GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Fri, 14 Aug 2020 10:22:33 +0200 Fri, 14 Aug 2020 10:22:33 +0200 TYPO3 EXT:news news-320 Thu, 02 Jul 2020 10:50:00 +0200 Presseerklärung der GEW GG und MTK https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/320-presseerklaerung-der-gew-gg-und-mtk/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1c39be9e0318208d368dd94345367e69 Ankündigungen von Kultusminister Lorz zum Unterrichtsbetrieb nach den Sommerferien 2.7.2020

 

An die örtliche und regionale Presse

 

Zur Kenntnis:

Schulträger im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis

Kreiselternbeiräte

Personalräte der Schulen

 

 

Presseerklärung

Ankündigungen von Kultusminister Lorz zum Unterrichtsbetrieb nach den Sommerferien

 

Die Vorstände der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis nehmen in einer gemeinsamen Presseerklärung zur Ankündigung des Kultusministers Stellung, dass der Unterricht in den hessischen Schulen nach den Sommerferien wieder in vollem Umfang aufgenommen werden soll. Dabei sollen wesentliche Maßnahmen zur Reduzierung des Infektionsrisikos nicht mehr gelten. Das gilt insbesondere für die Abstandsregeln und die Bildung konstanter Lerngruppen zur Vermeidung von Infektionsbrücken.

 

Aus pädagogischer Sicht teilt die GEW den Wunsch der Eltern und der Lehrkräfte, im neuen Schuljahr zum regulären Unterricht zurückkehren zu können, da die Infektionszahlen derzeit sinken und die Hoffnung besteht, dass die positive Entwicklung weiterhin anhalten wird. Doch dürfe diese Hoffnung nicht die alleinige Richtschnur für die Entscheidungen der Landesregierung sein. Die Gefahr einer erneuten lokalen, regionalen oder landesweiten Schließung von Schulen wird aus Sicht der GEW vom Ministerium heruntergespielt. Wörtlich heißt es in der Presseerklärung: „Wir können aus den Briefen des Ministeriums an die Schulen und die Eltern vom 30.6. nicht erkennen, welche Vorkehrungen getroffen werden, um bei einer neuen Infektionswelle besser vorbereitet zu sein als im März 2020.“

 

Dies gelte insbesondere für die Verbindlichkeit von unterrichtsersetzenden Lernsituationen im sogenannten „Homeschooling“, für die Lehrpläne, für den Ausbau des Schulportals und für die Verfügbarkeit digitaler Endgeräte für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte. Die angekündigten Leihgeräte sollen offensichtlich nur noch für Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt werden, die auf Grund eines erhöhten Risikos  nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können. Auch von einer geeigneten stabilen und datensicheren Plattform für Videounterricht, wie sie Kultusminister Lorz noch am 13.6. in Rüsselsheim als Teil des Schulportals in Aussicht stellte, ist nicht mehr die Rede. Stattdessen wird den Schulen trotz aller Warnungen aus dem Kultusministerium weiterhin erlaubt, „alle gegenwärtig erhältlichen Videokonferenzsysteme“ zu nutzen.

 

 

 

-2-

 

 

Die GEW hält es außerdem für „unseriös“, dass sich der Kultusminister bei der Aufhebung der Abstandsregeln für alle Klassen auf die „Erfahrungen“ der Grundschulen beruft. Zum Zeitpunkt des Ministerschreibens war der „Probelauf“ an den Grundschulen gerade sechs Tage alt: „Aussagen über die Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen sind hier überhaupt noch nicht möglich.“

 

Angesichts der Warnung zahlreicher Virologen vor der Öffnung der Schulen ohne Abstandsregeln ist auch die Aussage des Ministers, er beziehe sich immer „auf medizinische Empfehlungen und wissenschaftliche Befunde“, für die GEW „wenig glaubwürdig“.

 

Für begrüßenswert hält die GEW die Bereitstellung von Schutzausrüstung und Testmöglichkeiten für Lehrkräfte und sozialpädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dies wünschen. Allerdings müssten auch hier den Worten Taten folgen.

 

Keine Lernbereitschaft sieht die GEW dagegen bei der Bereitschaft des Kultusministeriums, Eltern, Lehrkräfte, Gewerkschaften und Personalräte an den Entscheidungen zu beteiligen, wie Lorz dies unter anderem am 13.6. in Rüsselsheim versprochen hatte. Als Beispiel nennt die GEW die Vorbereitungen für die „Sommerakademie“ am Ende der Ferien: „Obwohl in der extrem kurzfristigen Information an Schulen und Eltern von einer ‚Abstimmung mit den Schulträgern‘ die Rede war, erfuhr auch Landrat Will von diesem Vorhaben erst aus dem Anschreiben an die Schulen.“ Seiner Feststellung könne sich die GEW uneingeschränkt anschließen: „Zusammenarbeit auf Augenhöhe sieht anders aus!“

GEW-Kreisverband Groß-Gerau

für das Kreisvorsitzendenteam:

Robert Hottinger

r.hottinger@gew-gg-mtk.de

 

GEW-Kreisverband Main-Taunus

für das Kreisvorsitzendenteam:

Katja Pohl

Katja.m.pohl@web.de

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Aktuell
news-319 Thu, 02 Jul 2020 06:50:00 +0200 Update zum Ferienbeginn (Stand: 1.7.2020) https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/319-update-zum-ferienbeginn-stand-172020/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f80748d53f38bb29378c6d39d9853c14 1.) Sommerferienakademie 2.) Vorbereitung des nächsten Schuljahres GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus

Harald Freiling, Kreisrechtsberater

 

Kontakt: freiling.hlz@t-online.de

 

Informationen für Personalräte und GEW-Vertrauensleute

 

Update zum Ferienbeginn (Stand: 1.7.2020)

1.) Sommerferienakademie

2.) Vorbereitung des nächsten Schuljahres

3.) Anlagen zum Download

 

1.) Sommerferienakademie

Mit Schreiben vom 26.6.2020 wurden die Schulen vom HKM über das Angebot einer „Sommerferienakademie“ in den letzten beiden Wochen der Sommerferien informiert. Gleichzeitig wurden bei den Eltern online, über die Presse und mit einem Elternbrief hohe Erwartungen für ein unterrichtsbezogenes, wohnortnahes Förderangebot zum Nachholen coronabedingter Defizite geweckt. Damit wurden die Personalräte und Schulleitungen einmal mehr überrollt. Auch die Schulträger, die immerhin die Räume zur Verfügung stellen müssen, waren nicht informiert, wie der Facebook-Post von Landrat Will (Kreis Groß-Gerau) dokumentiert:

 

„Bereits gestern (25.6.) hatte das Kultusministerium alle hessischen Schulen angeschrieben und die Idee einer Ferienakademie für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 8 geboren. „Für die Umsetzung dieses wichtigen Projektes werden Standorte, d.h. Schulen benötigt“, heißt es in dem Schreiben. Wenn nun SchulleiterInnen sich vorstellen können, dass eine solche Akademie an ihrer Schule stattfindet, dann sollen sie sich online beim Ministerium melden. „Wir bitten Sie, sich in diesem Fall mit dem Schulträger abzusprechen“, heißt es in dem Schreiben aus Wiesbaden weiter. Schön, dass man an uns auch noch denkt. Die Briefe an die Schulen konnte man schicken, an die Eltern natürlich auch gleich, selbstverständlich an alle Medien – nur die Schulträger sollen von den Schulleitern informiert werden. Grundreinigung, Baumaßnahmen, Umzüge – alles dies legen Schulträger gerne in die Ferien. Lieber Alexander Lorz, Zusammenarbeit auf Augenhöhe sieht anders aus: vielleicht hätte man uns ein paar Tage vorher „mit ins Boot“ nehmen können.“ (Hervorhebung: GEW)

 

In dem Schreiben werden die Schulleitungen gebeten, zu prüfen, ob sie sich „vorstellen können, Ihre Schule in Absprache mit dem Staatlichen Schulamt als möglichen Standort für eine Ferienakademie zur Verfügung zu stellen." Damit handelt es sich um ein freiwilliges Angebot, ob Schulleitungen Räume für ein schulbezogenes oder schulübergreifendes Angebot zur Verfügung stellen. Schulleitungen, die „ihre" Schule als Standort zur Verfügung stellen, müssen allerdings wissen, dass „bei der Umsetzung des Projektes (…) mindestens ein Schulleitungsmitglied vor Ort sein muss.“ 

 

Dass ein solches Angebote bei entsprechender Vorbereitung sinnvoll sein kann, steht außer Frage. Trotzdem mussten einige Schulleitungen dem Schulamt mitteilen, dass sie angesichts der Belastungen der letzten Monate und speziell der Anforderungen der letzten beiden Wochen vor den Ferien an den Grundschulen vor dem Burnout stehen und deshalb keine weiteren Verpflichtungen übernehmen können. Angesichts der fortdauernden Pandemie brauchen Schulleitungen und Kollegien nicht nur eine Erholungspause, sondern gerade die letzten beiden Ferienwoche zur Vorbereitung eines erneut herausfordernden Schuljahrs.

 

Andere Schulleitungen haben auf Reinigungs- und Baumaßnahmen in den Ferien hingewiesen oder auf die Nutzung schulischer Räume für Angebote der Jugendhilfe.

 

Außerdem wurden die Schulleitungen gebeten, "Mitglieder Ihres Kollegiums oder der Schule nahestehende Personen für den Einsatz in diesem wichtigen Projekt zu gewinnen". Als Personen für die Durchführung der Ferienakademie kommen laut HKM Lehramtsstudierende, ehrenamtliche Personen, pensionierte und interessierte Lehrkräfte und Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst in Frage. Parallel wurden über die Universitäten alle hessischen Lehramtsstudierende angeschrieben. Die Vergütung für Lehrkräfte erfolgt nach den Honorarsätzen der „Verlässlichen Schule“ (VSS).

 

Auch hier ist also ausdrücklich nicht vorgesehen, Lehrkräfte für diesen Einsatz zu verpflichten. Darauf sollten wir alle dringend achten. Es ist nicht auszuschließen, dass bei entsprechenden Anmeldezahlen der Druck auf Schulleitungen und Lehrkräfte noch erhöht wird. Wir bitten Personalräte uns umgehend zu informieren, um über entsprechende Schritte zu beraten.

 

Informationen zur Vergütung und zu den Verträgen mit Personen, die ein entsprechendes Angebot betreuen, findet man in dem Schreiben des HKM auf unserer Homepage.

 

Bisher gibt es auch keine Hinweise auf das Hygienekonzept für diese Angebote (Obergrenze, Abstandsregeln). Die Bildung „konstanter Lerngruppen" ist hier mit Sicherheit nicht umzusetzen. Schulleitungen müssen sich also auch die Frage stellen, ob für Kurse, die an ihrer Schule durchgeführt werden, ihre Verantwortung nach § 20 Abs.5 DO (Verantwortung für den schulischen Arbeits- und Gesundheitsschutz) aufgehoben wird.

 

2.) Vorbereitung des nächsten Schuljahres

Die Ankündigungen des Kultusministeriums zur Wiederaufnahme des Unterrichts im Regelbetrieb sind seinen Schreiben vom 30.6.2020 zu entnehmen. Auch diese haben wir auf unserer Homepage eingestellt. Dort findet man auch eine politische Positionierung der GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus.

 

Die folgenden Hinweise beschränken sich auf die Arbeit der Personalräte in den nächsten Wochen:

 

Wir empfehlen den Personalräten dringend, verbindliche Absprachen mit den Schulleitungen über die in den Ferien anstehenden Entscheidungen zu treffen und die Erreichbarkeit von Personalratsmitgliedern zu hinterlegen. Dies betrifft insbesondere folgende Punkte:

  • die mitbestimmungspflichtigen Maßnahmen bei Einstellungen im Beamtenverhältnis oder mit TVH-Verträgen
  • die Erstellung der Unterrichtsverteilung, der Stundenpläne und Aufsichtspläne
  • den Schutz der Risikogruppen
  • die Durchführung und Beteiligung der Konferenzen zur Wahrung ihrer Rechte

 

  1. Alle Entscheidungen müssen berücksichtigen, dass es jederzeit möglich sein kann, dass man schulbezogen oder in einem größeren Lockdown wieder zum Präsenzunterricht in kleineren Gruppen oder zu einer Mischung aus Präsenz- und Distanzunterricht zurückkehren muss.
  2. Das HKM weist der Erfüllung der Stundentafel oberste Priorität zu. Die GEW ermutigt die Personalräte und Kollegien dazu, dafür zu sorgen, dass die Kolleginnen und Kollegen nicht durch dieses Diktat der Stundentafel „verheizt“ werden. Bei unzureichenden personellen Ressourcen durch Lehrkräfte, die vom Präsenzunterricht befreit sind, und angesichts zahlreicher zusätzlicher Belastungen wird es nicht möglich sein, dieses Diktat zu erfüllen. Hier müssen Schulleitungen und Personalräte gemeinsam, solidarisch und selbstbewusst die Grenzen des Machbaren aufzeigen.
  3. Bei den grundsätzlichen Entscheidungen, wie sie die Landesregierung im Rahmen der Corona-Verordnungen trifft, lässt sich ein Mitbestimmungsrecht beispielsweise des Hautpersonalrats der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) rechtlich nicht durchsetzen. Dies gilt jedoch nicht für konkrete Regelungen zur Arbeitszeit. Hier verhandelt der HPRLL derzeit mit dem HKM über eine befristete Ergänzung der Pflichtstundenverordnung, dass die im Stundenplan der Schülerinnen und Schüler festgelegten Stunden für einen möglicherweise erneut notwendigen Fernunterricht unter Pandemiebedingungen voll angerechnet werden, soweit sie von den Lehrkräften inhaltlich vor- und nachbereitet werden müssen. Die Lehrkräfte sind verpflichtet, sie in der üblichen Form zu dokumentieren.  Die zuletzt in vielen Grundschulen praktizierte Regelung, dass die Lehrkräfte mit allen Pflichtstunden im Präsenzunterricht eingesetzt werden und gleichzeitig als „außerunterrichtliche Dienstpflicht“ Schülerinnen und Schüler im Fernunterricht  unterrichten sollen, ist eine unerträgliche Mehrbelastung, die nicht fortgeführt werden darf. Teil der Mehrbelastung sind auch die Aufsichten, die erheblich ausgeweitet werden müssen, um die Einhaltung von Hygienevorschriften auf Schulhöfen, in Pausenräumen und sanitären Anlagen durchzusetzen. Dies kann von den Lehrkräften auf keinen Fall neben ihrer Unterrichtsverpflichtung geleistet werden. Darauf bitten wir die Personalräte nachdrücklich hinzuweisen und darauf hinzuwirken, dass diese zusätzlichen Aufgaben angemessen berücksichtigt werden.
  4. Das HKM hat in dem Schreiben an die Schulen darauf hingewiesen, dass die Pflichtstundenverordnung weiterhin Gültigkeit hat. Das heißt auch, dass mit der Praxis der letzten Wochen Schluss sein muss, auch Lehrkräfte in Teilzeit mit dem Hinweis auf die Erfordernisse der Pandemie wie Vollzeitbeschäftigte einzusetzen.

 

Über die generelle politische Kritik der GEW an den bisher vorliegenden Mitteilungen des HKM hinaus sehen wir insbesondere in den folgenden Punkten des Schreibens von Minister Lorz vom 30.6.2020 weiteren Handlungsbedarf:

 

Zu den Punkten 2 und 3: Schutzausrüstung und Testung des pädagogischen Personals

Hier sollten Personalräte mit dazu beitragen, den Bedarf bei den Lehrkräften zu erheben und dann auch einzufordern.

 

Zu Punkt 4: Umgang mit Corona-Verdachtsfällen

Hier bitten wir dringend auch weiterhin um Berichte aus den Schulen, da die Praxis der Gesundheitsämter offensichtlich sehr unterschiedlich und im Einzelfall auch intransparent und unbefriedigend ist.

 

Zu Punkt 5: Freistellung vom Präsenzunterricht

Die schon jetzt geltende Regelung, dass Lehrkräfte unabhängig von Alter und attestierten Vorerkrankungen nur noch mit einem Attest und auf Antrag vom Präsenzunterricht freigestellt werden können, wird fortgeschrieben. Diese Regelung gilt zukünftig auch für Schülerinnen und Schüler. Anders als in den letzten beiden Wochen in den Grundschulen reicht ein Antrag der Eltern nicht mehr aus. Bei schwangeren oder stillenden Lehrerinnen kann auch der betriebsärztliche Dienst MAS einbezogen werden.

Die Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit digitalen Endgeräten ist nur offensichtlich nur noch für Schülerinnen und Schüler vorgesehen, die vom Präsenzunterricht befreit sind (Punkt 5). Diese per Videoübertragung des Unterrichts zuzuschalten, wirft eine Vielzahl von technischen und datenschutzrechtlichen Fragen auf. Da muss man nur einmal darüber nachdenken, wie viele Formulare Eltern inzwischen bei der Einschulung unterschreiben müssen, um den Belangen des Datenschutzes bei Foto- und Videoaufnahmen einzelner Kinder gerecht zu werden.

 

Zu Punkt 6: Sicherstellung des Personalbedarfs

Das in Punkt erwähnte „Instrument der Flexibilisierung der Pflichtstunden von Lehrkräften nach § 17 Abs.4 der Dienstordnung“ ist aus unserer Sicht völlig ungeeignet, nötige zusätzliche personelle Ressourcen zu generieren. Die Abweichung  um bis zu zwei Pflichtstunden nach oben oder unten ist nämlich „möglichst im folgenden Schulhalbjahr, spätestens im folgenden Schuljahr“ auszugleichen. Personalräte sollten auch darauf hinweisen, dass die Lehrkraft vorher anzuhören ist und dass die Maßnahme insbesondere eine Teilzeitbeschäftigung aus familiären Gründen  nicht konterkarieren darf.  TVH-Verträge können auch zur Abdeckung eines pandemiebedingten Personalbedarfs abgeschlossen werden. Dazu und zum Einsatz von VSS-Kräften hat das HKM spezielle Hinweise erlassen, die den Schulleitungen zugegangen sind.

 

Zu Punkt 9: Kommunikationsstrukturen für den Distanzunterricht

Die Vorstellung, dass jede einzelne Gesamtkonferenz „verbindliche Kommunikationsstrukturen“  für den digitalen Distanzunterricht  festlegt, kann man nur als absurd bezeichnen. Damit kann und sollte man sich erst befassen, wenn die angekündigten „landesweit einheitlichen, verbindlich mittels einer rechtlichen Regelung vorgegebenen Eckpunkte“ vorliegen.

 

Zu Punkt 11: Digitalisierung

Wir hoffen, dass den Ankündigungen zum Ausbau des Schulportals entsprechende Taten folgen. In den letzten Wochen blieb vielen Schulen der Zugang zum Schulportal aufgrund der begrenzten Kapazitäten verwehrt. Auch hier sollten die Schulen „auf der Matte stehen“! Die Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit digitalen Endgeräten ist offensichtlich ausschließlich oder vorrangig nur noch für Schülerinnen und Schüler vorgesehen, die vom Präsenzunterricht befreit sind (Punkt 5).

Ein Armutszeugnis ist das Eingeständnis, dass über das Schulportal mittelfristig kein stabiles und datenschutzkonformes Video-Tool in öffentlicher Verantwortung zur Verfügung stehen wird. Stattdessen soll trotz eindringlicher Warnungen aus dem HKM selbst „die Nutzung aller gegenwärtig erhältlichen (!!!) Videokonferenzsysteme“ weiterhin freigegeben sein.

 

 

3.) Anlagen als Download

 

* GEW-GG-MTK-update-01-07-2020

* Ministerschreiben Schuljahresstart 2020

* GEW-GG-MTK-presse-01-07-2020

* HKM-Ferienakademie-Schulleitungen

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Aktuell
news-318 Sat, 20 Jun 2020 06:50:00 +0200 GEW-Info vom 19.6.2020: https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/318-gew-info-vom-1962020/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=40149d92df37aca67e826c4ee7811d0b - Hygieneplan 3.0 - Unterricht an Grundschulen - Risikogruppen Hygieneplan 3.0 - Risikogruppen ab 22.6.

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

am Donnerstag abend nach 19 Uhr (!!!) erhielten die Schulen den ab Montag (!!!) geltenden Hygieneplan 3.0. Auf der Homepage des HKM war er auch  heute morgen noch nicht eingestellt, dort findet man immer noch die Version 2.0 mit der durchgehenden Verpflichtung zur Einhaltung der Abstandsregeln in allen Jahrgangsstufen.

 

Unterricht in Grundschulen ab dem 22.6.

Der Hygieneplan 3.0 setzt die Abstandsregeln für die Grundschulen ab dem 22.6. außer Kraft. Sie sollen durch "konstante Gruppenbildungen" ersetzt werden. Bereits mit dem Erlass vom 10.6. wurden die Grundschulen verpflichtet, ab dem 22.6. wieder in voller Klassenstärke vier bzw. fünf Zeitstunden in der Schule abzudecken.

 

Dies löste einen Sturm der Entrüstung aus. Daran ändert auch der auch aus dem Schulamt in Rüsselsheim unterstützte Versuch nichts, diesen Probelauf "mit den Sommerferien als Puffer" (Lorz) jetzt zu einem Test umzudeuten, " organisatorische und andere Erkenntnisse zu sammeln, die dann für die geplante richtige Schulöffnung aller Schulen nach den Sommerferien genutzt werden können".  Wäre das ernst gemeint, müsste man jetzt zu einer breiten Diskussion auffordern, statt Kritik abzublocken oder zu ignorieren. Folgende "Erkenntnisse" sind aber schon jetzt offenkundig:

  1. Anders als von HKM und Schulamt kommuniziert, gibt es keine abschließenden wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Verbreitung des Virus durch Kinder, schon gar nicht für die Behauptung des Kultusministers in der Landespressekonferenz, Kinder wirkten möglicherweise als "Infektionsbremsen".
  2. Eine Durchmischung der Lerngruppen ist nicht zu verhindern. Sie beginnt auch bei versetzten Pausen etc. spätestens auf dem Schulhof, im Ganztag (!!!), auf dem Nachhauseweg oder durch Geschwisterkinder in den Familien.
  3. Die Bildung "konstanter Personalteams in jeder Klasse" (Hygieneplan 3.0) ist auch auf Grund der Stundenpläne der Kolleginnen und Kollegen, des Fachunterrichts auch an Grundschulen und der hohen Teilzeitquote nicht möglich. Hier sind Abstriche an der Vorgabe verlässlicher Schulzeiten von vier bzw. fünf Zeitstunden unabdingbar. 

Von der Einsichtsfähigkeit, die der Kultusminister in seinem Erlass an die Grundschulen vom 7.5. erkennen ließ, ist nichts mehr geblieben. Dieser Erlass versprach den Schulen Planungssicherheit "bis zu den Sommerferien". Außerdem widersprach er dem Eindruck, "es würde von Ihnen erwartet, das Unmögliche möglich zu machen." Genau dies sei jedoch nicht der Fall: "Herr Minister Prof. Lorz hat es mit der Aussage auf den Punkt gebracht 'Wir machen das Machbare'. Damit wird verdeutlicht, dass manches auch nicht machbar sein wird."

 

Risikogruppen

Wie angekündigt enthält der Hygieneplan auch Änderungen bezüglich der Risikogruppen und die Freistellung vom Präsenzunterricht:

  1. Lehrkräfte über 60 werden nur noch dann vom Präsenzunterricht freigestellt, wenn sie ein ärztliches Attest vorlegen. Es muss wie für alle anderen Lehrkräfte mit Vorerkrankungen die Bestätigung enthalten, "dass im Fall einer Infektion mit dem Coronavirus SARS CoV-2 aufgrund der besonderen Disposition die Gefahr eines besonderen schweren Krankheitsverlaufs besteht." Es gibt keine Vorgabe, dass dieses Attest von einem Amts- oder Betriebsarzt ausgestellt werden muss, damit kann jeder niedergelassene Arzt ein solches Attest, das vom Beschäftigten zu bezahlen ist, ausstellen.
  2. Besonders skandalös ist die Tatsache, dass im Hygieneplan 3.0 auch schwangere und stillende Lehrerinnen nicht mehr automatisch vom Präsenzunterricht freigestellt werden. Diese Regelung wird ausgerechnet zu dem Zeitpunkt aufgehoben, zu dem die Infektionsgefahr mit der Rückkehr zu ungeteilten Lerngruppen erheblich ansteigt. Auch für sie soll die Freistellung nur noch mit dem unter 1.) genannten Attest möglich sein. 

Angesichts der Tatsache, dass es jetzt noch um exakt 10 Unterrichtstage geht, setzen wir als GEW hier auf die Fürsorge und Verantwortung der Schulleiterinnen und Schulleiter.

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Aktuell
news-317 Wed, 10 Jun 2020 13:50:00 +0200 Rundschreiben GEW GG-MTK https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/317-rundschreiben-gew-gg-mtk/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2ec485ab5359456f45e8494467398ba8 Grundschulen sollen ab 22.06. wieder Regelunterricht anbieten News vom 10.6.2020 Informationen für Personalräte, GEW-Vertrauensleuten und Schulleitungsmitglieder an Grundschulen und Förderschulen

Ankündigung des Kultusministers zur Rückkehr zum Regelunterricht an Grundschulen und den Grundstufen der Förderschulen für die Zeit vom 22. Juni bis 3. Juli

Heute morgen erhielten die Schulen die Anweisungen des Kultusministers zur Wiederaufnahme des Regelunterrichts im Umfang von 4 bzw. 5 Zeitstunden an den Grundschulen und den Grundstufen der Förderschulen für die Unterrichtstage vom 22. Juni bis zum Beginn der Sommerferien am 3.Juli.

Diese Entscheidung wurde erneut ohne jede Beratung mit den Interessenvertretungen der Lehrkräfte, der Eltern und der Schülerinnen und Schüler getroffen.

Wir haben unser völliges Unverständnis und unsere Entrüstung über die Ankündigung von Kultusminister Lorz in einer Presseerklärung begründet, die wir auch den Schulträgern, dem Kreiselternbeirat und den Landtagsabgeordneten in der Region zu gesandt haben. Die Presseerklärung ist dieser Information als Anlage 1 beigefügt. Das heutige Schreiben des Kultusministers stellen wir als Download zur Verfügung. Es bestätigt noch einmal unseren Vorwurf, dass die zehn Unterrichtstage vor den Sommerferien als Probelauf für „ein reguläres Unterrichtsangebot ohne Abstandsregeln“ dienen sollen. Um den sachlichen Charakter unserer „Corona-Updates“ beizubehalten, verzichte ich auf eine Bewertung der zahlreichen Lobhudeleien des Ministers zum Engagement der Lehrkräfte „für den Zusammenhalt unseres Gemeinwesens“ und zu ihrem „versierten und umsichtigen Handeln“.

Die Aussage in dem Erlass vom 7.5. 2020 zur Wiedereröffnung der Grundschulen, dass alle Vorgaben „zunächst bis zu den Sommerferien Bestand haben“, wird in dem heutigen Schreiben ignoriert. Die Begrenzung der Gruppengrößen, die Abstandsregeln und das Hygienekonzept (zuletzt aktualisiert in der Fassung vom 26.5.2020) waren integrale Bestandteile des Konzepts zur Wiedereröffnung der Schulen. Das Vertrauen der Schulleitungen und Kollegien, mit diesem Erlass eine verlässliche Grundlage für die aufwändigen Planungen in der überschaubaren Zeit bis zu den Sommerferien zu haben, wurde durch die aktuellen Entscheidungen mit Füßen getreten. Es wird zwar ein neuer Hygieneplan angekündigt, „der die aktuellen Entwicklungen aufgreift“, allerdings werden die Schulen hier auf die „Woche ab dem 15.Juni“ vertröstet.

Der Unterricht soll im Umfang von 4 Zeitstunden für die Klassen 1 und 2 bzw. 5 Zeitstunden für die Klassen 3 und 4 erteilt werden. Es sollen konstante Lerngruppen gebildet werden, um „das Abstandsgebot im Sinn der vorgegebenen Mindestabstände“ aufheben zu können. Dies bedeutet aber auch, dass es sich keinesfalls um eine schlichte Rückkehr zum Stundenplan vor dem 16. März handeln kann. Das HKM mutet den Schulleitungen und Kollegien somit zu, für zehn Unterrichtstage zum dritten oder vierten Mal komplett neue Raumpläne, Stundenpläne, Einsatzpläne und Aufsichtspläne erstellen zu sollen. Für die Organisation des Unterrichts sollen unter anderem folgende Vorgaben gelten:

  • Konstant zusammengesetzte Klassen
  • Konstante Nutzung eines Raums
  • Konstantes Personalteam in jeder Klasse
  • Minderung von Kontakten außerhalb der konstanten Lerngruppe, unter anderem durch versetzte Pausenzeiten etc.

Kultusministerium und Schulamt zeigten unter der Überschrift „Das Machbare machen“ in den letzten Verlautbarungen ansatzweise Einsicht, die hier wieder komplett über Bord geworfen wird. Allein die ebenfalls angeordnete Wiederaufnahme der Betreuungs- und Ganztagsangebote macht eine Einhaltung des Durchmischungsverbots für die festen Lerngruppen unmöglich. Zu den Absurditäten gehört auch der verschärfte Hinweis auf die Abstandsregeln beispielsweis im Lehrerzimmer, um sicherzustellen, dass Lehrkräfte „keine Infektionsbrücken durch den Kontakt mit anderen Lehrkräften bilden.“

Die Aufhebung der Abstandsregeln und die Rückkehr zu großen Lerngruppen machen auch Eltern besorgt. Auch wenn sich viele Eltern wünschen, dass „alles ist wie vorher“ und der Unterricht wieder im gewohnten Umfang stattfinden kann, gibt es auch bei ihnen die Angst vor dem erhöhten Infektionsrisiko. Das HKM hat möglichen Klagen von Eltern insoweit vorgebaut, dass Kinder auf Antrag von der „Unterrichtsteilnahmepflicht“ freigestellt werden. Gleichzeitig erwartet das HKM aber auch, dass die freigestellten Kinder „durch ihre Lehrkraft Arbeitsmaterial für unterrichtsersetzende Lernsituationen“ erhalten.

Der heutige Versand des HKM enthält ein „Musterschreiben der Schulleitung an die Eltern“. Wir verweisen auf den Umstand, dass es sich ausdrücklich um ein „Muster“ handelt. Selbstverständlich können Schulleitungen dieses auch ihrer Wahrnehmung der Situation an der jeweiligen Schule, den bisherigen Schritten zur Wiedereröffnung der Schulen, der bisherigen Kommunikation mit Eltern und Elternbeiräten und den konkreten Möglichkeiten der Schule anpassen.

Die Corona-Verordnungen werden in zwei Schritten den Änderungen angepasst, die am 11.6. bzw. am 22.6. in Kraft treten. Damit werden die politischen Entscheidungen rechtlich abgesichert, so dass möglichst bestehende Widersprüche zwischen dem politischen Handeln und der gültige Rechtslage beseitigt werden, wie die ab dem 22.6. gültige Corona-Verordnung zeigt. § 3 Abs.1 der Corona-Verordnung erhält dann die folgende Fassung:

 „Der Unterricht und andere reguläre schulische Veranstaltungen an Einrichtungen nach § 33 Nr. 3 des Infektionsschutzgesetzes haben so zu erfolgen, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen sichergestellt werden kann. Die Gruppengröße darf in der Regel 15 Personen nicht überschreiten. Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene sind einzuhalten. Satz 1 und 2 gelten nicht für den Unterricht in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 der Grundschulen und der Grundstufen der Förderschulen.“

Bezüglich der Risikogruppen wurden die Lehrkräfte über 60 herausgenommen (Anlage 2). Sie werden nur noch dann vom Präsenzunterricht befreit, wenn sie unabhängig vom Alter „bei einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus aufgrund einer vorbestehenden Grunderkrankung oder Immunschwäche dem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt sind“ oder mit einer solchen Person im selben Hausstand leben. An der Nachweispflicht ändert sich nichts. Weiterhin bezieht sich die Freistellung nur auf den Präsenzunterricht. Dienstpflicht besteh dagegen für die „Wahrnehmung von Verwaltungsaufgaben sowie für die Teilnahme an Dienstversammlungen, Dienstgesprächen, Abstimmungsgesprächen mit Kolleginnen oder Kollegen, Konferenzen der Lehrkräfte und ähnliche Besprechungen in Präsenzform, bei denen länger als 15 Minuten andauernde Kontakte zu Schülerinnen, Schülern oder Studierenden ausgeschlossen sind“.

Soweit Schulleitungen und Lehrkräfte Zweifel an der Rechtsmäßigkeit der aktuellen Anordnungen des HKM haben, verweisen wir einmal mehr auf die Pflicht zur Remonstration. Die Grundlage findet man in § 36 des Beamtenstatusgesetzes, der als Anlage 3 angefügt ist. Die Begründungen ergeben sich aus der konkreten Zwangslage für die einzelne Person oder die einzelne Schule und sollten darlegen, warum eine Anweisung nicht ohne Rechtsverletzung auszuführen ist. Die Beratung durch die Rechtsberatung der GEW ist sinnvoll.

Harald Freiling, Rechtsberater des GEW-Kreisverbands Groß-Gerau

Kontakt: freiling.hlz@t-online.de

 

Anlage 1: Presseerklärung der GEW Groß-Gerau vom 10.6.2020

Der Kreisvorstand der GEW Groß-Gerau und die Fachgruppe Grundschule reagieren mit vollständigem Unverständnis und Entrüstung auf die Ankündigung von Kultusminister Lorz, dass in den letzten zwei Wochen vor den Sommerferien der Unterricht an den Grundschulen wieder im Regelbetrieb stattfinden soll und alle bisher geltenden Abstandsregelungen aufgehoben werden. Die GEW erinnert daran, dass die ersten, zweiten und dritten Klassen gerade einmal seit dem 2. Juni überhaupt wieder in der Schule sind und somit erst seit einigen Tagen an die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln herangeführt werden. Das verlangt von den Lehrkräften großes Einfühlungsvermögen und Hartnäckigkeit. Und jetzt sollen sie von einem Tag auf den anderen in der Schule, in Gruppen von bis zu 25 Kindern, die bis zu 5 Stunden in engen, schlecht lüftbaren Räumen sitzen, nicht mehr gelten? Das ist aus Sicht der GEW Groß-Gerau Wasser auf die Mühlen all derer, die alle Vorkehrungen sowieso „für Mumpitz“ halten und untergrabe die Glaubwürdigkeit der Lehrerinnen und Lehrer.

„In den Wind geschossen“ sei auch der enorme Arbeitsaufwand der Schulleitungen und Kollegien, um mit Unterstützung der Schulträger die Räume für kleinere Gruppen herzurichten, Stundenpläne, Aufsichtspläne und Raumpläne nach immer wieder neuen Vorgaben herzurichten, die Eltern zu informieren und um ihr Verständnis für die pandemiebedingten Einschränkungen zu werben. Die GEW Groß-Gerau erinnert daran, dass beispielsweise für die vierten Klassen jetzt der vierte Organisations- und Stundenplan geschrieben werden soll. Die Frage von Landrat Thomas Will, ob das in der Konsequenz wirklich zwei Wochen vor den Ferien notwendig ist, beantwortet die GEW mit einem eindeutigen Nein.

Das Vertrauen in den hessischen Kultusminister und seine Verlässlichkeit sei einmal mehr massiv „zutiefst erschüttert“, denn er habe in dem Erlass vom 7. Mai zur Öffnung der Grundschulen ausdrücklich geschrieben, dass alle Regelungen einschließlich der Vorgaben zu Gruppengrößen und Abstandsregeln „zunächst bis zu den Sommerferien Bestand haben“. Auch seine Zusage, zukünftig die Eltern und die Lehrkräfte rechtzeitig zu informieren und einzubeziehen, sei einmal mehr „keinen Fetzen Papier wert“. Besonders schwerwiegend sei auch der Vorwurf, der in den Grundschulkollegien unmittelbar nach der Ankündigung laut wurde, dass die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Grundschule hier als „Versuchspersonen“ für die Ausbreitung der Epidemie dienen sollen: „Offensichtlich will man auch in Hessen in den wenigen Tagen vor den Ferien Erfahrungen sammeln, wie sich die Aufhebung der Abstandsregeln auswirkt“. Die Ferien dienten dann als „Sicherheitspuffer“. Die GEW Groß-Gerau ist sich sicher, dass auch Eltern nur wenig Verständnis für diese Entscheidung haben. Viel wichtiger als die symbolische Öffnung der Schule an zehn Unterrichtstagen sei eine verantwortungsvolle und verlässliche Planung für das nächste Schuljahr, die alle Möglichkeiten berücksichtigt, das heißt sowohl eine weitgehende Rückkehr zum Regelunterricht unter Beachtung von Hygienevorschriften als auch die einer zweiten Welle der Pandemie.

Anlage 2: § 3 Absatz 5 der Zweiten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus in der Fassung vom 11.6.2020

Auf Antrag werden von der Teilnahme am schulischen Präsenzbetrieb an den öffentlichen Schulen befreit:

1. Schülerinnen, Schüler und Studierende, Lehrkräfte, sozialpädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn sie oder Personen, mit denen sie in einem Hausstand leben, bei einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus aufgrund einer vorbestehenden Grunderkrankung oder Immunschwäche dem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt sind sowie

2. Schülerinnen, Schüler und Studierende, wenn Personen, mit denen sie in einem Hausstand leben, über 60 Jahre alt sind.

Eine Befreiung von Lehrkräften nach Satz 1 Nr. 1 gilt nicht für die Wahrnehmung von Verwaltungsaufgaben sowie für die Teilnahme an Dienstversammlungen, Dienstgesprächen, Abstimmungsgesprächen mit Kolleginnen oder Kollegen, Konferenzen der Lehrkräfte und ähnliche Besprechungen in Präsenzform, bei denen länger als 15 Minuten andauernde Kontakte zu Schülerinnen, Schülern oder Studierenden ausgeschlossen sind. Einem Antrag nach Satz 1 Nr. 1 ist eine ärztliche Bescheinigung der Grunderkrankung oder Immunschwäche beizufügen, es sei denn, der Schule oder der personalführenden Stelle liegt bereits ein hinreichender Nachweis des Risikos vor.

Anlage 3: Remonstrationsrecht

Die Verpflichtung zur Remonstration ist in § 36 des Beamtenstatusgesetzes geregelt. Dieser hat folgenden Wortlaut:

(1) Beamtinnen und Beamte tragen für die Rechtmäßigkeit ihrer dienstlichen Handlungen die volle persönliche Verantwortung.

(2) Bedenken gegen die Rechtmäßigkeit dienstlicher Anordnungen haben Beamtinnen und Beamte unverzüglich auf dem Dienstweg geltend zu machen. Wird die Anordnung aufrechterhalten, haben sie sich, wenn die Bedenken fortbestehen, an die nächst höhere Vorgesetzte oder den nächst höheren Vorgesetzten zu wenden. Wird die Anordnung bestätigt, müssen die Beamtinnen und Beamten sie ausführen und sind von der eigenen Verantwortung befreit. Dies gilt nicht, wenn das aufgetragene Verhalten die Würde des Menschen verletzt oder strafbar oder ordnungswidrig ist und die Strafbarkeit oder Ordnungswidrigkeit für die Beamtinnen oder Beamten erkennbar ist. Die Bestätigung hat auf Verlangen schriftlich zu erfolgen.

(3) Wird von den Beamtinnen oder Beamten die sofortige Ausführung der Anordnung verlangt, weil Gefahr im Verzug besteht und die Entscheidung der oder des höheren Vorgesetzten nicht rechtzeitig herbeigeführt werden kann, gilt Absatz 2 Satz 3 und 4 entsprechend.

Folgende PDF-Dateien findet man als Download hier:

GEW-GG-Presse

PR-VL-Grundschulen (vorliegendes Rundschreiben der GEW)

MinisterSchreiben

Rahmenbdingungen_Schulöffnung

 

 

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Aktuell
news-305 Thu, 16 Apr 2020 17:07:00 +0200 Was Sie schon immer über das Dienstrecht wissen wollten .... https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/305-was-sie-schon-immer-ueber-das-dienstrecht-wissen-wollten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=829b6097dedfa7290b61adbe581904db Broschüre der Kreisverbände GG und MTK erstellt von Harald Freiling hier der Link zum Download als pdf

 

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Aktuell
news-306 Thu, 16 Apr 2020 17:07:00 +0200 Was Sie schon immer über das Dienstrecht wissen wollten .... https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/306-was-sie-schon-immer-ueber-das-dienstrecht-wissen-wollten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4894a07a9c9ee93c87ea12cc67dfdb5d Broschüre der Kreisverbände GG und MTK erstellt von Harald Freiling hier der Link zum Download als pdf

 

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Rechtsthemen
news-299 Wed, 25 Mar 2020 14:50:00 +0100 Personalratswahlen werden verschoben https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/299-personalratswahlen-werden-verschoben/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=07b5ef986b90e12bd2e416624d77d79d Informationen vom 25.3.2020 Personalratswahlen werden verschoben

Informationen vom 25.3.2020

Der Landtag hat am 24.3.2020 ein Gesetz  beschlossen, dass die Amtszeit der bestehenden Personalräte längstens bis zum 31.5.2021 verlängert wird, Neuwahlen aber auch zu einem früheren Zeitpunkt angesetzt werden können. Damit war für uns die Hoffnung verbunden, dass wir bei einer Lockerung der aktuellen Restriktionen doch noch in diesem Schuljahr wählen können und die weit fortgeschrittenen Wahlvorbereitungen "unterbrochen" und danach "wieder aufgenommen" werden.

Unmittelbar nach der Abstimmung im Landtag erging ein den Gewerkschaften vorher unbekannter Erlass des Hessischen Innenministeriums, wonach allen Wahlvorständen und den bisher gefassten Beschlüssen „die rechtliche Grundlage entzogen“ ist und alle Vorbereitungen für die Wahlen „einzustellen“ sind. Damit ist diese Hoffnung hinfällig.

Die gesetzlichen Fristen für die Durchführung einer neuen Personalratswahl machen es faktisch unmöglich, dass die Personalratswahl noch in diesem Schuljahr durchgeführt werden kann. Angesichts der unsicheren Pandemielage und der Unbestimmtheit, wann die Bildungseinrichtungen wieder geöffnet werden, wird man die Wahlvorbereitungen nicht vor Beginn des Schuljahrs 2020/2021 wieder aufnehmen können.

 

Herzlichen Dank an alle Wahlvorstände

Die Kreisvorstände der GEW im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis bedanken sich zunächst ganz herzlich bei den Mitgliedern der Wahlvorstände in über 120 Schulen in der Bildungsregion Groß-Gerau/Main-Taunus und bei den Vorsitzenden und Mitgliedern des Gesamtwahlvorstands. Sie haben ihre Arbeit im November 2019  in gewohnter Zuverlässigkeit aufgenommen und mit großem Zeitaufwand bereits weitgehend abgeschlossen. Jetzt hoffen wir auf eure Unterstützung für einen neuen Anlauf! Alle können weiter mit der tatkräftigen Unterstützung durch die GEW rechnen und auf der im Dezember 2019 begonnenen Arbeit aufbauen. 

Wir empfehlen den Wahlvorständen auf allen Ebenen, die für die Wahl im Mai 2020 gesammelten Unterlagen und Beschlüsse aufzubewahren und zu  dokumentieren, so dass bei der Einleitung eines neuen Wahlverfahrens lediglich eine Aktualisierung erfolgen muss. Für die Gesamtwahlvorstände betrifft dies insbesondere auch die Aufbewahrung der Kontaktdaten der örtlichen Wahlvorstände.

Noch ist nicht abzusehen, wie lange die Schulen geschlossen bleiben. Danach müssen wir uns alle neu sortieren.

Neuwahl von Schulpersonalräten

Schulen, bei denen jetzt bereits absehbar ist, dass die Personalräte auf Grund von Rücktritten, Versetzungen oder Pensionierungen gegen Ende des Schuljahres nicht mehr arbeitsfähig sind, können sich an uns wenden. Wir beraten dann gern, wie unter Einbeziehung der bereits erfolgten Wahlvorbereitungen noch in diesem Schuljahr rechtskonform auf der Grundlage von § 24 Abs.1 ein neuer Schulpersonalrat gewählt werden kann.

Schon die ersten Tage der Schließung der Schulen haben gezeigt, dass die Beschäftigten in den Schulen starke Gewerkschaften und Personalräte brauchen. Die GEW unterstützt deshalb alle Personalräte nachdrücklich bei der Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Rechte auch in Zeiten der Corona-Pandemie.

Harald Freiling, GEW-Kreisrechtsberater

 

Aktuelle und kompetente Informationen der GEW Hessen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Beschäftigten im Bildungsbereich, zu ihren Rechten und zur Terminierung der anstehenden Personalratswahlen in Schulen, Bildungsverwaltung und Hochschulen finden Sie auch auf der Homepage www.gew-hessen.de

 

 

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Aktuell
news-298 Mon, 23 Mar 2020 11:42:59 +0100 Altstadtführung https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/298-altstadtfuehrung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=13269f6ea683e5561a471e52fcd8a7b6 Am 22. August besichtigten Pensionär*innen und Rentner*innen der GEW Main-Taunus die neue Frankfurter Altstadt. Dieter Wesp wies in seiner Führung auf architektonische Details hin und erläuterte, wie die Rekonstruktion der alten Gebäude zustande kam und wie die neue Altstadt finanziert wurde. Anschließend traf sich die Gruppe bei vielen interessanten Gesprächen zum Essen im Restaurant Metropol.

Foto: Hildegard Pongratz-Porr, GEW

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Aus unserer Arbeit MTK
news-287 Mon, 24 Feb 2020 16:50:00 +0100 Generationenwechsel https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/287-generationenwechsel/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fa9da23bc2ccbdc57722758e28324a66 GEW Groß-Gerau wählt neuen Vorstand Generationenwechsel

GEW Groß-Gerau wählt neuen Vorstand

Der Kreisverband Groß-Gerau der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat einen neuen Vorstand. Harald Freiling und Bernd Heyl, die den Vorstand über viele Jahre hinweg repräsentierten, standen nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung. Der Kreisverband der Bildungsgewerkschaft mit über 1.100 Mitgliedern in Schulen, Kitas und außerschulischen Bildungseinrichtungen wird jetzt von einem Vorsitzendenteam geleitet. Es besteht aus Robert Hottinger (Immanuel-Kant-Schule Rüsselsheim), Claudia Kuse (Pestalozzischule Raunheim), Margot Marz (Neues Gymnasium Rüsselsheim), Doro Schäfer (Mittelpunktschule Trebur) und Nathalie Thoumas (Martin-Buber-Schule Groß-Gerau). Als Kassenwart wurde Bernhard Trillig bestätigt. Friedhelm Ernst (Berufliche Schulen Groß-Gerau) ist für die Homepage verantwortlich. Bernd Heyl und Harald Freiling werden als GEW-Vertreter im DGB-Kreisvorstand und als Kreisrechtsberater weiter im Kreisvorstand mitarbeiten. Weitere Mitglieder des Kreisvorstands sind Ralf Becker (Werner-Heisenberg-Schule Rüsselsheim, Verena Dietz und Isabella Brauns (beide Karl-Treutel-Schule Kelsterbach), Martin Einsiedel (Humboldtschule Rüsselsheim), Judith Glock (Goetheschule Rüsselsheim), Katharina Grossardt (Gustav-Heinemann-Schule Rüsselsheim), Petra Hesse-Kraus (Goetheschule Groß-Gerau), Judith Mohl (Waldenserschule Mörfelden-Walldorf), Stefanie Margaritis (IGS Mainspitze), Sabine Launer (Martin-Niemöller-Schule Riedstadt) und Karola Pruschke-Löw.

In der Mitgliederversammlung ging es außerdem um die aktuelle Arbeitsschwerpunkte des GEW-Kreisverbands. Die Schulbauinitiative des Kreises Groß-Gerau ist auf Grund deutlich steigender Schülerzahlen aus Sicht der GEW „dringend erforderlich, aber bei weitem nicht ausreichend“. In der Sekundarstufe I hält die GEW den Bau neuer Integrierter Gesamtschulen für erforderlich, da die bestehenden Gesamtschulen den Schülerzuwachs nicht mehr verkraften können, ohne dass die Grenze des pädagogisch Zumutbaren überschritten wird. Ein weiterer Schwerpunkt ist der neue Schulentwicklungsplan der Stadt Rüsselsheim, zu dem die GEW eine umfassende Stellungnahme vorbereitet. Außerdem benannte die Mitgliederversammlung die Kandidatinnen und Kandidaten für den Gesamtpersonalrat beim Staatlichen Schulamt in Rüsselsheim, der wie alle Schulpersonalräte im Mai 2020 neu gewählt.

Im Namen des neuen Vorsitzendenteams dankte Margot Marz den beiden langjährigen GEW-Kreisvorsitzenden Harald Freiling und Bernd Heyl für ihre engagierte Arbeit in der gewerkschaftlichen Interessenvertretung und für ihre Bereitschaft, die Arbeit des GEW-Kreisvorstands weiter zu unterstützen.

 

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Aktuell
news-271 Fri, 06 Dec 2019 17:07:00 +0100 Kreiselternbeirat begrüßt GEW- Initiative zum Neubau von Gesamtschulen https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/271-kreiselternbeirat-begruesst-gew-initiative-zum-neubau-von-gesamtschulen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f4bdf92b59bad74cc6dde1123e0989ae In einem Brief an den Landrat bezieht der Vorsitzende des Kreiselternbeirats Stefan Stein Stellung Sehr geehrter Herr Will,

Sehr geehrte Mitglieder des Kreisausschusses Groß-Gerau,

 

der Kreiselternbeirat des Landkreises Groß-Gerau schließt sich den Ausführungen des Kreisverbandes der GEW Groß-Gerau in vollem Umfang an.

Auch wir beobachten die Herausforderungen durch wachsende Schülerzahlen im Kreis voller Sorge. So wird die Zahl der Grundschüler in den nächsten fünf Jahren um etwa eintausend (14,3 %) (von ca. 7000 auf 8000) Schülerinnen und Schüler steigen. Mit entsprechendem Zeitversatz werden dann die weiterführenden Schulen des Kreises diese Schülerinnen und Schüler aufnehmen müssen – dabei stoßen viele Schulen des Kreises schon jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen.

 

Der Schulträger hat den dringenden Handlungsbedarf erkannt und eine Schulbauinitiative vorgestellt, die sich diesen Herausforderungen stellen soll. Leider scheinen sich die dahingehenden Bestrebungen aber tatsächlich im Wesentlichen auf eine Vergrößerung der bestehenden Schulen, als auf die Gründung neuer Schulstandorte zu konzentrieren. Dabei ist eine Dezentralisierung, ins besondere der Integrierten Gesamtschulen, längst überfällig. Es gibt zu denken, dass sich Lehrkräfte (z. B. der jetzt zehnzügigen Martin-Buber-Schule) öffentlich auf Sitzungen des Kreiselternbeirats darüber beklagen, dass diese Schülerzahlen das vernünftige Maß übersteigen.

 

Nicht nur auf den Sitzungen des Kreiselternbeirats, sondern auf Landesebene wird die drohende „Verindustrialisierung“ des Schulbetriebs sehr kritisch bewertet. Riesige Schulfabriken widersprechen allen Erkenntnissen der modernen Schulplanung. „Lebensraum Schule“, Lehr- und Lernmethoden des 21. Jahrhunderts und anregende Lernumgebung erfordern andere Konzepte.  Räume und Gebäude beeinflussen die Produktivität, das Wohlbefinden und den Lernerfolg unsere Kinder. Ganztagsunterricht und Inklusion sind weitere Herausforderungen.

Der Bundeselternrat forderte dies schon in seiner Resolution vom 17. Juni 2018.

 

Wir stimmen völlig damit überein, dass das Konzept der Integrierten Gesamtschulen im Kreis überdurchschnittlich erfolgreich ist. Diesen Weg sollten wir mit neuen und modernen Schulbauten weitergehen. Falsch wäre es, dieses Erfolgskonzept durch die sture Vergrößerung der bestehenden Schulen zu gefährden.  

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Stefan Stein

Vorsitzender des Kreiselternbeirat des Landkreises Groß-Gerau

Mitglied des hessischen Landeselternbeirats

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