GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Sat, 07 Dec 2019 23:19:20 +0100 Sat, 07 Dec 2019 23:19:20 +0100 TYPO3 EXT:news news-271 Fri, 06 Dec 2019 17:07:00 +0100 Kreiselternbeirat begrüßt GEW- Initiative zum Neubau von Gesamtschulen https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/271-kreiselternbeirat-begruesst-gew-initiative-zum-neubau-von-gesamtschulen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f4bdf92b59bad74cc6dde1123e0989ae In einem Brief an den Landrat bezieht der Vorsitzende des Kreiselternbeirats Stefan Stein Stellung Sehr geehrter Herr Will,

Sehr geehrte Mitglieder des Kreisausschusses Groß-Gerau,

 

der Kreiselternbeirat des Landkreises Groß-Gerau schließt sich den Ausführungen des Kreisverbandes der GEW Groß-Gerau in vollem Umfang an.

Auch wir beobachten die Herausforderungen durch wachsende Schülerzahlen im Kreis voller Sorge. So wird die Zahl der Grundschüler in den nächsten fünf Jahren um etwa eintausend (14,3 %) (von ca. 7000 auf 8000) Schülerinnen und Schüler steigen. Mit entsprechendem Zeitversatz werden dann die weiterführenden Schulen des Kreises diese Schülerinnen und Schüler aufnehmen müssen – dabei stoßen viele Schulen des Kreises schon jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen.

 

Der Schulträger hat den dringenden Handlungsbedarf erkannt und eine Schulbauinitiative vorgestellt, die sich diesen Herausforderungen stellen soll. Leider scheinen sich die dahingehenden Bestrebungen aber tatsächlich im Wesentlichen auf eine Vergrößerung der bestehenden Schulen, als auf die Gründung neuer Schulstandorte zu konzentrieren. Dabei ist eine Dezentralisierung, ins besondere der Integrierten Gesamtschulen, längst überfällig. Es gibt zu denken, dass sich Lehrkräfte (z. B. der jetzt zehnzügigen Martin-Buber-Schule) öffentlich auf Sitzungen des Kreiselternbeirats darüber beklagen, dass diese Schülerzahlen das vernünftige Maß übersteigen.

 

Nicht nur auf den Sitzungen des Kreiselternbeirats, sondern auf Landesebene wird die drohende „Verindustrialisierung“ des Schulbetriebs sehr kritisch bewertet. Riesige Schulfabriken widersprechen allen Erkenntnissen der modernen Schulplanung. „Lebensraum Schule“, Lehr- und Lernmethoden des 21. Jahrhunderts und anregende Lernumgebung erfordern andere Konzepte.  Räume und Gebäude beeinflussen die Produktivität, das Wohlbefinden und den Lernerfolg unsere Kinder. Ganztagsunterricht und Inklusion sind weitere Herausforderungen.

Der Bundeselternrat forderte dies schon in seiner Resolution vom 17. Juni 2018.

 

Wir stimmen völlig damit überein, dass das Konzept der Integrierten Gesamtschulen im Kreis überdurchschnittlich erfolgreich ist. Diesen Weg sollten wir mit neuen und modernen Schulbauten weitergehen. Falsch wäre es, dieses Erfolgskonzept durch die sture Vergrößerung der bestehenden Schulen zu gefährden.  

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Stefan Stein

Vorsitzender des Kreiselternbeirat des Landkreises Groß-Gerau

Mitglied des hessischen Landeselternbeirats

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Aktuell
news-270 Thu, 05 Dec 2019 17:07:00 +0100 Offener Brief an den Kreistag https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/270-offener-brief-an-den-kreistag/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2b4e8996a97730919968e04c0de988f6 GEW fordert neue Gesamtschulen im Kreisgebiet In einem Offenen Brief an den Landrat, die Kreistagsfraktionen und die Stadt Rüsselsheim fordert der GEW- Kreisverband Groß-Gerau die bestehenden Gesamtschulen nicht unendlich zu vergrößern, sondern neue Gesamtschulen zu errichten. Der Brief im Wortlaut:

GEW fordert neue Gesamtschulen im Kreis


Sehr geehrte Damen und Herren!
Der Kreistag und seine Ausschüsse beraten und beschließen in den nächsten Tagen über eine angesichts steigender Schülerzahlen dringend erforderliche Schulbauinitiative des Kreises. In diesem Zusammenhang möchten wir Ihnen ein dringendes Anliegen vortragen, das wir in den letzten Monaten wiederholt mit Kolleginnen, Kollegen und Personalräten thematisiert haben.
Die Gesamtschulen im Kreis sind ein Erfolgsmodell. Sie verzeichnen immer größeren Zulauf und platzen trotz der Baumaßnahmen aus allen Nähten. Sie leisten dabei mit Abstand den größten Teil der Aufgaben der Inklusion und Integration an den weiterführenden Schulen. Sie führen Schülerinnen und Schüler aus bildungsfernen Schichten mit großem Engagement und durchdachten Konzepten zu guten Schulabschlüssen.
Mit wachsender Sorge beobachten wir seit einigen Jahren die Schulentwicklung an den Ge-samtschulen im Kreis Groß-Gerau. Der Zulauf bringt mit sich, dass die Kolleginnen und Kollegen in immer größeren Systemen arbeiten. Zahlreiche Gesamtschulen werden gerade aus-gebaut oder Ausbauten sind in Planung. Der Kreistag soll nächste Woche die Maßnahmen- und Dringlichkeitsliste beschließen, in der über 80 Millionen Euro für die Erweiterung der bestehenden Gesamtschulen eingeplant sind. In Rüsselsheim befindet sich die Alexander-von-Humboldt-Schule im Ausbau.
Größere Schulen bringen unserer Ansicht nach aber gravierende Nachteile mit sich. Unsere Arbeit auch und gerade mit einer Schülerschaft, die von ihrem Elternhaus nicht privilegiert ist, erfordert einen engen Bezug von Lehrer*innen und Schüler*innen. Dieser geht mit steigenden Schülerzahlen aber verloren, wird anonymer.
Es hilft ungemein, wenn man von den meisten Schüler*innen die Namen kennt und sie persönlich ansprechen kann und kennt, auch von denen, die man nicht selbst unterrichtet.
Wachsende Schulen gehen auch mit wachsender Lehrerzahl einher, was zwar für die Schul-leitungen zu mehr Flexibilität in der Planung, aber auch zu einer Anonymisierung innerhalb der Kollegien führt.
Der GEW- Kreisverband ist der Meinung, dass es für unsere Arbeit besser wäre, in kleineren, überschaubaren Systemen zu arbeiten. Je größer und anonymer die Schulen werden, desto schwieriger wird unsere Arbeit. Wir fordern deshalb dringend den Bau von neuen Gesamtschulen im Kreisgebiet, statt die bestehenden immer weiter auszubauen.
Für Rückfragen und persönliche Gespräche stehen wir gerne zu Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,

 

Harald Freiling (Kreisvorsitzender)

 

 

In einer ersten Stellungnahme schließt sich der Kreiselternbeirat den Forderungen der GEW an.

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Aktuell
news-268 Tue, 03 Dec 2019 16:50:00 +0100 Schulung der Wahlvorstände https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/268-schulung-der-wahlvorstaende/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0e775a6bc251ee8ac0caa1be00fbb1e0 Schulungsveranstaltung der GEW für die Wahlvorstände an Schulen Gewerkschaft

Erziehung und Wissenschaft

Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus

Personalräte, die noch keinen Wahlvorstand benannt haben, müssen dies umgehend bis zum 20.12.2019 nachholen. Der Wahlvorstand besteht aus mindestens drei Mitgliedern und wird vom Personalrat benannt. Ein Mitglied wird als Vorsitzende oder Vorsitzender benannt.

An die Mitglieder der Wahlvorstände                         

an den Schulen im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

inzwischen haben Sie vom Gesamtwahlvorstand die erste offizielle Post erhalten mit der Bitte, bis zum 29. Januar 2020 die Kontaktdaten des Wahlvorstands sowie die Zahl der für den GPRLL und den HPRLL Wahlberechtigten getrennt nach Gruppen und Geschlechtern mitzuteilen.

Der Landesverband Hessen der GEW hat außerdem allen GEW-Vertrauensleuten das Wahlhandbuch der GEW für die Personalratswahlen am 12. und 13. Mai 2020 zugesandt.  Sollte es nicht bereits in Ihren Händen sein, klären Sie bitte, wer die GEW-Post an der Schule bekommt. Auch Schulen, die keine Vertrauensperson gemeldet haben, erhalten die Post der GEW mit dem Adressaufkleber „GEW-Vertrauensperson“.

Heute möchten wir Sie zu zwei Schulungsveranstaltungen der GEW für die örtlichen Wahlvorstände an den Schulen im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis einladen, in der alle Fragen bei der Er­stel­lung der Wählerlisten, zur Formulierung des Wahlausschreibens, zur Größe und zur Zusammensetzung des Schulpersonalrats und zur Durchführung der Wahlen erörtert werden sollen.

 

Schulungsveranstaltung der GEW für die Wahlvorstände an Schulen

am Dienstag, dem 14. Januar 2020, von 14 bis 17 Uhr für Schulen im Kreis Groß-Gerau

in der Martin-Buber-Schule Groß-Gerau, Wilhelm-Seipp-Str.1 (LA 0158423003)

am Mittwoch, dem 15. Januar 2020, von 14 bis 17 Uhr für Schulen im Main-Taunus-Kreis

in der Mendelssohn-Bartholdy-Schule Sulzbach, Staufenstraße 35  (LA 0158423004)

 

Die Mitglieder von Wahlvorständen sind nach § 21 Abs.2 in Verbindung mit § 40 Abs.2 HPVG für die Teilnahme an dieser Schulung freizustellen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Terminproblemen besteht die Möglichkeit, den Termin für den anderen Kreis wahrzunehmen.

Die Veranstaltungen sind von der Lehrkräfteakademie (LA) akkreditiert.

 

Bitte bringen Sie das Wahlhandbuch mit. Außerdem fügen wir eine Wählerliste als Muster mit. Wenn Sie diese vor dem Treffen „probeweise“ ausfüllen, können wir alle Fragen zum Wahlrecht und zur Zusammensetzung des Personalrats (Größe, Beamte, Angestellte, Männer, Frauen) konkret für Ihre Schule berechnen.

 

Mit freundlichem Gruß

i.A. der GEW Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus 

gez. Harald Freiling

 

Anlage: Wählerliste (Muster)        Weitere Infos zu den Personalratswahlen 2020: www.gew-prwahl2020.de

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Aktuell
news-257 Tue, 03 Dec 2019 13:50:00 +0100 Personalratswahlen vorbereiten https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/257-personalratswahlen-vorbereiten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5c84ac9cc7c4e9e8dff1d737a8b1a849 Personalratswahlen am 12. und 13. Mai 2020 vorbereiten In diesen Tagen beginnen an allen Schulen die Vorarbeitungenen zur Durchführung der Personalratsarbeit im Mai 2020:

  • Alle Schulpersonalräte müssen in den nächsten Tagen rechtzeitig vor Beginn der Weihnachtsferien einen Wahlvorstand mit mindestens drei Mitgliedern benennen, ein Mitglied davon als Vorsitzende/n. Den Namen des oder der Vorsitzenden muss man der Schulleitung und im Sekretariat der Schule bekannt machen, damit die Post für den Wahlvorstand schnell zugestellt werden kann. Mitglieder des Wahlvorstands können später auch für den Personalrat kandidieren.
  • Wenn es an einer Schule keinen Personalrat gibt (was zum Glück fast nirgends der Fall ist!), muss der Wahlvorstand auf einer Personalversammlung benannt werden.
  • Ein Wahlvorstand muss auch dann gebildet werden, wenn kein neuer Schulpersonalrat gewählt werden muss. Das kann dann der Fall sein, wenn der Schulpersonalrat außerhalb des regulären Termins seit Mai 2019 neu gewählt wurde. Da aber auch an diesen Schulen eine Wahl zum Gesamtpersonalrat und zum Hauptpersonalrat stattfinden muss, muss auch hier ein örtlicher Wahlvorstand gebildet werden.
  • Der Gesamtwahlvorstand, der die Personalratswahlen im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis koordiniert, nimmt in Kürze seine Arbeit auf. Als Vorsitzender wurde Martin Jöckel benannt. Er ist Lehrer an der Werner-Heisenberg-Schule in Rüsselsheim. Dort finden die Sitzungen des Gesamtwahlvorstands statt und dort laufen die organisatorischen Arbeiten zusammen. Der Gesamtwahlvorstand ist über die E-Mail-Adresse gesamtwahlvorstand@whs-ruesselseim.de erreichbar.

Mitte November wird das Wahlhandbuch der GEW versandt. Es geht per Post im Rahmen des Schulversands der GEW an alle GEW-Vertrauensleute. Sie müssen dieses Wahlhandbuch an den Vorsitzenden oder die Vorsitzende des Wahlvorstands weitergeben. Wenn bis dahin noch kein Wahlvorstand benannt wurde, ist es „höchste Eisenbahn“.  Die Wahlvorstände finden dort alle wichtigen Informationen, Tipps und Rechtsgrundlagen für die Durchführung der Wahl.

Wählerlisten vorbereiten

Die erste wichtige Aufgabe des örtlichen Wahlvorstands ist die Erstellung der Wählerlisten. Die Zahl der Wahlberechtigten entscheidet über die Größe des Schulpersonalrats und die Verteilung auf Beamte und Angestellte bzw. Frauen und Männer.  Diese Wählerlisten müssen bis Ende Januar erstellt sein. Zu diesem Zeitpunkt müssen die örtlichen Wahlvorstände auch ihre Meldungen an den Gesamtwahlvorstand mit der Zahl der Kolleginnen und Kollegen versandt werden, die an der einzelnen Schule für den Gesamtpersonalrat und den Hauptpersonalrat wahlberechtigt sind. Alle Informationen, wer für welchen Personalrat wahlberechtigt ist, findet man ebenfalls in dem Wahlhandbuch.

Im Januar lädt die GEW zu zwei Informationsveranstaltungen für die Mitglieder der örtlichen Wahlvorstände ein.

Wie bei jeder Wahl des Personalrats werden nicht alle Kolleginnen und Kollegen, die das Amt bisher ausgeübt haben, erneut kandidieren. Erfahrene Personalräte werden pensioniert oder wollen den Staffelstab an junge Kolleginnen und Kollegen weitergeben. Dazu sollte man frühzeitig interessierte Kolleginnen und Kollegen ansprechen.  Auch dazu haben wir zwei konkrete Gesprächsangebote vorbereitet, um mehr über Freud und Leid der Personalratsarbeit zu erfahren und – im Gespräch mit erfahrenen Personalräten – auszuloten, was auf einen zukommt  und wie man die Arbeit im Team mit anderen erfolgreich gestalten kann.

Informationsveranstaltungen für Wahlvorstände an Schulen

am Dienstag, dem 14. Januar 2020, von 14 bis 17 Uhr für Wahlvorstände im Kreis Groß-Gerau

in der Martin-Buber-Schule Groß-Gerau, Wilhelm-Seipp-Str.1

am Mittwoch, dem 15. Januar 2020, von 14 bis 17 Uhr Wahlvorstände im Main-Taunus-Kreis

in der Mendelssohn-Bartholdy-Schule Sulzbach, Staufenstraße 35

 

Die Mitglieder von Wahlvorständen sind nach § 21 Abs.2 in Verbindung mit § 40 Abs.2 HPVG für die Teilnahme an dieser Schulung freizustellen.  Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Terminproblemen besteht auch die Möglichkeit, den Termin für den anderen Kreis wahrzunehmen.

 

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Aktuell
news-264 Thu, 14 Nov 2019 17:07:06 +0100 A13 für alle https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/264-a13-fuer-alle/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=072c1acc6f93e57c780dc8ee55f746cd Lehrerinnen und Lehrer aus dem Kreis Groß-Gerau übergaben am 13. November in der Geschäftsstelle des CDU-Kreisverbands den „schwarz-grünen Sparzwerg“ und folgenden Brief an die Landtagsabgeordneten Ines Claus und Sabine Bächle-Scholz. Groß-Gerau, 13.11.2019 (Foto: GEW)

 

A13 für alle

Lehrerinnen und Lehrer aus dem Kreis Groß-Gerau übergaben am 13. November in der Geschäftsstelle des CDU-Kreisverbands den „schwarz-grünen Sparzwerg“ und folgenden Brief an die Landtagsabgeordneten Ines Claus und Sabine Bächle-Scholz.

 

Sehr geehrte Frau Bächle-Scholz, sehr geehrte Frau Claus,

 

der 13. November ist rechnerisch der Tag, ab dem die Lehrkräfte mit dem Lehramt Grundschule, die nach A 12 besoldet werden, im Vergleich mit den Lehrkräften in allen anderen Lehrämtern, die nach A 13 besoldet werden, kein Gehalt mehr bekommen – und das bis zum Ende des Jahres.

 

Die GEW Hessen macht deshalb auch am 13. November 2019 erneut auf ihre Forderung aufmerksam, auch die Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer nach A 13 bzw. E 13 zu besolden. Dazu sprechen wir insbesondere die Abgeordneten des Landtags aus den Fraktionen der Regierungskoalition an.

 

Unser schwarz-grüner Sparzwerg, den wir Ihnen überreichen, trägt die rote Laterne, denn inzwischen ist Hessen bei der Bezahlung der Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer ganz weit nach hinten gerutscht.  Sechs Bundesländer haben inzwischen die Bezahlung der Grundschullehrkräfte nach A13 bzw. E 13 eingeführt oder ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren eingeleitet.  Eine entsprechende Dokumentation fügen wir unserem Schreiben bei.

 

Gleichzeitig haben hessische Grundschullehrkräfte im Vergleich mit den Kolleginnen und Kollegen in allen anderen Bundesländern die höchste Pflichtstundenzahl.

 

Wir fordern Sie als direkt gewählte Abgeordnete im Kreis Groß-Gerau auf, sich in Ihrer Fraktion und in der Regierungskoalition dafür einzusetzen, dass die hessische Landesregierung endlich ihre Blockadepolitik aufgibt. Für Frauen, die an allen Grundschulen in der  übergroßen Mehrheit sind, ist die gleiche Besoldung für Grundschullehrkräfte auch eine Frage der Geschlechtergerechtigkeit. 

 

Angesichts des dramatischen Lehrkräftemangels in den Grundschulen gerade auch im Kreis Groß-Gerau ist die gleiche Besoldung für Grundschullehrkräfte außerdem notwendig, um die Attraktivität des Berufs zu steigern. 

 

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Aktuell
news-267 Sat, 26 Oct 2019 19:32:00 +0200 24. Bildungstag: Tag der Nachhaltigkeit https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/267-24-bildungstag-tag-der-nachhaltigkeit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9bb4460d774c8cf90e35cb3989525287 Berichte zu den Arbeitsgruppen vom Bildungstag Den Bericht zur AG 2 finden Sie in einer eigenen Kachel unter "Aktuell": Bericht zur AG 2

 

Zu den weiteren Berichten folgen Sie bitte
diesem Link : Berichte zu den AGs

 

Einen Programmflyer als pdf finden Sie hier:
Programmflyer 

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Aktuell
news-265 Sat, 26 Oct 2019 19:30:00 +0200 fridays for future beim GEW- Bildungstag 2019 https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/265-fridays-for-future-beim-gew-bildungstag-2019/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a88b3fbccd6491f2e796f704aa264ba2 Der Stadtschülerrat leitete eine AG beim GEW- Bildungstag zum Thema "Fridays for future" Ein ausführlicher Bericht von Bernhard Trillig Schülerproteste gegen die Klimapolitik

Bericht aus der AG 2 beim GEW-Bildungstag

Die AG wurde geleitet von Niklas Fitzek, Schulsprecher der Immanuel-Kant-Schule Rüsselsheim, und Merve Baran von der Max-Planck-Schule Rüsselsheim. Beide sind im Stadtschülerrat und der Fridays-for-Future-Bewegung Rüsselsheim aktiv, an deren Gründung sie maßgeblich beteiligt waren. An der AG nahmen zwei Schülerinnen und acht Erwachsene teil.

 

Niklas und Merve gaben zunächst einen Überblick über die erstaun­liche Entwicklung der FfF-Bewegung - ausgehend vom ersten Sitzstreik von Greta Thunberg am 20.8.2018 vor dem Parlamentsgebäude in Stockholm. Ihre beharrlich fortgesetzten Aktionen stießen auf ein enormes Medieninteresse, besonders in Deutschland, wo die TAZ schon nach zwei Wochen darüber berichtete. Hier kam es im Dezember 2018 zur Gründung einer FfF-Bewegung. Die breite Resonanz auch in vielen anderen Ländern  führte zu einem ersten internationalen Protesttag im März 2019. In unserer Region (GG-MTK) gibt es lokale Aktions­gruppen bisher nur in Groß-Gerau und Rüsselsheim.

 

Merve erklärte, sie habe durch die Behandlung der Klimaproblematik im Unterricht und engagierte Lehrer wesentliche Anregungen erhalten, selbst politisch aktiv zu werden. Für Niklas ist die Gründung einer lokalen Aktionsgruppe in Rüsselsheim eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich mehr Schülerinnen und Schüler der Region beteiligen, da die Fahrten zu zentralen Demos in Frankfurt oder Darmstadt zu zeitaufwendig und teuer seien. Die Befürchtung schulischer Nachteile würde aber viele Schülerinnen und Schüler davon abhalten, freitags während der Unterrichtszeit zu demonstrieren. Merve glaubt, dass in der Schülerschaft die Angst vor der Obrigkeit zugenommen habe; daher sei es wichtig, dass man sich untereinander gegenseitig Mut mache. Die Fehlstunden würden in der Schule registriert. Einzelne Lehrer würden „Krankmeldungen“ akzeptieren, andere nicht. Niklas räumt ein, dass von manchen Schulleitern starker Druck ausgeübt werde, was aber auch damit zusammenhänge, dass das Kultusministerium die Schulleiter angewiesen habe, Schulstreiks nicht zuzulassen. Den Schul­leitern sei es jetzt untersagt, die Teilnahme von Lerngruppen an FfF-Aktionen als Unter­richts­veranstaltung zu genehmigen, wie dies noch im März 2019 in einzelnen Fällen geschehen sei. Merve berichtet, dass ihr Schulleiter der FfF-Bewegung durchaus wohlwollend gegenüberstehe, auch wenn er einräume, dass ihm nach den Äußerungen des Kultusministeriums  die Hände gebunden seien.

 

Nach Angabe eines AG-Teilnehmers hätten sich in Frankfurt bei den letzten Aktionstagen von ca. 100.000 Schülerinnen und Schülern etwa 500 bei den Schulstreiks beteiligt. Wenn man die etwa 27.000 Grundschüler außen vor lässt, seien also nur etwa 0,7% der Schülerschaft (ab Sek. 1) dem Unterricht ferngeblieben. Um zu einer größeren Beteiligung und auch einer stärkeren Einbeziehung von Erwachsenen zu kommen, schlug er vor, statt immer nur freitags wenigstens einmal im Jahr überregional Protestaktionen an einem Samstag zu organisieren. Streikerfahrene GEW-Kollegen hielten dagegen, dass zumindest bei den Lehrern die Mobilisierung zu solchen Protestaktionen meistens noch schwieriger gewesen sei als zu Streiks während der Unterrichtszeit. Natürlich gab es aber auch schon samstags Demonstrationen mit großer Beteiligung, z.B. gegen die Flughafenerweiterung.

 

Auf die Frage der Teamer, wie die anwesenden Lehrkräfte die Verhaltensweisen ihrer Schüler im Zusammenhang mit FfF einschätzen, erklärt ein Kollege vom Gymnasium Gernsheim, dass es dort bisher keine Unterstützung der FfF-Bewegung gebe, obwohl von Seiten der Schulleitung – außer bei Klausurterminen – kaum mit Sanktionen für ein Fernbleiben vom Unterricht gedroht wurde. Er vermutet, dass Schüler zusätzliche Impulse brauchen, um sich bei einem Streik zu beteiligen. Ein Kollege habe seine 8. Klasse ermuntert, am überregionalen Aktionstag 20.9. 2019 angesichts der globalen Bedrohung durch den Klimawandel auf die Straße zu gehen – ohne Erfolg. Ein Kollege gab allerdings zu bedenken, dass es der FfF-Bewegung schaden könnte, wenn Lehrkräfte sich zu sehr einmischen. Würde die Beteiligung an einer Demo während der Unterrichtszeit keine Regelverletzung mehr darstellen, könnte dies ihre Wirkung schwächen.

 

Nach einer kurzen Darstellung der zentralen Ziele der FfF-Bewegung - insbesondere Rückführung der CO2-Emissionen, die wesentlich durch die Einführung einer Treib­hausgas-Emissionssteuer bewirkt werden soll – erläuterten Niklas und Merve, welche Anteile die verschiedenen Bereiche an den CO2-Emissionen haben: Hauptverursacher sei die Energiewirtschaft (46%) gefolgt vom Verkehr (22%) (Stand: Jan. 2016). Außerdem gaben sie u.a. einen Überblick über den Stand der Energiewende in Deutschland.

 

Abschließend stellte die AG konkrete klimapolitische Forderungen zusammen, die der Stadtschülerrat am Jugendforum am 19.11.2019 an die Stadt Rüsselsheim stellen könnte. Nachdem in Rüsselsheim als einer der ersten Städte in Deutschland der „Klimanotstand“ ausgerufen wurde, muss die Stadt bei jedem Projekt die Auswirkungen auf das Klima darlegen.

 

  • Die Regulierbarkeit der Heizungen in den Schulen sollte verbessert werden; bei einer Sanierung sollte eine klimafreundliche Heizung eingebaut werden.
  • Die Fahrradwege sollen ausgebaut werden.
  • Es sollten mehr Schulbusse eingesetzt werden.
  • Der Hol- und Bringverkehr zur Schule durch die Eltern soll eingeschränkt werden.
  • Die Hausmeister sollen durch Fortbildungen in die Lage versetzt werden, die Schulen klima­freundlicher zu warten.
  • Die Technoparty, die von der Stadt gefördert wird, soll außerhalb eines Naturschutzgebiets stattfinden. Diese Forderung des BUND dürfte vermutlich im Stadtschülerrat Kontroversen auslösen.

 

Die Schülervertretungen sollten sich dafür einsetzen, dass die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in jedem Schulcurriculum verankert wird. Bei schon bestehenden Konzepten für ökologische Bildung sollte die Schule verpflichtet werden, ihre Umsetzungen  zu überprüfen. Die SV sollte verstärkt von der Möglichkeit Gebrauch machen, durch ihre Vertreterinnen und Vertreter in den Fach- und Gesamtkonferenzen klimapolitische Forderungen vorzutragen. Die SV könnte auch im Schulelternbeirat über solche Forderungen informieren.

 

Ein Aktionsvorschlag: Der Stadtschülerrat könnte eine öffentliche Stadtschülerversammlung auf dem Marktplatz einberufen, dazu auch den Bürgermeister einladen und dort ihre klimapolitischen Forderungen vortragen.

 

Interessierte Eltern in Rüsselsheim könnten eine lokale Aktionsgruppe „Parents-for-Future“ gründen und dadurch die FfF-Bewegung unterstützen.

 

In vielen Orten, z.B. auch in Mainz und Wiesbaden, gibt es Gruppen von „Scientists-for-Furure“, in denen nicht nur Wissenschaftler sondern u.a. auch Lehrer aktiv sind. Sie sind bereit, Informationen zu Fragen des Klima- und Umweltschutzes allgemeinverständlich zu erklären und können z.B. auch zu Schulveranstaltungen eingeladen werden.

 

Kontaktadressen der Fridays-for-Future-Bewegung in Rüsselsheim:

Email: fridaysforfutureruesselsheim@gmail.com

Instagram: fridaysforfutureruesselsheim

Ortsgruppe Rüsselsheim auf Whatsapp.

 

Bericht: Bernhard Trillig

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Aktuell
news-259 Wed, 23 Oct 2019 13:50:00 +0200 Das Schuljahr hat begonnen https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/259-das-schuljahr-hat-begonnen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=767081a7611c53fff5714b85006f92e3 Informationen zur Lage an den Schule Kultusminister Lorz hält die Schulen im neuen Schuljahr – so der Tenor seiner Pressekonferenz – für „hervorragend aufgestellt“.  Das für die Kreise Groß-Gerau und Main-Taunus zuständige Staatliche Schulamt Rüsselsheim hält sich in seiner Pressemitteilung zum Schuljahresbeginn mit Superlativen zurück, sondern hält die Personalversorgung für „insgesamt auskömmlich“ und beschränkt sich ansonsten auf die nüchternen Zahlen. Danach ist die Zahl der Schulanfängerinnen und Schulanfänger im Main-Taunus-Kreis konstant, während sie im Kreis Groß-Gerau weiter leicht, aber mit 2 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt ansteigt.

Weder das Kultusministerium noch die Staatlichen Schulämter veröffentlichen Zahlen über den konkreten Lehrkräftemangel insbesondere an Grundschulen und im Bereich der sonderpädagogischen Förderung. Die Aussage des Kultusministers, dass „alle Stellen besetzt“ wurden, verschleiert, wie hoch der Anteil der Lehrkräfte ist, die keine abgeschlossene Lehrerausbildung haben. Insbesondere in den Grundschulen und im Bereich der sonderpädagogischen Förderung konnten viele Lücken in den Stunden- und Einsatzplänen nur mit Kolleginnen und Kollegen geschlossen werden, die keine Lehrerausbildung haben. Die Zahl der Lehrkräfte mit den Lehrämtern für Gymnasien und Haupt- und Realschulen, die eine aufwändige und kräftezehrende berufsbegleitende Qualifizierung  für die Lehrämter an Grundschulen  und Förderschulen absolvieren, ist hier nur ein Tropfen auf den heißen Stein: Im Schulamt GG/MTK sind es gerade zwei an Förderschulen und acht an Grundschulen.  

Steigende Schülerzahlen – große Klassen

Steigende Schülerzahlen verzeichnen insbesondere auch die Gymnasien und Gymnasialzweige an den Kooperativen Gesamtschulen im Main-Taunus-Kreis und die Integrierten Gesamtschulen. Die Gesamtzahlen verdecken allerdings die Dramatik der Entwicklung an einzelnen Schulen. So mussten die Martin-Buber-Schule in Groß-Gerau und die Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf im neuen 5. Jahrgang zehn Parallelklassen einrichten: Hier platzen die Schulen aus allen Nähten. Die Probleme sind allerdings nicht nur räumlicher Art, wie der Personalrat der Martin-Buber-Schule in seiner Stellungnahme zum Schuljahresbeginn deutlich machte:

„Genau genommen begann das neue Schuljahr in den letzten Wochen des alten. Wir erfuhren, dass unsere vormals vierzügige – man soll ja wissen, wo man herkommt und soweit reicht das Gedächtnis des Personalrats – dann irgendwann erfolgreich sechszügige und später zähneknirschend achtzügige IGS nun zunächst neun- und dann zehnzügig werden soll, wobei Kollegium und Räume keineswegs in entsprechender Weise mitgewachsen sind. Wenn der Schein vom ‚Bildungsfrühstück‘ nicht trügt, rechnet Landrat Will (SPD) – ‚von der Pädagogik absehend‘ – künftig mit Containern auf dem Schulhof und mittelfristig einem weiteren Ergänzungsgebäude auf unserem großzügigen Schulgelände – zweifellos die kostengünstigste Lösung. Das Schulamt ist erst gar nicht frühstücken gekommen. Zur Konferenz am Ende der Ferien waren die Stundenpläne fertig – in letzter Minute. Vakanzen konnten nicht früher besetzt werden oder bestehen weiter. Insofern beginnt das neue Schuljahr noch. Auf unserer ersten Personalversammlung nach zwei Schulwochen ging es um die permanent wachsenden Verwaltungsaufgaben, gerade zum Schuljahresbeginn. In Erinnerung ist die Klage einer jungen engagierten Kollegin, sie drohe unter der Belastung zusammenzubrechen. Das entspricht weitgehend den Ergebnissen einer Befragung des Kollegiums durch den Medical Airport Service, der als arbeitsmedizinischer Dienst im letzten Schuljahr eine Beurteilung zur Gefährdung durch psychische Belastungen durchführte.“

Zum selben Fazit kommt das Kollegium der Gesamtschule am Rosenberg in Hofheim in einer aktuellen Überlastungsanzeige:

„Wir zeigen Ihnen hiermit an, dass wir uns aufgrund der extrem gewachsenen Zahl an dienstlichen Aufgaben und deren Umfang nicht mehr in der Lage sehen, unsere Arbeit vollständig und in qualitativ angemessener Weise sowie mit der erforderlichen Sorgfalt auszuführen. Wir sehen unsere Gesundheit gefährdet.“

Während die Zahl der Klassen in den Grundschulen und in der Sekundarstufe I um 50 angestiegen ist (+ 2%), ist die Zahl der Lehrerstellen nach den vorläufigen Zahlen der Stellenzuweisung in diesem Bereich nur geringfügig um 12 Stellen angewachsenen (+0,5%), so dass man insgesamt von weiter steigenden Klassengrößen ausgehen muss. Zahlen über die Klassengrößen werden vom Kultusministerium seit Jahren nicht mehr vorgelegt. Die Durchschnittszahlen, die sowohl große Schulen in den Ballungsräumen als auch kleinere Schulen im ländlichen Raum vermengen, helfen hier nicht weiter. Eine zehnzügige IGS hat rein rechnerisch keine Möglichkeit, dass sie auch einmal in einem Jahrgang kleinere Klassen bilden kann, als es die Verordnung über die Klassenobergrenzen vorsieht. Damit ist es auch nicht möglich, Plätze für Quereinsteiger oder „Querversetzungen“ aus den Gymnasien vorzuhalten.

Betrachtet man die Stellenzuweisung außerhalb des Pflichtunterrichts, so verzeichnet die Stellenzuweisung eine bessere Zuweisung für Intensivklassen (+ 10 Stellen) und für Deutsch als Zweitsprache und Vorlaufkurse (+ 10 Stellen). Der Stellenzuwachs im Bereich der Ganztagsangebote (+ 14 Stellen) geht vor allem auf die Aufnahme zusätzlicher Schulen in den Pakt für den Nachmittag zurück. Im Bereich des Inklusiven Unterrichts, der sowohl die Beratung durch das Personal der Beratungs- und Förderzentren (BFZ) als auch die gemeinsame inklusive Beschulung umfasst, ist die Zahl der Stellen unverändert, obwohl die Zahl der Kinder an Förderschulen rückläufig ist (-17%). Allerdings sind diese Zahlen mit großer Vorsicht zu bewerten, da viele Entscheidungen erst am Anfang des Schuljahres fallen.

 

Inklusive Schulbündnisse

Zu Beginn des neuen Schuljahres trat auch die lange überfällige Verordnung über die Aufgaben und die Organisation der inklusiven Schulbündnisse in Kraft (Amtsblatt 7/2019).

In den Kreisen Groß-Gerau und Main-Taunus wurden je vier inklusive Schulbündnisse (iSB) gebildet. Die „Implementierungsphase“ wurde im Schuljahr 2018/19 abgeschlossen. In den iSB sind alle allgemeinen Schulen, die Beratungs- und Förderzentren (BFZ) und die beruflichen Schulen einer Region zusammengeschlossen. Sie sollen die Arbeit im Bereich des inklusiven Unterrichts koordinieren und insbesondere die Kriterien für die Verteilung der Ressourcen im Bereich der sonderpädagogischen Förderung festlegen:

„Die inklusiven Schulbündnisse legen verbindliche, regionale Kriterien zur jährlichen Verteilung der Gesamtressource aller sonderpädagogischen Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsleistungen (…) sowohl an allgemeinen Schulen als auch an Förderschulen fest.“ (§ 3 Abs.4)

Die GEW und die GEW-Mitglieder im Gesamtpersonalrat, der an der Verteilung der Ressourcen mit beratender Stimme mitwirkt und die Mitbestimmungsreche beim Personaleinsatz wahrnimmt, werden sehr genau beobachten, wie sich diese Arbeit in den iSB entwickelt. Ob diese Konstruktion zu mehr gemeinsamer Verantwortung aller Schulen und Schulformen für die Inklusion führt oder nur ein Zeitfresser ohne praktische Konsequenzen sein wird, wird vor allem auch vom Engagement der allgemeinen Schulen abhängen.

Wir verweisen besonders auf eine neue Sonderzuweisung für „Koordinationsstunden iSB". Der Umfang der Sonderzuweisung kann bei den Schulleitungen erfragt werden. Die Sonderzuweisung ist nach einer Verfügung des Staatlichen Schulamts Rüsselsheim vom 2.8.2019 für „begleitende und unterstützende Aufgaben im Sinn der inklusiven Beschulung" zu verwenden. An erster Stelle wird dort die Verwendung für „die Freistellung von Lehrkräften zur Übernahme koordinierender Aufgaben mit anderen Lehrkräften, z.B. Teamzeiten, Koordinationszeiten mit rBFZ" genannt. Die Stunden werden sicher nicht ausreichen, um die zahlreichen Koordinationspflichten im Rahmen des inklusiven Unterrichts und die zusätzlichen Verpflichtungen der Schulleitungen auszugleichen, aber es ist doch ein erster Schritt. Für uns ist klar, dass Personalräte und Konferenzen hier informiert und eingebunden werden müssen.

 

GEW fordert Transparenz der Stellenzuweisung

Die Transparenz der Zuweisung von Lehrerstellen zur Abdeckung des Unterrichts und aller unterrichtsbegleitenden Maßnahmen, des Zuschlags zur Grundunterrichtsversorgung von 4 Prozent bzw. 5 Prozent an Selbstständigen Schulen und der Deputate hat für die GEW eine sehr hohe Priorität. An dieser Stellen wissen wir uns sehr einig mit dem Hessischen Kultusministerium (HKM). Unmittelbar vor den Sommerferien erhielten alle Schulen vom HKM in der Mail „Neue Sollmitteilung zum 1.8.2019" ihre Stellenzuweisung für das Schuljahr 2019/2020. Diese ist auch Grundlage der Soll-Ist-Bilanz, die von allen Schulleitungen auf der Plattform PPB (Planung Personal Budget) aktuell abgerufen werden kann. Wir verweisen auf den folgenden Schlusssatz der Mail: 

„Wir bitten Sie, die Höhe und Zusammensetzung der Zuweisung für das kommende Schuljahr auch den verschiedenen Gremien Ihrer Schule transparent darzustellen."

Die Handreichung der GEW „Stellenzuweisung und Deputate transparent machen“ wurde Anfang des Schuljahres allen Schulvertrauensleuten zur Verfügung zugesandt. Sie soll Konferenzen, Personalräte oder Elternbeiräte in die Lage versetzen, ihre Mitbestimmungsrechte nach dem Hessischen Schulgesetz und dem Hessischen Personalvertretungsgesetz wahrzunehmen. Die Handreichung der GEW beantwortet unter anderem folgende Fragen:

  • Was ist die Grundunterrichtsversorgung und wie wird sie berechnet?
  • Welche Zuweisungen gibt es für besondere Aufgaben?
  • Was ist die zusätzliche Zuweisung von 4 bzw. 5 Prozent?
  • Wofür darf dieser Zuschlag verwendet werden und wer entscheidet über die Verteilung?
  • Welche Rechte  haben die Kollegien und die Personalräte?
  • Welche Deputate stehen für die Mitglieder der Schulleitungen und für besondere Aufgaben von Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung?

Generell fordert die GEW, dass die Deputate für besondere zusätzliche Aufgaben, die die Belastung in den letzten Jahren deutlich nach oben geschraubt haben, für Kolleginnen und Kollegen, aber auch für die Schulleitungen erhöht werden. Missgunst und Ärger wachsen immer aber dann in besonderem Maß, wenn die Ressourcen und ihre Verwendung im Interesse von Schülerinnen, Schülern und Beschäftigten nicht transparent dargestellt werden.

Die Handreichung enthält zahlreiche Erklärungen und anschauliche Rechenbeispiele und ist auch Thema bei den nächsten Treffen und Schulungen der Personalräte und Vertrauensleute der Schulen im Krei Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis (siehe unter Aktuell).

Harald Freiling

 

HPVG-Schulung für Personalräte der Schulen im Main-Taunus-Kreis:

Mittwoch, 30.10. 9.30 bis 16 Uhr, Kreishaus Hofheim

Eine Anmeldung ist erforderlich:
  gewschmidbauer@t-online.de

 

Treffen der Personalräte und GEW-Vertrauensleute im Kreis Groß-Gerau:

Mittwoch, 13.11., 15 bis 17.30 Uhr in der Martin-Buber-Schule Groß-Gerau

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Details zu den aktuellen Themen und zu den Freistellungsmöglichkeiten für Personalräte nach § 40 HPVG findet man auf der Homepage der GEW unter www.gew-gg-mtk.de.

 

Einladungen und regelmäßige Informationen erhalten Sie auch über den Mail-Verteiler der GEW für Personalräte und für aktive GEW-Mitglieder vor Ort.
Wenn Sie dort noch nicht verzeichnet sind oder wenn Sie aus dem Verteiler gestrichen werden wollen, schicken Sie eine Mail an: 
freiling.hlz@t-online.de.

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Aktuell
news-258 Mon, 21 Oct 2019 13:50:00 +0200 Auf dem Weg zu einem neuen Schulentwicklungsplan in Rüsselsheim https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/258-auf-dem-weg-zu-einem-neuen-schulentwicklungsplan-in-ruesselsheim/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9f513bb76938da5661f19583833b0234 „Es werden viel mehr Kinder“ Prognosen zur Schulentwicklung in Rüsselsheim bis 2024/25 Wie in der letzten Ausgabe von GEW regional berichtet, hat Rüsselsheim die Erstellung eines Schulentwicklungsplans in Auftrag gegeben. Die ersten Zahlen, die das Institut GEBIT/Münster erhoben hat, wurden Anfang September präsentiert. Die vorgelegten Hochrechnungen überraschen nicht grundsätzlich, bedeuten aber in ihrer Dimension für die Schulen der Stadt Rüsselsheim eine erheblich größere Herausforderung als erwartet.

Bedingt durch Zuzug (Rüsselsheim hat inzwischen rund 65 000 Einwohner), höhere Geburtenraten und Neubauprojekte in verschiedenen Stadtteilen werden die Schülerzahlen noch deutlich ansteigen. Nach den Prognosen des Instituts müssen bis 2024/25 allein in den Grundschulen über 450 Schülerinnen und Schüler mehr beschult werden als zurzeit. Dies bedeutet, dass die Klassenzahl von derzeit 133 auf 151 steigen würde, was der Schülerzahl einer viereinhalbzügigen Schule entspricht.

Besonders die Eichgrundschule, die Hasengrundschule und der Innenstadtbereich werden von diesem Zuwachs betroffen sein. Damit wachsen Raum- und Ausstattungsbedarf erheblich und auch der Personalbedarf, denn die Nachmittagsbetreuung sollte zumindest auf dem derzeitigen Stand gehalten werden.

Wer die Schulen kennt, weiß, was das bedeutet, allein die Hasengrundschule wird zukünftig statt 13 Klassenräumen 20 benötigen. Die auf ihrem Gelände aufgestellten und derzeit von der Sophie-Opel-Schule als Klassenräume genutzten Module sollten nach Umzug eigentlich von der Nachmittagsbetreuung der Hasengrundschule genutzt werden, aber das könnte eng werden.

Bürgermeister Grieser äußerte, dass die Stadt bis auf weiteres keine Schulneubauten planen kann, denn dazu reichten die Kapazitäten in der Verwaltung nicht aus. Zuerst müsse der Bau der Sophie-Opel-Schule und die anstehenden Umbauten und Sanierungen abgearbeitet werden. Man wolle versuchen, die bestehenden Gebäude zu nutzen und auszugestalten, um die nötigen Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen. Das würde auch bedeuten, dass unter Umständen das Gebäude der Grundschule Innenstadt weiter als Schule genutzt wird, weil die Schüler/innen nicht vollständig in die Parkschule umziehen könnten, denn dort seien die Räume dann nicht ausreichend.

Auch über Lenkungsmaßnahmen und Neuaufteilung von Schulbezirken müsse nachgedacht werden, aber das seien vorläufige Ideen, denn zunächst müssten die vorgelegten Zahlen und Prognosen im Detail analysiert werden.

Die Schülerzahl an den weiterführenden Schulen wird naturgemäß ebenfalls steigen. Insgesamt werden hier ungefähr 400 Schülerinnen und Schüler mehr erwartet. Die Prognosen von GEBIT stützen sich auf Entwicklungen seit 2014/15 und schon in diesem Zeitraum wuchs die Zahl der Schülerinnen und Schüler bis heute um 350.

Nicht alle Schulen werden von diesem Anstieg betroffen sein, die Alexander-von-Humboldt-Schule wird wahrscheinlich auf dem derzeitigen Stand verbleiben, allerdings verzeichnet die Sophie-Opel-Schule als kooperative Gesamtschule bereits jetzt eine erhebliche Nachfrage und wird möglicherweise doch größer auszulegen sein als geplant.

Die Oberstufen der beiden Gymnasien in städtischer Trägerschaft (Immanuel-Kant- und Max-Planck-Schule) werden laut Prognose bis  2024/25 von insgesamt 2532 Schülerinnen und Schülern besucht werden. Besonders an der IKS kann der Anstieg deutlich ausfallen, dort wird mit bis zu 250 Schüler/-innen mehr gerechnet.

Zahlen für die Förderschulen zu prognostizieren erwies sich als schwierig, sodass lediglich die Entwicklung von 2014/15 bis 2018/19 vorgestellt wurde. Die Grundstufe der Borngrabenschule besteht konstant seit dem Schuljahr 2016/17 aus noch einer Klasse. In der Mittelstufe ist die Schülerzahl jedoch im letzten Schuljahr auf nun 3 Klassen angestiegen, mit mehr Schülerinnen und Schülern als 2014/15, dem Jahr, in dem zuletzt 3 Klassen geführt worden waren. Da die Helen-Keller-Schule Schüler/innen auch aus anderen Kommunen des Kreises aufnehmen muss, ist Rüsselsheim hier nicht alleine verantwortlich. Ursprünglich für 120 geplant, beschult sie inzwischen 200 Kinder und Jugendliche, eine Ausweitung der Kapazität ist nicht mehr möglich. Die Stadt will hier Gespräche mit dem Kreis führen, wie mit den wachsenden Schülerzahlen umzugehen ist.

Die Hochrechnungen und Prognosen sind die Grundlage für die nächsten Schritte, das Institut wird eine Berechnung möglicher Szenarien vornehmen, sowie die Bewertung des Raumbedarfs für die einzelnen Schulen und die Erstellung von Optionen für die weitere Entwicklung der Schulen in Rüsselsheim. Ergebnisse dafür liegen noch nicht vor. Die darauf folgende Ausgestaltung und Umsetzung des Schulentwicklungsplans wird die Verantwortlichen der Stadt Rüsselheim vor keine leichte Aufgabe stellen.

 

Karola Pruschke-Löw

 

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Aktuell
news-256 Tue, 17 Sep 2019 15:52:00 +0200 Klimastreik auch im Kreis Groß-Gerau https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/256-klimastreik-auch-im-kreis-gross-gerau/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=96667946924b04508f99fd4548b1eaaf Freitag, 20. September 2019

Auch die GEW und der DGB hatten ihre Mitglieder im Rahmen ihrer zeitlichen Möglichkeiten dazu aufgerufen, an den Aktionen im Rahmen des bundesweiten Klimastreiks teilzunehmen. GEW-Fahnen waren deshalb auch auf den Kundgebungen in Darmstadt, Rüsselsheim, Groß-Gerau und Frankfurt zu sehen.

Jürgen Planert, Geschäftsführer der südhessischen DGB-Region, wies darauf hin, dass „Industriearbeit und Klimaschutz nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen“. Weiter heißt es in der Erklärung des DGB Südhessen: Arbeit und Umwelt gehören zusammen. Nur ökologisch sinnvolle Arbeitsplätze sind auf Dauer auch sichere Arbeitsplätze. Der Weg in eine klimafreundliche Zukunft muss gerecht gestaltet werden. Deshalb setzen wir uns für einen sozial-ökologischen Umbau ein. Klimaschutz geht nur sozial. Mit einem Paket aus einer zielgerichteten Klimaschutzpolitik und einer aktiven Strukturpolitik bietet der notwendige Wandel große Chancen für mehr, neue und nachhaltige Beschäftigung und gute Arbeit. Dort aber, wo Menschen ausgebeutet werden, kommt in der Regel auch die Natur unter die Räder. Deshalb brauchen wir einen grundlegenden politischen Kurswechsel: Mensch und Umwelt müssen Vorrang haben vor Kapital- und Profitinteressen.“

 

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