-Gerau schon einmal eine Fridays-for-Future-Veranstaltung. Der Workshop sollte anderen helfen, selbst eine Fridays-for-Future-Veranstaltung durchzuführen. Dabei sollen unsere Erfahrungen helfen. Wie plant man so etwas oder wie lässt man das genehmigen? Solche Fragen sollen geklärt werden.

 

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Aktuell
news-221 Sun, 26 May 2019 12:13:00 +0200 Mein Kind ist krank ... https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/221-mein-kind-ist-krank/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5c11c1c77e029991961a64ea40acfeb7 Arbeits- und Dienstbefreiung zur Betreuung erkrankter Kinder „Was Sie schon immer über das Dienstrecht wissen wollten…“ ist der Titel einer Broschüre, die die GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus regelmäßig alle vier Jahre vor der Neuwahl der Personalräte herausgeben – in der Hoffnung, dass sie den Kolleginnen und Kollegen über vier Jahre ein verlässlicher Ratgeber für wichtige Fragen des Schul- und Arbeitsrechts ist. Das heißt aber, dass die letzte, im Februar 2016 erstellte Ausgabe jetzt auch in die Jahre gekommen ist. Sie ist in vielen Fällen weiter aktuell, aber eben nicht in allen. So sind beispielsweise die Kapitel zu den dienstlichen Beurteilungen, zur Pflichtstundenverordnung oder zum Lebensarbeitszeitkonto durch Änderungen in den Rechtsgrundlagen nicht mehr up to date.

Das gilt partiell auch für die Regelungen zur Arbeits- und Dienstbefreiung zur Betreuung erkrankter Kinder. Durch einen klarstellenden Erlass des Hessischen Innenministeriums können die Aussagen zu den Regelungen für Beamtinnen und Beamte jetzt präzisiert werden. Im Vorgriff auf die Aktualisierung unserer Broschüre fassen wir noch einmal die wichtigsten Regelungen zusammen.

Wenn das Kind erkrankt ist und Betreuung braucht, kann es erforderlich sein, dass ein Elternteil zu Hause bleibt. Das Arbeitsrecht für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und das Dienstrecht für Beamtinnen und Beamte bilden die Rechtsgrundlage für die dann notwendige Arbeits- bzw. Dienstbefreiung.

Regelungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Für angestellte Lehrkräfte oder sozialpädagogische Fachkräfte (Förderschulen, UBUS-Kräfte u.a.) gelten die Regelungen des Tarifvertrags Hessen (TV-H) und darüber hinaus die gesetzlichen Regelungen des Sozialgesetzbuchs (SGB).

Der Freistellungsanspruch zur Betreuung eines Kindes, das das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, beträgt nach § 29 Abs.1e) vier Arbeitstage und maximal fünf Tage im Jahr. Die Erkrankung des Kindes und „die Notwendigkeit der Anwesenheit des/der Beschäftigten zur vorläufigen Pflege“ muss ärztlich bescheinigt werden. Aus der Formulierung, dass die Freistellung nur dann erfolgt, wenn eine andere Betreuungsperson „nicht sofort zur Verfügung steht“, wird abgeleitet, dass dieser „Kinderkrankenschein“ bereits ab dem ersten Tag der Arbeitsbefreiung vorgelegt werden muss. Das heißt nicht, dass er am ersten Tag bereits vorliegen muss, doch muss der Betreuungsbedarf ab dem ersten Tag attestiert werden. Diese Differenzierung würde auch der Tatsache gerecht, dass es nicht unbedingt angesagt ist, mit einem Kind mit Brechdurchfall stehenden Fußes die Praxis eines Kinderarztes aufzusuchen…

Über diese Zeitdauer von vier, maximal fünf Tagen im Jahr hinaus haben gesetzliche krankenversicherte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Freistellunganspruch nach § 45 SGB V. In diesem Fall besteht kein Anspruch auf Lohnfortzahlung, sondern auf Krankengeld. Ein solcher Anspruch auf Krankengeld beträgt bei einem Kind zehn Arbeitstage, bei mehreren Kindern maximal 25 Arbeitstage. Bei Alleinerziehenden verdoppelt sich die Anzahl der Tage.

Regelungen für Beamtinnen und Beamte

Die Dienstbefreiung für Beamtinnen und Beamte erfolgt in allen Fällen auf der  Rechtsgrundlage der Hessischen Urlaubsverordnung (HUrlVO). Dort sind bestimmte Anlässe ausdrücklich geregelt, unter anderem die Dienstbefreiung für Fortbildung, für die Wahrnehmung staatbürgerlicher Pflichten oder im Rahmen gewerkschaftlicher Mandate. Außerdem kann auch aus ,,sonstigen wichtigen persönlichen Gründen“ eine Dienstbefreiung unter Weitergewährung der Besoldung erteilt werden. Die Dienstbefreiung erfolgt „unter Beschränkung auf das notwendige Maß“ und „soweit dringende dienstliche Gründe nicht entgegenstehen“ (§ 16 Abs. 1 Nr. 2 c). Für die Dauer bis zu 14 Tagen ist der Schulleiter bzw. die Schulleiterin für die Erteilung der Dienstbefreiung zuständig (§ 16 der Dienstordnung).

Die Urlaubsverordnung enthält im Gegensatz zum Tarifvertrag keine Aussagen über den zeitlichen Umfang der Dienstbefreiung. Deshalb ist es im Interesse der Gleichbehandlung und der Transparenz ein allgemeine und bewährte Praxis, sich an den oben dargestellten Vorgaben des Tarifvertrags zu orientieren. Damit steht auch Beamtinnen und Beamten für die Betreuung von erkrankten Kindern ein Anspruch auf eine Dienstbefreiung von vier Tagen, maximal fünf Tagen im Kalenderjahr zu.

Strittig war dagegen die Frage, ob auch Beamtinnen und Beamten einen darüberhinausgehenden Freistellungsanspruch haben, obwohl ihnen kein Krankengeld nach dem Sozialgesetzbuch zusteht und der Dienstherr das Gehalt weiter zahlen muss. Insoweit sind die Regelungen im Erlass des Hessischen  Ministeriums des Inneren und für Sport vom 21. November 2017 ein Fortschritt. Der Erlass liegt den Staatlichen Schulämtern vor. Das Hessische Kultusministerium hat erklärt, dass es nicht beabsichtigt, für den Schulbereich spezifische Regelungen zu treffen, sondern dass die Empfehlungen auch für die Schulen gelten.

Der Erlass übernimmt zwar nicht in vollem Umfang die oben beschriebenen Rechte der Angestellte, legt aber eine mögliche Anzahl von Arbeitstagen pro Kalenderjahr fest, wobei kein Unterschied zwischen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten gemacht werden soll:

„Beamtinnen und Beamten soll bei Vorliegen der genannten Voraussetzungen Dienstbefreiung bis zu einer Dauer von sieben Arbeitstagen für jedes Kind im Kalenderjahr gewährt werden. Bei mehreren Kindern soll Dienstbefreiung an insgesamt bis zu 14 Arbeitstagen im Kalenderjahr erteilt werden.  Alleinerziehenden Beamtinnen und Beamten soll aus diesem Grund Dienstbefreiung bis zu einer Dauer von 14 Arbeitstagen pro Kind im Kalenderjahr gewährt werden. Insgesamt soll allein erziehenden Beamtinnen und Beamten mit mehreren Kindern Dienstbefreiung bis zu einer Dauer von 28 Arbeitstagen im Kalenderjahr gewährt werden.“

Der Erlass regelt ausschließlich die  Freistellung zur Betreuung eines Kindes, das das  zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist. Dies schließt aber nicht aus, dass auch für die Betreuung älterer Kinder im Einzelfall eine Dienstbefreiung  genehmigt werden kann. Da es für die Dienstbefreiung für Beamtinnen und Beamte aus ,,sonstigen wichtigen persönlichen Gründen“ auf der Grundlage von § 16 UrlVO keinen abschließenden Katalog möglicher Gründe gibt, kann die Schulleitung in begründeten Fällen von diesen Begrenzungen im Hinblick auf das Alter der Kinder abweichen.

Harald Freiling, Rechtsberater des GEW-Kreisverbands Groß-Gerau

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Rechtsthemen
news-218 Wed, 15 May 2019 11:46:00 +0200 Teilzeitbeschäftigte haben Rechte https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/218-teilzeitbeschaeftigte-haben-rechte/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9eb1e17c6131c87266f9e7be7eacf981 Teilbare und nicht teilbare Dienstpflichten und anderes Der Anteil der Lehrkräfte, die eine Teilzeitbeschäftigung beantragen, nimmt zu. Sie benötigen Zeit für Kinder und pflegebedürftige Angehörige, aber auch die Zahl derer nimmt zu, die das volle Pensum nicht mehr schaffen oder nur mit großen Abstrichen bei Erholung und Privatleben. Hier zunächst die wichtigsten Vorschriften aus dem Hessischen Beamtengesetz (HBG):

  • § 62 Abs.1 ermöglicht eine Teilzeitarbeit mit mindestens der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit, sofern dienstliche Belange nicht entgegenstehen. Man spricht auch von einer „voraussetzungslosen Teilzeit“, weil hier nicht die Betreuung eines Kindes unter 18 oder eines pflegebedürftigen Angehörigen nachgewiesen werden muss.
  • Die Teilzeit aus familiären Gründen ist in § 63 Abs.1 HBG geregelt. Sie darf nur verweigert werden, wenn dem „zwingende dienstliche Gründe“ entgegenstehen. Der Mindestarbeitsumfang beträgt 15 Zeitstunden. Die Umrechnung dieses Mindestumfangs in Pflichtstunden ist kompliziert. Für Beamtinnen und Beamte bis 60 Jahre beträgt die Wochenarbeitszeit in Hessen 41 Stunden. 15 Stunden entsprechen somit 36,59% der jeweiligen persönlichen Pflichtstundenzahl, die insbesondere von der Schulform abhängt. Für Lehrerinnen und Lehrer über 60 beträgt der Umrechnungsfaktor 15/40 = 37,5 %.
  • Auch Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst können Teilzeitarbeit aus familiären Gründen beantragen. Sie können höchstens auf eine halbe Stelle reduzieren (§ 63 Abs.2).

Sollte ein Antrag auf Teilzeitbeschäftigung nach § 62 oder § 63 abgelehnt werden, sollten Sie unbedingt den Personalrat der Schule ansprechen. Die Ablehnung eines solchen Antrags unterliegt nach dem Hessischen Personalvertretungsgesetz der Mitbestimmung des Personalrats (§ 77 Abs.1 Punkt 1i).                          

Teilbare und nicht teilbare Dienstpflichten

Halbe Stelle, halbe Pflichtstundenzahl – so weit ist die Rechnung ganz einfach. Die Schwierigkeiten entstehen bei allen außerunterrichtlichen Aufgaben, die immer stärker zunehmen. Das folgende Info nennt die wichtigsten Grundlagen, auf die sich Lehrkräfte im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis berufen können.

Das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) und das Hessische Gleichberechtigungsgesetz verbieten die Benachteiligung von Teilzeitbeschäftigten. Wiederholt hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) festgestellt, dass die Benachteiligung von Teilzeitbeschäftigten als „mittelbare Diskriminierung von Frauen“ anzusehen ist, da diese den weitaus größten Anteil der Teilzeitbeschäftigten stellen. Regelungen zu den Arbeitsbedingungen teilzeitbeschäftigter Lehrkräfte im Bereich des Staatlichen Schulamts Groß-Gerau und Main-Taunus findet man in einer mit dem Gesamtpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (GPRLL) abgestimmten Verfügung des Staatlichen Schulamts und im Frauenförderplan.

Nach der Verfügung des Staatlichen Schulamts vom 5. März 2004 sind folgende Dienstpflichten als teilbare Dienstpflichten anzusehen, die nur anteilig zum genehmigen Stellenumfang zu erbringen sind:

  • Pausenaufsicht
  • Vertretungsunterricht
  • Betriebspraktika
  • Projektwochen
  • Elternsprechtage

Bei all diesen Dienstpflichten, die vom Staatlichen Schulamt als „teilbar“ beschrieben werden, ist jeweils nur das anteilige quantitative Pensum zu erbringen. Wenn eine vollzeitbeschäftigte Lehrkraft an einer Schule drei Aufsichten zu erbringen hat, sind es bei einer Lehrerin mit einer Zweidrittelstelle nur zwei. Projektwochen oder Betriebspraktika können zwischen Teilzeitbeschäftigten „geteilt“ werden. Beim Elternsprechtag müsste dann den Eltern vorab mitgeteilt werden, dass die aufgeführten Lehrkräfte nur in einer begrenzten Zeit anwesend sein werden.

Mehrarbeit - Überstunden

Zu den teilbaren Dienstpflichten gehören auch die Vertretungsstunden. Korrekt wäre hier der Begriff der „Mehrarbeit“, denn Vertretungsstunden, die man anstelle eines eigenen ausfallenden Unterrichts erteilt, fallen nicht unter diese Regelung. Beamtinnen und Beamte müssen bei einer vollen Stelle bis zu fünf Stunden im Monat als unentgeltliche Mehrarbeit erbringen, soweit „zwingende dienstliche Gründe dies erfordern“ (§ 61 HBG). § 5 der Mehrarbeitsvergütungsverordnung legt fest, dass diese fünf Stunden bei „Mehrarbeit im Schuldienst“ als drei Unterrichtsstunden gelten. Diese sind nach § 61 Satz 3 HBG „entsprechend der bewilligten Arbeitszeit zu kürzen“. Wenn sich daraus Bruchzahlen ergeben, sind diese kurzfristig auszugleichen: Eine Lehrkraft mit einer halben Stelle hat maximal 1,5 Unterrichtsstunden als unentgeltliche Mehrarbeit zu leisten. Wird sie in einem Monat mit zwei Stunden eingesetzt, darf es im Folgemonat maximal eine Stunde sein.

Wird das von Voll- oder Teilzeitbeschäftigten zu erbringende Maß überschritten, sind alle Mehrarbeitsstunden nach den Sätzen der Mehrarbeitsvergütungsverordnung zu bezahlen. Bei teilzeitbeschäftigten Beamtinnen und Beamten erfolgt die Vergütung der Mehrarbeit gehaltsanteilig (Erlass des Hessischen Innenministeriums vom 25.6.2011).

Eine Sonderregelung gilt für teilzeitbeschäftigte Lehrkräfte im Angestelltenverhältnis. Sie haben bereits ab der ersten Mehrarbeitsstunde einen Anspruch auf eine gehaltsanteilige Bezahlung. Dies ergibt sich auch aus den auf der Seite des Staatlichen Schulamts eingestellten Mehrarbeitsformularen (> Formulare > Schulen > Mehrarbeit).

Unteilbare Dienstpflichten

Folgende Aufgaben gehören nach der Verfügung des Staatlichen Schulamts zu den nicht teilbaren Dienstpflichten:

  • Konferenzen
  • Klassenfahrten
  • Dienstbesprechungen
  • Prüfungen
  • Klassenführung

Hier müssen nach der Vorgabe des Staatlichen Schulamts „schulinterne Regelungen“ gefunden werden. Sie können unter anderem darin bestehen, dass ein Ausgleich an anderer Stelle geschaffen wird oder dass alternierende Regelungen gelten. Bei Konferenzen und Dienstbesprechungen weist das Staatliche Schulamt die Schulleitungen auf die Möglichkeit hin, teilzeitbeschäftigte Lehrkraft „von einer nicht teilbaren Dienstpflicht ganz oder teilweise zu befreien, wenn dies nicht zu unvertretbaren Einschränkungen der schulischen Organisation und der inhaltlichen Arbeit führt“.

Frauenförderplan – auch für Männer

Der „Frauenförder- und Gleichstellungsplan“ für die Schulen im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis gilt in der aktuellen Fassung für die Jahre 2018 bis 2023. Es ist ein amtliches Dokument des Staatlichen Schulamts und hat insoweit einen bindenden Charakter. Er enthält auch zahlreiche Regelungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zu den Rechten von Teilzeitbeschäftigten. Man findet sie nur deshalb im Frauenförderplan, weil die meisten Teilzeitbeschäftigten Frauen sind. Die Vorschriften zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und das Verbot der Benachteiligung von Teilzeitbeschäftigten gelten jedoch genauso auch für Männer, die Familie und Beruf unter einen Hut bringen wollen. Der Frauen- und Gleichstellungsplan sieht die folgenden Ausgleichsregelungen für unteilbare Dienstpflichten vor:

  • Eine Entlastungsmöglichkeit bei der grundsätzlichen Verpflichtung zur Teilnahme an Konferenzen (kann) darin bestehen, dass Teilzeitbeschäftigte in geringerem Umfang zum Schreiben von Protokollen herangezogen werden.
  • Unbeschadet der Teilnahmepflicht an Dienstbesprechungen soll im Einzelfall geprüft werden, ob bei Dienstbesprechungen die Teilnahme einer Teilzeitlehrkraft zwingend erforderlich ist.
  • Soweit es die konkreten Verhältnisse zulassen, sollen Teilzeitlehrkräfte von der Teilnahme an Prüfungen und sonstigen Aufgaben einer Prüferin/eines Prüfers entsprechend der Stundenreduzierung freigestellt werden, wenn ihre Einbeziehung nicht zwingend erforderlich ist.
  • Lehrkräfte mit reduzierter Stundenzahl sind entsprechend ihrer Stundenreduzierung im Vergleich zu vollzeitbeschäftigten Lehrkräften nicht über Gebühr als Klassenlehrerin oder Tutorin einzusetzen.

Da die Entlastung von Teilzeitbeschäftigten durchaus auch zur Mehrbelastung von Vollzeitbeschäftigten führen kann, fordert die GEW, dass die außerunterrichtlichen Aufgaben generell reduziert werden. Dies gilt insbesondere auch für die wachsende Zahl von Dienstversammlungen und Arbeitsgruppensitzungen. Hier sollte nicht nur aus Sicht der Teilzeitbeschäftigten in jedem konkreten Fall überprüft werden, ob sie „zwingend erforderlich“ sind.

Empfehlungen für den Stundenplan

Der Frauen- und Gleichstellungsplan enthält außerdem Empfehlungen für den Stundenplan, denn ein ungünstiger Stundenplan kann die erwünschten Effekte einer Teilzeitbeschäftigung schnell außer Kraft setzen:

  • Der Einsatz von Lehrkräften mit einer 2/5- bis zu 2/3-Stelle sollte im Einvernehmen mit der Lehrkraft an höchstens vier Tagen in der Woche erfolgen.
  • Bei allen Lehrkräften mit erheblich reduzierter Stundenzahl soll ein Stundenplan mit möglichst wenigen Springstunden erstellt werden.
  • Die Erteilung von weniger als zwei Unterrichtsstunden an einem Tag sowie ein Einsatz am Vor- und Nachmittag desselben Tages sollten vermieden werden.

Klassenfahrten

Die Durchführung von Klassenfahrten gehört zu den Dienstpflichten von Lehrkräften. Teilzeitbeschäftigte tarifbeschäftigte Lehrkräfte haben unstrittig das Recht, dass ihnen für die Zeit der Klassenfahrt die entsprechende Vergütung einer vollzeitbeschäftigten Lehrkraft zusteht. Dies wird vom Schulamt auch ohne Probleme umgesetzt, sofern ein entsprechender Antrag über die Schulleitung gestellt wird. Für teilzeitbeschäftigte Beamtinnen und Beamte schreibt ein Erlass des HKM vom 31.8.2007 vor, dass zunächst Ausgleichsmöglichkeiten geprüft und geschaffen werden müssen. Solche Ausgleichsmöglichkeiten seien „ein alternierender Einsatz teilzeitbeschäftigter verbeamteter Lehrkräfte bei Klassenfahrten oder eine proportionale Entlastung bei anderen teilbaren außerunterrichtlichen Aufgaben wie Pausen- oder Busaufsicht, Durchführung von schulischen Veranstaltungen, Tutorentätigkeit oder Schulprogrammarbeit“. Erst wenn im Einzelfall kein proportionaler Ausgleich geschaffen werden kann, sei zu prüfen, ob ein Anspruch auf finanziellen Ausgleich besteht. Dieser muss nach einem Urteil des BVerwG in Höhe der vollen Vergütung, nicht nur der geringen Mehrarbeitsvergütung erfolgen. Angesichts der großen Zahl von Teilzeitbeschäftigten insbesondere an den Grundschulen ist ein solcher „alternierender Einsatz“ kaum möglich, so dass auch hier weiterhin Anträge auf einen finanziellen Ausgleich in Höhe der Differenz zur vollen Stelle gestellt werden können.

Verantwortlich: Harald Freiling, GEW-Rechtsberater für den Kreis Groß-Gerau (freiling.hlz@t-online.de); Stand: September 2018

KASTEN 

Lehrkräfte mit Schwerbehinderung

Bei der Betrachtung der Dienstpflichten von Lehrkräften mit einer Schwerbehinderung sind die für sie geltenden besonderen Regelungen zu beachten.  Die Integrationsvereinbarung für Lehrkräfte als PDF findet man unter dem Direktlink.

Die Teilhaberichtlinien in der rechten Spalte zum Download auf der Homepage des Staatlichen Schulamts: Direktlink

Beide Dokumente und die Kontaktadressen der Vertrauensleute findet man auch auf der Homepage des Staatlichen Schulamts Rüsselsheim.

Bild: wilhei / pixelio.de

 

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