Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir hoffen, dass ihr durch die Belastungen der letzten Wochen die verdienten Ferien nicht zu erschöpft beginnt und vor allem gesund bleibt. Wir wünschen euch eine erholsame und besinnliche Zeit im Kreise eurer Familien, Freunde und Bekannten und möchten euch im letzten Infobrief in diesem Jahr noch einige Informationen zukommen lassen:
1. didacta-Fahrt der GEW am Donnerstag, dem 12.3.2026
2. GEW-Treffen für Startchancen-Schulen am 29.01.26
3. Individuelle Fehlzeiten einsehen
4. Resolution dienstliche Endgeräte
5. Offener Brief gegen Kürzungen im Bildungsbereich
6. Bündnis „Bildung statt Abschiebung"
7. Mobbing und Bossing an Schulen
8. Stundenzuweisung an Schulen für die Koordination der Inklusion
9. Umfrage zu Fortbildungen
10. GEW-Position zum Neuen Gymnasium Nord
didacta-Fahrt der GEW am Donnerstag, dem 12.3.2026
Die GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus organisieren wieder eine Fahrt zur größten europäischen Bildungsmesse „didacta“ in Köln. Als Service für unsere Mitglieder bieten wir die Busfahrt und den Eintritt für euch kostenlos an. Für Nichtmitglieder berechnen wir sehr kostengünstige 20,- Euro incl. Busfahrt und Eintritt. Das Angebot der Didacta findet man unter https://www.didacta-koeln.de, spannende Vorträge am Tag unseres Besuchs unter https://bildungsmedien.de/unsere-aktivitaeten/buehne-bildungsmedien
Ein Poster für die Fahrt geht Anfang Januar an jede Schule. Wir möchten euch bitten, es an einem geeigneten Ort aufzuhängen, damit die Kolleginnen und Kollegen von dieser Möglichkeit erfahren.
Die didacta ist als Fortbildungsveranstaltung für hessische Lehrkräfte akkreditiert (LA 0251415501).
Abfahrt: Um 8 Uhr von Rüsselsheim am Main auf dem Parkplatz der Großsporthalle,
ca. 8.30 Uhr von Hattersheim auf dem Parkplatz des Schwimmbads.
Rückfahrt: 16 Uhr von Köln
Anmeldung ist für diese Veranstaltung erforderlich mit einer kurzen Mail an: info@gew-gg-mtk.de
GEW-Treffen für Startchancen-Schulen
Die Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus laden alle Personalräte und Startchancen-Beauftragte der Schulen zu einem Treffen ein
am 29.1.26 von 15-17 Uhr in der Aula der Karl-Treutel-Schule
Friedensstr.2, 65451 Kelsterbach (Nähe Bahnhof)
Das Startchancen-Programm ist eines der größten Bildungsprogramme in der Geschichte der Bundesrepublik. Zahlreiche Schulen in unserem Schulamtsbezirk sind ausgewählt worden und bekommen Fördergelder. Damit ein solches Programm Erfolg haben kann, ist es unserer Meinung nach wichtig, dass in den beteiligten Schulen eine transparente Diskussion um Ziele und Entscheidungen geführt wird. Zahlreiche Fragen stellen sich in der konkreten Umsetzung.
Die GEW hält einen Austausch auf Ebene der Personalräte und Kollegien der beteiligten Schulen für unerlässlich. Wir konnten mit Stefan Edelmann den stellvertretenden Vorsitzenden des Hauptpersonalrates als Vortragenden gewinnen.
Nach §39 HPVG ist Personalratsmitgliedern für die Teilnahme an Schulungs- und Bildungsveranstaltungen, die der Personalratsarbeit dienen, auf Antrag die erforderliche Dienstbefreiung unter Fortzahlung der Dienstbezüge oder des Arbeitsentgeltes zu gewähren.
Da im Rahmen des Programms auch von jeder Schule eine Person außerhalb der Schulleitung als Startchancen-Beauftragte benannt werden soll, sind diese natürlich ebenfalls herzlich willkommen.
Über eine kurze Rückmeldung zur Teilnahme unter info@gew-gg-mtk.de würden wir uns freuen, spontane Teilnahme ist aber möglich.
Individuelle Fehlzeiten einsehen
Seit 2022 werden die Fehlzeiten von Lehrkräften im Programm FLiS (Fehlzeiten Lehrkräfte in Schulen) gesammelt. Zuständig dafür ist die jeweilige Schulleitung. In FLiS werden Fehlzeiten in drei Kategorien gesammelt:
1. Krank mit/ohne Attest
2. Kind krank
3. Unerlaubtes Fernbleiben
Die in der Jahresmeldung früher enthaltenen Daten über Dienstbefreiungen, Teilnahme an Fortbildungen, Klassenfahrten, Praktikumsbesuche etc. werden in FLiS nicht erfasst und entfallen daher in der Jahresmeldung.
Zuletzt traten häufiger Personalräte an uns heran, die gefragt haben, ob die eingetragenen Fehlzeiten nicht mehr von den Lehrkräften gegengezeichnet werden müssen. Wir sind uns mit dem Schulamt einig, dass dies weiterhin geschehen muss, damit Fehleintragungen korrigiert werden bevor die Jahresmeldung Ende Januar an das Schulamt erfolgt.
In der Anlage 2 zum FLiS-Erlass vom 19. 10. 2022 (Musterbrief an die Lehrkräfte zur Einführung von FLiS) heißt es wörtlich: „Vor dem Erstellen der Jahresmeldung im Monat Januar erhalten Sie von Ihrer Schulleitung eine Übersicht der über Sie erfassten Abwesenheiten innerhalb des jeweiligen Kalenderjahres zur Prüfung ausgehändigt.“
Den Erlass und die Anlage 2 findet man auf unserer Homepage > Recht > Themen.
Resolution dienstliche Endgeräte
Trotz mehrfacher Zusagen, zuletzt für 2025 (!), warten wir noch immer auf datenschutzkonforme digitale Endgeräte des Landes Hessen, die im Unterricht sowie für Verwaltungstätigkeiten genutzt werden können. Die Leihgeräte der Schulträger aus der Corona-Zeit sind inzwischen in die Jahre gekommen und häufig für neue Kolleg:innen nicht mehr verfügbar. Oft nutzen die Lehrkräfte weiterhin daher private Geräte, um ihre Arbeit erledigen zu können, was in anderen Berufen unvorstellbar wäre. Daher mahnt der Gesamtpersonalrat in einem offenen Brief an den Kultusminister Herrn Schwarz die Ausgabe dienstlicher Endgeräte an. Dies schließt Support, Wartung und möglichen Ersatz mit ein. Den Wortlaut der Resolution findet man hier: https://tinyurl.com/tfeh7f9t
Offener Brief gegen Kürzungen im Bildungsbereich
Die Personalräte und GEW-Vertrauensleute haben bei ihrem letzten Treffen am 12. November 2025 ihre Unterstützung für einen offenen Brief an die Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Groß-Gerau bekundet. Einen Artikel von Robert Hottinger über die Reaktionen aus dem Landtag findet man hier: https://tinyurl.com/2mupezzw
Bündnis „Bildung statt Abschiebung"
Der Kreisvorstand der GEW Groß-Gerau unterstützt das am 8. Dezember gegründete landesweite Bündnis "Bildung statt Abschiebung" mahnt ein sicheres Bleiberecht für den Schüler Yared an. Er ist Schüler an der Werner-Heisenberg-Schule in Rüsselsheim. Obwohl er bereits einen Ausbildungsplatz an einem Altenpflegezentrum hat, ist er weiter von Abschiebung bedroht. https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/bildung-statt-abschiebung
Mobbing und Bossing an Schulen
Bereits im letzten Info-Brief hatten wir berichtet, dass sich die Beschwerden über „übergriffiges Verhalten“ einiger Schulleitungen häufen. Einen Artikel von Robert Hottinger zu diesem Thema und Hinweise auf die zwischen Schulamt und GPRS vereinbarte „Handlungsempfehlung zu tolerantem und respektvollem Verhalten“ findet man auf unserer Homepage unter www.gew-gg-mtk.de > Recht > Themen.
Stundenzuweisung an Schulen für die Koordination der Inklusion
10% der gesamten Personalressource für Inklusion stehen für Koordinationsaufgaben zur Verfügung (ISB-K-Ressource), das sind in unserem Schulamt 644 (!) Stunden. Diese werden nach Vorabzug für die Schulleiter:innen, die die Treffen der inklusiven Schulbündnisse vorbereiten und moderieren, den Schulen zur freien Verfügung zugewiesen. Gymnasien erhalten je eine Stunde und berufliche Schulen je zwei Stunden. Die Grundschulen und weiterführenden Schulen erhalten je nach Schülerzahl zwischen 1 bis 16 Stunden zugewiesen. In vielen Schulen wird diese Ressource vorbildlich zur Entlastung von Lehrkräften genutzt, die die Inklusion umsetzen. Teilweise scheint es aber, dass die Stunden komplett bei den Schulleitungen bleiben. Schulamt und Gesamtpersonalrat sind sich einig, dass über die Verteilung dieser Stunden dem Personalrat und der Gesamtkonferenz Rechenschaft gelegt werden muss. Solltet ihr als Personalrat nicht wissen, wie viele Stunden eurer Schule zugewiesen werden, so könnt ihr das bei uns erfahren. Schreibt uns einfach eine Mail an: info@gew-gg-mtk.de
Umfrage zu Fortbildungen
Das HMKB drängt weiter darauf, dass Fortbildungen möglichst außerhalb der Unterrichtszeit angeboten und wahrgenommen werden. Oft finden sie deshalb am Nachmittag oder am Wochenende statt und die Teilnehmer:innenzahlen sinken. Um uns einen Überblick zu verschaffen, hat der Gesamtpersonalrat Fulda eine Online-Umfrage gestartet, bei der alle Lehrkräfte Hessens teilnehmen können. Es dauert nur wenige Minuten…https://forms.gle/54bxYNu98K4xHxF99
GEW-Position zum Neuen Gymnasium Nord
Das in Bischofsheim geplante Mittelstufen-Gymnasiums befindet sich aktuell als Dependance des Neuen Gymnasiums Rüsselsheim auf dem Gelände der IGS Mainspitze in Containern.
Die öffentliche Diskussion um die Zukunft der Schule gestaltet sich derzeit intensiv und mitunter kontrovers, da das HMKB bis zum Ende des Schuljahres 2026/27 die Eigenständigkeit anstrebt, während sich der Kreis Groß-Gerau bzw. Landrat Will für eine langjährige Dependance-Lösung bis zur Fertigstellung des Neubaus in Bischofsheim, angeblich im Interesse der betroffenen Eltern und Schüler:innen bis 2030 aussprechen.
Der Vorstand des Kreisverbands der GEW Groß-Gerau führt deshalb gerade Gespräche mit den betroffenen örtlichen Personalräten des Neuen Gymnasiums sowie der IGS Mainspitze und hat auch die möglichen Interessen des künftigen Kollegiums des Mittelstufen-Gymnasiums im Blick. Davon abgesehen tauschen wir uns mit dem Kreiselternbeirat, über die GEW-Fraktion des GPRS mit dem Staatlichen Schulamt und mit Landrat Will aus. Nach sorgsamer Abwägung der Argumente der Beteiligten werden wir eine Presserklärung verfassen, aber schon jetzt fehlen uns in der Diskussion einige wichtige Aspekte:
1. Nachteile für die pädagogische Arbeit in zu großen Systemen mit zwei Standorten und perspektivisch ca. 2000 Schüler:innen. Der Landrat beruft sich auf die Größe der Beruflichen Schulen Groß-Gerau (BSGG), wobei man die beiden Systeme aus unserer Sicht allerdings in pädagogischer und organisatorischer Hinsicht nicht miteinander vergleichen kann.
2. Positive Beispiele von Schulneugründungen mit früher Trennung von der Stammschule mit großer Zufriedenheit der Schüler:innen und Eltern (Identifikation der Schüler:innen, Lehrkräfte und Eltern mit der neuen Schule und Möglichkeit eigener Entwicklung, z.B. Schwerpunkte, Fremdsprachenfolge und Bereicherung der regionalen Bildungslandschaft (z.B. das Neue Gymnasium selbst und in letzter Zeit neu gegründete vergleichbare Schulen in benachbarten Schulamtsbezirken)
3. Zunehmende Belastung des Kollegiums, der Schulleitung und der Verwaltung des Neuen Gymnasiums (z.B. Arbeit an zwei Standorten, Erreichbarkeit)
4. Eindeutiges Stimmungsbild des Kollegiums des Neuen Gymnasiums zugunsten einer zeitnahen Trennung von der Dependance bzw. Schulneugründung
5. Belastung des Kollegiums der IGS Mainspitze und mögliche Nutzungskonflikte (z.B. zusätzliche Pausenaufsichten, Rückbau von Spielmöglichkeiten für Kinder, Lärm durch versetzten Unterrichtsbeginn, zunehmender Verkehr, gemeinsame Nutzung der Sporthalle und Fachräume)
Sicher muss man die Sorgen und Ängste der betroffenen Eltern der Schüler:innen des 6., 5. und auch 4. Jahrgangs vor der Ungewissheit durch eine Trennung vom Neuen Gymnasium ernst nehmen, doch hat eine verhinderte eigenständige Entwicklung der neuen Schule mittel- und langfristig wahrscheinlich größere Nachteile für alle Beteiligten.
Für die Kreisverbände der GEW Groß-Gerau und Main-Taunus
Mit kollegialem Gruß
Katja Pohl, Martin Einsiedel, Harald Freiling und Robert Hottinger