Impfungen und Testungen

Sichere Corona-Tests an den Schulen und Impfung aller Lehrer*innen nach Ostern!

 

Angesichts der aktuell stark steigenden Infektionszahlen gerade unter jüngeren Menschen und der rasanten Ausbreitung der ansteckenderen britischen Mutante B1.1.7 des SARS-CoV-2-Virus halten wir die aktuellen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung an den Schulen nicht mehr für ausreichend. Neben der zunehmenden Gefährdung der Schüler*innen und Lehrer*innen an den Grund- und Förderschulen bestehen die Probleme eben auch an den weiterführenden Schulen mit Wechselunterricht im Jahrgang 5 und 6 und im Präsenzunterricht der Abschlussjahrgänge. Trotz der Hygienemaßnahmen halten vor allem jüngere Schüler*innen Abstände oft nicht ein und tragen Masken auch nicht immer korrekt. So können Lehrer*innen zum „Virentaxi“ zwischen fünf oder mehr Klassen bzw. entsprechend vielen Teilgruppen werden oder sind auch selbst einer wachsenden Ansteckungsgefahr ausgesetzt. Die GEW-Kreisverbände erreichen deshalb zahlreiche Berichte und Anfragen aus den Schulen, in denen Kolleg*innen bzw. Personalräte ihre Sorgen und Forderungen nach flächendeckender Testung an den Schulen unter professioneller Aufsicht und Impfung aller Lehrkräfte zum Ausdruck gebracht haben.

Minister Lorz hat zwar angekündigt, dass nun auch die Lehrer*innen der weiterführenden Schulen ein Impfangebot erhalten werden. Eine Registrierung für einen Impftermin ist inzwischen für alle Lehrkräfte möglich. Nach den Osterferien sollen Schüler*innen und Schüler unter Aufsicht der Lehrkräfte Selbsttests durchführen  können. Viele Fragen bleiben dabei allerdings noch offen: Wie kann der Schutz aller Anwesenden während der Testung in welchen dafür geeigneten Räumlichkeiten gewährleistet werden? Wie werden die Tests entsorgt? Welches Verfahren ist nach einem positiven Test unter Beachtung des Datenschutzes vorgesehen? Wie wird im Falle der Verweigerung der Selbsttestung verfahren?

Ob und wie lange die notwendige große Anzahl an Tests verfügbar sein wird und ob auch wirklich alle Lehrkräfte umgehend geimpft werden können, scheint fraglich. Wenn die Testungen und Impfungen aber nicht in ausreichender Zahl durchgeführt und die beschriebenen Fragen nicht beantwortet bzw. die Zweifel nicht ausgeräumt werden können, besteht im Falle weiter steigender Infektionszahlen nach den Osterferien die Gefahr, dass alle Lerngruppen in den Distanzunterricht zurückkehren müssen.

Robert Hottinger